Plattfische angeln

Plattfische sind sehr schmackhafte Speisefische, die auch effektiv beangelt werden können. Wie es funktioniert, erklären wir in diesem Ratgeber.

Plattfische in Deutschland

Innerhalb der Plattfische gibt es eine beeindruckende Artenvielfalt. Für Sportangler, die in den deutschen Gewässern der Nord- und Ostsee ihr Können auf die Probe stellen möchten, stehen vor allem Flunder, Kliesche, Scholle, Butt und Seezunge hoch in Kurs. Zu der bekanntesten Spezies von diesen fünf Arten zählt zweifellos die Scholle, die sowohl in Ufernähe als auch in tieferen Gefilden vorkommt. Neben ihrer Größe von bis zu 70 cm und hervorragenden kulinarischen Qualitäten sind rechtsseitige Augen charakteristisch für die Scholle.

Linksseitig sind die Augen dagegen bei Flundern, die seichteres Wasser bevorzugen und zwischen 300 und 1500 Gramm schwer werden. Auch Klieschen werden ungefähr so groß wie die Flundern. Eine Besonderheit der meisten Plattfisch-Arten ist ihr Habitat, das sich auf vorzugsweise sandigen Meeresboden ausstreckt, wo sich die Fische aufgrund ihres flachen Korperbaus hervorragend zu verstecken verstehen.

Brandungsangeln auf Plattfische

Brandungsangeln auf Plattfische ist in der Ostsee in den kälteren Jahreszeiten, bevorzugt abends und nachts, möglich. Besonders vielversprechend sind dabei sandige Bereiche, in denen Flunder, Kliesche und Scholle ihre Lieblings-Nahrung vorfinden. Zu dieser gehören unter anderem kleinere Seeringelwürmer und Wattwürmer, die sich folglich als aussichtsreiche Köder empfehlen. Oft unterschätzte Leibspeise beim Plattfisch-Angeln sind die leicht gammeligen Würmer. Andere Angelsportler schwören hingegen auf Krebs- und Muschelfleisch.

Aufgrund der Anatomie der Plattfische sollte bei der Montage auf kleine Haken gesetzt werden. Auch optische Reize sind beim Plattfisch-Angeln überaus angebracht. Die Aufmerksamkeit der Flachmänner kann mit Perlen oder besonders bunten Vorfächern gesteigert werden. Da Plattfische selten alleine auftreten, kann mittels zweier Haken auf Dupletten geangelt werden. Weiterhin spielt der Futterneid der Fische dem Angler in die Karten. Auch empfiehlt es sich beim Angeln auf Plattfische die Montage von Zeit zu Zeit minimal einzuholen, sodass die Fische auf den Köder aufmerksam werden.

Plattfische angeln vom Boot

Heilbutt

Heilbutt

Weil der Lebensraum der Flachmänner bodennahe Bereiche umschließt, können beim Bootsangeln große Erfolge erzielt werden. Um Komplikationen beim Angeln von Boot zu verhindern, sollten allzu unhandliche Ruten vermieden werden (hier finden Sie unseren Kaufratgeber für Bootruten). Weiterhin mindestens so entscheidend wie die Bestückung der Montage mit Glasperlen und den bereits angesprochenen Ködern ist die richtige Angeltechnik. Wichtig dabei: durch Nachgabe von etwa 10 Metern Schnur kann gewährleistet werden, dass die Montage stets die grundnah lebenden Plattfische anspricht.

Neben der Möglichkeit der ruhenden Angel können auch mittels minimalem Einholen des Bleies oder vorsichtigem Zupfen der Rute Beutefische imitiert werden. Entscheidend kann auch sein, nicht unmittelbar nach den ersten Anzeichen eines Bisses den Anschlag zu setzen. Plattfische benötigen oft einige Sekunden, bis sie den Köder richtig fassen. Unsere Empfehlung für fortgeschrittene Angler: Sprechen Sie auch den Geruchssinn der Plattfische an und lassen Sie einen Fischbrei oder Tierfutter in einem Behältnis Richtung Grund. Sobald man an einer Stelle Erfolg hat, kann der Anker geworfen und versucht werden, weitere Flachmänner an Land zu ziehen.

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