Plötze angeln

Plötze bzw. Rotauge ist ein der am häufigsten gefangenen Friedfische in unseren Gewässern. Sie ist robust, anpassungsfähig und dennoch nicht ganz einfach zu überlisten.

Lebensweise und Ernährung

Plötzen findet man in Fließgewässern genauso wie in Seen und sogar im Brackwasser. Selbst in Gräben und Tümpeln sind Plötzen oft anzutreffen. Kalte Forellenbäche mögen sie allerdings weniger, dort gibt es diese Fische sehr selten. Ihre größten natürlichen Feinde sind Zander und Hechte.

In den Flüssen ernähren sich die Plötzen überwiegend von Flohkrebsen, denen sie zwischen Algen in den Steinpackungen auflauern. Darüber hinaus stehen auch Schnecken, verschiedene Insektenarten, Muscheln, Würmer, Armleuchteralgen, Tausendblatt und Zooplankton auf ihrem Speiseplan.

Rotauge (Plötze)

Rotauge (Plötze)

Plötze sind ausgesprochene Schwarmfische. Im Sommer durchstreifen sie weite Gewässerflächen in großen Schwärmen auf der Suche nach Nahrung. Im Winter ziehen sich die Fische in tiefere Abschnitte, wo sie sehr dicht beieinander überwintern.

Fangmethoden und Ausrüstung

Die beste Angelmethode den Plötzen nachzustellen ist Posenangeln bzw. das einfache Stippen. Die Fische lassen sich mit der Pose über das ganze Jahr hinweg relativ einfach zu fangen und sind deshalb bei Anfängern sehr beliebt. Sogar im eigenen Gartenteich entwickeln sie sich gut und können dort beim Stippen entspannt beangelt werden.

Plötze angeln Montage

Plötze angeln Montage

Da die kleinen Fische kaum Widerstand beim Landen leisten, braucht man beim Plötzenangeln sehr leichte und flexible Ruten. Als Schnur eignet sich am besten eine 0,16 – 0,18 mm Monofile bestückt mit 16er – 12er Haken. Folgend empfehlen wir jeweils drei Ruten und Rollen, die sich besonders gut zum leichten Posenangeln eignen. Und hier finden Sie einen Stippruten-Ratgeber mit Rutenvergleich.

Köder und Angelplätze

Während die Plötzen in großen Flüssen wie Rhein oder Elbe am besten zwischen Buhnen in Ufernähe oder an Strömungskanten im Buhnenkopfbereich sehr gut beangelt werden können, findet man sie in den Seen meist an der Grenze zu den abfallenden Scharkanten.

Die besten Köder beim Fischen auf Plötzen sind Würmer und Maden. Darüber hinaus beißen die kleinen Friedfische je nach Gewässer sehr gerne auf Brot-Kügelchen, Pinkies, Mais und manchmal auf Erbsen. Man kann die Fische beim Ansitz auch anfüttern, was manchmal regelrechte Fressorgien auslöst.

Nehmen Sie an unserer Umfrage nach den besten Plötzen-Ködern teil und erfahren Sie wie andere unsere Leser abgestimmt haben:

Welcher Köder ist beim Plötzen-Angeln am fängigsten?

    Tipp: Man kann die Maden für Plötzen noch appetitlicher machen, indem sie mit Lockstoffen behandeln werden wie z. B. mit Paniermehl, Kokosmehl, Erdnussmehl, Leinsamen oder Melasse. Auch die Veränderung der natürlichen Maden-Farbe z.B. mithilfe des Tumeric-Pulvers bringt was! Wenn die Maden dann bronzefarben aussehen, sind sie für Plötzen noch unwiderstehlicher.

    Schonzeiten und -Mindestmaße für Plötze

    Aufrund ihrer weiten Verbreitung und hoher Anpassungsfähigkeit gibt es keine Schonzeiten für Plötzen. Lediglich wurde der Mindestmaß von 15 cm in Rheinland-Pfalz eingeführt. Obwohl wir uns bemühen unsere Daten ständig aktuell zu halten, übernehmen wir dennoch keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

    Bundesland Schonzeit Mindestmaß
    Baden-Württemberg
    Bayern
    Berlin
    Brandenburg
    Bremen
    Hamburg
    Hessen
    Mecklenburg-Vorpommern
    Niedersachsen
    Nordrhein-Westfalen
    Rheinland-Pfalz 15 cm
    Saarland
    Sachsen
    Sachsen-Anhalt
    Schleswig-Holstein
    Thüringen

    Weiter geht es um das Thema Herkunft und besondere Merkmale der Plötze.

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