Raubfischposen: Kauftipps, Test & Vergleich

Raubfischposen von heute sind mehr als nur die Bissanzeiger, deren Haupziel ist es, einen Köderfisch im Wasser zu halten. Der moderne Angler fischt heute mit perfekt austarierten Raubfischposen der neuesten Generation – und er fängt!

Anforderungen an Raubfischpose

Angelpose

Angelpose

Waren sie früher dick und kugelig mit etwa 20g Tragkraft, weißem Unterbau und knallrot leuchtendem Kopf, so sind die Raubfischposen von heute zwar ebenso bunt, dennoch vielfältig in der Form und Materialbeschaffenheit. Auch wenn eine Raubfischpose auf den ersten Blick nicht mehr können muss, als auf Sicht die Bisserkennung zu ermöglichen und den Köderfisch im Wasser zu halten, gibt es dennoch viele andere Aspekte bzw. Parameter, die eine Pose für verschiedene Zielfische und Angelsituationen optimal geeignet machen.

Die Herausforderung liegt heutzutage in der Komplexität der Witterungsbedingungen und davon abhängigem Beissverhalten der Fische. Ob man nun zu feinen Posen greift, um die Barsche oder Zander zu überlisten oder zu den glasklaren Drennan-Schwimmern, um den Meister Esox zu täuschen, muss jeder Angler für sich selbst entscheiden. Wichtig ist, eine Pose zu wählen, die perfekt austariert ist und daher für die gegebene Situation die beste Köderpräsentation ermöglicht, sodass der Räuber diesen nicht nur nicht übersehen sondern schlicht nicht anders kann als zu zuschnappen.

Sechs Raubfischposen im Vergleich

Eine riesige Anzahl von Raubfischposen gibt es im Handel. Deshalb haben wir sechs Modelle ausgesucht, die sich bereits im Markt behaupten haben können. Die wichtigsten Eigenschaften der einzelnen Posen finden Sie in folgender Tabelle, sodass Sie sich schnell den passenden Schwimmer zum Raubfischangeln aussuchen können.

Raubfischpose Raubfischpose ATTRACTPreis-Leistung Tipp Drennan Crystal Piker Raubfisch Laufpose Fox Rage HD Dart Slider Behr Forellenpose Waggler Jenzi Rohacell Zanderpose
Posenart Laufpose Laufpose Laufpose Segelpose Laufpose (Waggler) Laufpose
Zielfische Hecht, Zander Hecht, Zander Hecht Hecht Forellen, Döbel Zander
Tragkraft (zur Auswahl)
20 g 12 g 25 g 35 g 4 g, 5 g, 6 g 10 g
Aussttatung Rasseln 1 x Knicklicht-Adapter 1 x Wirbel
1 x Knicklicht-Adapter
Kundenwertung

Raubfischpose Montage

Folgend ein Beispiel für den Aufbau einer Raubfischposen-Montage auf Hecht. Als Hauptschnur nimmt man hierbei 16er Geflochtene, auf die exakt in dieser Reihenfolge folgende Komponente eingefädelt werden: ein Gummistopper, Perle und dann die Raubfischpose. Während der Stopper das Gleiten der Pose entlang der Hauptschnur verhindert und dadurch die Einstellung der Tiefe ermöglicht, sorgt die Perle dafür, dass der Stopper nicht in die Posenöse hinein rutscht. Weiterhin werden an der Hauptschnur zur besseren Austarierung der Pose Bleischrote angebracht. Diese helfen auch dabei den Köderfisch in der gewünschten Tiefe zu halten. Zum Schluss wird ein Wirbel an die Hauptschnur gebunden, an dessen anderem Ende das Stahlvorfach mit dem Haken und dem toten Köderfisch befestigt ist.

Hechtangeln mit Köderfisch und Pose

Hechtangeln mit Köderfisch und Pose

Köderpräsentation bei Raubfischposen-Montage

Mit einer Raubfischposen-Montage können Sie das ganze Jahr hindurch erfolgreich sowohl auf auf Hecht und auch auf Zander angeln. Während der Köder im Winter möglichst an der tiefsten Stelle im Gewässer präsentiert werden soll, wo sich die Friedfische in großen Schwärmen zur Überwinterung ansammeln, denen die Räuber folgen, wählt man in den warmen Jahrezeiten am besten 1,5 – 2 Meter tiefe Gewässerabschnitte, die auch mal weitläufiger mit einer Segelpose abgefischt werden sollten. Als Köderfisch nimmt man im Winter und im Frühling am besten etwas größere Exemplare, die den trägen und vom Laichen müden Räubern, viel Nahrung mit einem Schlag suggerieren. Im Sommer können auch etwas kleinere Köderfische an den Haken kommen, die jetzt dem zahlreichen Nachwuchs der Friedfische ähnlich aussehen.

Generell ist es vom Vorteil, die natürlichen Witterungsbedingungen bei der Köderpräsentation mit einkalkulieren. So ist es vom Vorteil, wenn man zum Beispiel die Strömung oder auch den Wind dazu nutzt, dass der Köder unter Wasser leicht bewegt wird und dadurch eine natürliche Erscheinung dem Räuber vorgaukelt. Insofern es im Gewässer keine Strömung und auch mal gerade kaum Wind gibt, tut man es gut, wenn der Angler die Pose auch mal selbst gelegentlich mit der Rute bewegt.

Neben den konventionellen Raubfischposen, die an der Wasseroberfläche schwimmen, gibt es auch die sogenannten Unterwasserposen, die ebenso sehr fängig beim Nachstellen von Hecht, Zander & Co. sind. Mehr Informationen über die Unterwasserposen finden Sie hier.

Wichtiger Hinweis: In Deutschland ist der Gebrauch eines lebenden Köderfisches beim Angeln verboten!

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