Makrele: Alle Infos zum weit verbreiteten Speisefisch

Makrele ist ein sehr gefragter Speisefisch, dessen Bestände trotz intensiver kommerzieller Ausbeutung noch intakt sind.

Makrele

Makrele

Steckbrief Makrele

  • Name: Makrele. Engl.: Mackerel
  • Wiss. Name: Scomber scombrus
  • Ordnung: Scombriformes
  • Familie: Makrelen und Thunfische (Scombridae)
  • Gattung: Scomber
  • Verbreitung: Nordatlantik
  • Lebensraum: Küstengebiete in Tiefen von 50 bis 200 m
  • Nahrung: Zooplankton, kleine Schwarmfische, Tintenfische
  • Natürliche Feinde: Delfine, Haie, Thunfische, Robben, Seevögel
  • Verhalten: Raubfisch, Schwarmfisch
  • Maximale Größe: 60 cm
  • Maximales Alter: 17 Jahre
  • Körperform: langgestreckt und spindelförmig
  • Körperfarbe: dunkler, bläulich schimmernder Rücken mit wellenartigem Muster
  • Maul: lang, spitz und endständig
  • Schuppen: klein und fest
  • Flossenformel: D VIII-XIV/113, A I/12-13
  • Geschlechtsreife: mit 2 Jahren
  • Laichzeit: März bis Juni
  • Wirtschaftliche Bedeutung: bedeutender Speisefisch mit sehr großen Fangmengen, wird mit pelagischen Schleppnetzen gefangen
  • Kulinarische Qualität: schmackhaftes, gelbliches Fleisch mit hohem Fettgehalt und fester Struktur / optimal geeignet zum Braten, Backen, Grillen und Kalträuchern
  • Nährwert (100 g Fisch): 184 kcal / 19 g Eiweiß / 12 g Fett
  • Angelsport: beliebter Zielfisch beim Angeln in Nordsee und in Norwegen (Makrelen-Angeln Tipps)
  • Gefährdung: aufgrund der sehr großen Laichmasse und Fangquoten sind die Bestände noch nicht akut gefährdet

Herkunft und Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet der Makrele erstreckt sich auf Nordatlantik. Sie kommt in großen Schwärmen vor der Küste Nordamerikas wie auch vor europäischen Meeresküsten. Darüber hinaus gibt es Makrelen-Populationen im Schwarzen Meer, im Mittelmeer sowie in der Nord- und Ostsee. Die Makrele ist ein Wanderfisch, der auf der Suche nach Nahrung große Entfernungen zurücklegt und dadurch zu einem wichtigen Bestandteil des globalen marinen Ökosystems geworden ist. Dieser Fisch wird im Durchschnitt 30 bis 40 cm groß.

Lebensweise der Makrele

Makrele

Makrele

Die Makrele ist ein Raubfisch und bevorzugt gemäßigte Gewässer und die Tiefen von 50 bis 200 m, kann aber den Beutefischen folgend auch in seichte Bereiche vordringen und direkt an die Wasseroberfläche aufsteigen. Im Frühjahr und im Sommer halten sich die Makrelen etwa 50-150 km vor der Küste entfernt, wobei die Jungfische näher an die Küste herankommen als ausgewachsene Tiere. Gelegentlich gelangen junge Makrelen sogar in die Häfen.

Im Herbst und Winter ziehen die Fische immer weiter nach Süden in wärmere Gebiete am Rande des Kontinentalschelfs. Anders als die meisten anderen Fische hat die Makrele keine Schwimmblase, wodurch sie einerseits ohne Druckausgleich schnell die Wassertiefe wechseln kann, andererseits aber auch ständig in Bewegung bleiben muss, um nicht zu versinken.

Wichtige Merkmale

Der Körper der Makrele ist länglich, spindelförmig und endet mit einer großen und kräftigen Schwanzflosse. Der Rücken ist dunkel mit bläulichem Schimmer. Auf dem Rücken und den oberen Hälften der Flanken hat die Makrele ein charakteristisches Muster, das aus gewellten schwarzen Linien besteht. Die Unterseite ist silbrigweiß. Ihre Schnauze ist lang und spitz. Das Maul ist endständig und mit leicht nach hinten gebogenen Zähnen versehen.

Makrele hat zwei stachelige Rückenflossen, die weit auseinander liegen. Die Brustflosse und die Bauchflossen sind schmal und spitz. Die Schwanzflosse ist gegabelt und kräftig. Alle Fische dieser Gattung haben oben hinter der zweiten Rückenflosse und unten hinter der Afterflosse je fünf einzelne kleine Flossen, die sich bis zum Schwanz hin gleichmäßig verteilen und als „Flössel“ bezeichnet werden. Die Schuppen der Makrele sind klein und festsitzend.

Wie ernährt sich Makrele?

Makrelen-Schwarm

Makrelen-Schwarm

Makrelen ernähren sich von Plankton und der Fischbrut zahlreicher anderer Fischarten wie z.B. Heringe, Sprotten, Dorsche oder Wittlinge. Auch Algen sind auf ihrem Speiseplan zu finden, wenn auch nur gelegentlich. Darüber hinaus fressen die Makrelen gerne kleine Tintenfische.

Da es sich bei der Makrele um einen äußerst mobilen Fisch handelt, muss sie ständig fressen, da ihr hoher Energiebedarf sonst nicht gedeckt werden kann. Makrele selbst dient als Nahrung für Delfine, Haie, Thunfische, Seevögel sowie zahlreiche Mitglieder der Robbenfamilie.

Die Fortpflanzung der Makrele

Makrelen werden im Alter von 2 Jahren geschlechtsreif und laichen vom März bis Juni. Zum Jahresende begeben sich die in europäischen Meeresgewässern lebenden Makrelen zu den Laichgebieten westlich von Irland. Während dessen bilden sie riesige Schwärme, schwimmen oft nah der Oberfläche und sind noch auf Entfernung gut auszumachen. Solche Massenansammlungen von Makrelen bleiben von fischfressenden Raubtieren – Delphinen, Thunfischen, Möwen – nicht unbemerkt.

Große Makrelen-Weibchen können über 400.000 Eier ablegen. Die aus den Eiern schlüpfenden Jungfische sind recht klein, zugleich aber aggressiv und fleischfressend. Von Anfang an jagen sie die kleinere Fischbrut anderer Arten, machen aber auch von eigenen schwächeren Artgenossen nicht halt. Die jungen Makrelen wachsen recht schnell und sind bereits nach einem Monat knapp 5 cm groß.

Kulinarische Bedeutung

Gegrillte Makrele

Gegrillte Makrele

Makrele gilt als ein sehr wohlschmeckender Fisch mit schön saftigem und strukturiertem Fleisch. Da ihr Fettanteil recht groß ist, lässt sie sich auf jede beliebige Weise zubereiten und behält dabei immer ihre Struktur und Geschmack. Sie kann gedünstet, gebraten, gegrillt, gekocht, gebacken sowie im Öl, Tomatensoße oder im eigenen Saft eingelegt werden. Selbst als Stockfisch macht sie eine gute Figur. Doch besonders gut entfaltet sich ihr Geschmack, wenn sie kalt geräuchert wird.

Die Makrele gilt als ein überaus gesunder Fisch. So ist sie besonders reich an Vitaminen B12 und Omega-3 Säuren (fast doppelt so viel wie beim Lachs). Der regelmäßige Verzehr der Makrele senkt den Cholesterinspiegel, macht die Blutgefäße geschmeidiger und verringert das Risiko von Schlaganfällen und Herzinfarkten. Makrelen-Fleisch wird bei Arthritis, Gelenkentzündungen und Migräne empfohlen, sowie um krebserregende Stoffe im Körper zu reduzieren und die Immunität zu stärken.

Gefährdung der Makrelen

Weil Makrele einfach in Zubereitung ist und sehr gute Geschmacksqualitäten aufweist, wird sie in immensen Mengen gefangen. Sowohl die kleinen, lokalen Fischereibetriebe als auch globale Fischfangflotten jagen sie. Trotz dieser intensiven und jahrzehntelangen Ausbeutung bleiben die Makrelen-Populationen noch auf einem stabilen Niveau. Einer der Gründe dafür liegen in ihrer hohen Fruchtbarkeit.

Wenn man bedenkt, dass ein Makrelen-Rogner über 400.000 Eier ablegen kann, muss die gesamte Laichmasse dieser Spezies immens groß sein. Dazu kommt, dass einige Länder Fangquoten für Makrelen eingeführt haben und diese auch streng überwacht werden. Die Herausforderung beim industriellen Makrelenfang bleibt allerdings die Koordination der gemeinsamen bilateralen Bewirtschaftung, denn die Fische befinden sich stets auf ihren langen Wanderungen.

Der Koloss unter den Makrelen

Während die Atlantische Makrele im Schnitt nur 30 cm bis 40 cm groß wird, gibt es in den subtropischen Gewässern andere Makrelen-Arten, die bis zu 2 Meter lang und über 70 kg schwer werden können. Wie z.B. die Gattung Scomberomorus cavalla auch Königmakrele genannt, die man im Video unten sehen kann. Solch eine Makrele wiegt stolze 7 bis 9 kg und ist ein Energiebündel, den man beim Angeln nur mit Mühe bändigen kann.

Werden Königsmakrelen gehakt, wehren sie sich vehement und entschlossen gegen die Gefangennahme. Dabei können sie im Drill ähnlich den Thunfischen abrupt die Richtung wechseln und anstatt vom Boot weg zu schwimmen direkt darauf zu zu beschleunigen. In diesem Augenblick muss der Angler gut aufpassen, um nicht von dem Fisch torpediert zu werden, denn schlimme Verletzungen sind dabei vorprogrammiert.