Riesenzackenbarsch

Riesenzackenbarsche werden bis zu 3 Meter lang und 350 kg schwer. Obwohl sie Raubfische sind, verhalten sie sich Menschen gegenüber niemals aggressiv.

Allgemeines

  • Name: Riesenzackenbarsch (Engl.: Giant Grouper)
  • Wissenschaftlicher Name: Epinephelus lanceolatus
  • Familie / Unterfamilie: Sägebarsche / Zackenbarsche
  • Vorkommen: indischer Ozean und westlicher Pazifik
  • Habitat: felsige riffreiche Lagunen in 10 bis 100 Meter Tiefe
  • Max. Größe / Gewicht: 3 m / 400 kg
  • Gefährdung: moderat gefährdet
Riesenzackenbarsch (Epinephelus lanceolatus)

Riesenzackenbarsch (Epinephelus lanceolatus)

Lebensraum

Riesenzackenbarsche kommen sowohl im Indischen Ozean als auch im westlichen Pazifik. Es gibt sie an der gesamten südlichen Küste der Vereinigten Staaten, der Karibik und im Roten Meer. Auch in den hawaiianischen und südjapanischen Küstenregionen sind sie heimisch. Sie gehören zu den typischen einzelgängerischen Riffbewohnern und bevorzugen bis zu 100 Meter tiefe Lagunen.

Auch in den Mangrovenfeldern, die an der Floridas Südwestküste eine natürliche Brutstätte für Myriaden von Kleinfischen bilden, füllt sich der Riesenzackenbarsch in seinem Element. Nach Einschätzung einiger Wissenschaftler haben die Artenschutzmaßnahmen in den letzten zwei Jahrzehnten sehr effektiv zur Erholung der Riesenzackenbarsch-Population beigetragen, sodass vielerorts in den USA sogar über die Aufhebung des Fangverbots debattiert wird.

Merkmale des Riesenzackenbarsches

  • Der Körper des Riesenzackenbarsches ist hochrückig und von beiden Seiten abgeflacht.
  • Sein Kopf ist sehr groß und das endständige Maul mit auffällig dicken Lippen versehen.
  • Die Kiemen sind am Deckelrand gezackt. Diesem Merkmal verdankt die gesamte Zackenbarsch-Familie auch ihren Namen.
  • Er hat dunkelbraune Körperfarbe, die meist mit zahlreichen kleinen Punkten versehen ist.
  • Die Rückenflosse ist lang und in der Mitte gekerbt.
  • Die Bauchflossen sind sehr groß und brustständig.

Besonderheiten

Während bereits sein bloßes Erscheinungsbild den Riesenzackenbarsch einmalig und unverwechselbar macht, gibt es noch ein anderes Verhaltensmerkmal, das diese Spezies zusätzlich auszeichnet: Obwohl Riesenzackenbarsche für den Menschen ungefährlich sind und sich dem gegenüber selten aggressiv verhalten, stoßen sie dennoch bei Annäherung eines Menschen Luft aus ihrer Schwimmblase raus, was unter Wasser sehr markante Geräusche produziert, die sich dem weit entfernten Donner gleichen.

Gefährdung

Obwohl Riesenzackenbarsche weit verbreitet sind, ist ihre Population vielerorts gefährdet. Denn aufgrund der enormen Größe und hochwertigem Fleisch dieser Kolosse wurden ihre Bestände in vergangenen Jahren stark dezimiert. Seit 1990 sind sie in den USA und dem gesamten atlantischen Südosten unter Artenschutz gestellt.

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