Sinkende Wobbler

Obwohl es auf dem Markt viel mehr schwimmende als sinkende Wobbler gibt, sind sinkende Modelle in diversen Situationen das Mittel zum Erfolg. Viele Angler wissen einfach nicht, wie man mit ihnen richtig umgeht.

Verlustangst

Sink-Wobbler

Sink-Wobbler

Der Grund, warum ein Sinkwobbler oft gemieden wird, kann man mit der Angst erklären, den Köder durch einen Boden-Hänger zu verlieren. Diese Angst ist aber nur selten berechtigt, weil ein sinkendes Modell den Grund meist nur beim ersten Auswerfen berührt. Nur dann also, wenn die Tiefe erkundet werden soll und der Wobbler deshalb ganz zum Boden absacken muss.

Ist es ein Mal getan, weiß man wie lange es dauert, bis der Wobbler* den Grund erreicht hat (hier hilft oft das einfache Zählen), sodass beim nächsten Auswurf die Sinktiefe kontrolliert werden kann. Natürlich bedarf diese Technik etwas Übung. Wenn man allerdings den Dreh raus hat, können alle Wasserschichten mit einem Sinkwobbler exakt abgefischt werden. In den warmen Jahreszeiten, wenn sich die Räuber über verschiedene Wasserschichten verteilen, ist es eine gute Angel-Taktik. Noch besser ist es, die Grundtiefe ausgiebig mit einem Blei (z.B. einem Jigkopf ohne Haken) zu erkunden, um die Hänger-Gefahr weiter zu minimieren.

Vorteile der sinkenden Wobbler

Yokozuna Flamingo 70. Sinking

Yokozuna Flamingo 70. Sinking

Ein entscheidender Vorteil von sinkenden Wobblern ist ihr Gewicht. Sie sind in der Regel wesentlich schwerer als andere Modelle, weil sie eine größere Dichte als Wasser aufweisen müssen, um sinken zu können. Das Gewicht ermöglicht bei ihnen zugleich sehr gute Wurfweiten. Selbst kleine Modelle, wie in der Abbildung oben, fliegen mindestens ein Drittel weiter als ihre schwimmende Konterparts. Weiterhin fangen sinkende Wobbler nach dem Auswurf sofort richtig zu laufen an, während die Floating-Modelle immer einen Anlauf brauchen, um ihr Spiel entfalten zu können.

Mit und ohne Tauchschaufel

Damit ein Sinkwobbler schwer genug ist, wird seine Tauchschaufel häufig aus Metall gebaut. Solche Wobbler können unter Wasser entsprechend mehr Belastung ausgesetzt werden als andere Modelle, die ganz aus Plastik hergestellt werden. Weiterhin gibt es bei den Sinkwobblern auch Ausführungen ohne Tauchschaufel. Sie werden Glider genannt und entfalten ihr Spiel durch die sogenannte Jerktechnik. Sowohl bei den Sinkwobbler mit Schaufel als auch bei den Glidern kann man bei der Führung immer noch manuell eingreifen, um den Lauf des Wobblers für den Räuber noch unwiderstehlicher zu machen.

Wann werden Sinkwobbler eingesetzt?

Schiffsanlegestelle

Schiffsanlegestelle

Wenn von Brücken, Stegen oder von den Schiffsanlegestellen gefischt wird, sind sinkende Wobbler oft besonders effektiv beim Hecht- und Barschangeln. Da man sich hierbei in der Regel hoch über der Wasseroberfläche positioniert, hätte ein Schwimmwobbler kaum Chancen in die Tiefe zu kommen. Bei sinkenden Modellen hingegen wirft man den Köder einfach aus und wartet bist er den Boden erreicht. Wie schnell der Wobbler anschließend eingeholt wird, entscheidet jetzt darüber wie schnell er wieder an die Oberfläche heran kommt. Beim Einholen kann mann immer wieder kleine Stopps anlegen, sodass der Köder wieder in die Tiefe gleiten kann. Solche wellenartige Bewegungen unter Wasser reizen die Räuber manchmal ungemein stark, sodass sie einfach zupacken müssen.

Generell werden sinkende Wobbler in schnell und langsam sinkende klassifiziert. Während die langsam sinkenden Modelle auch im Flachen erfolgreich eingesetzt werden können, eigenen sich die schnell sinkenden am besten für große Tiefen.

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