Spinnrollen: Kauftipps, Test & Vergleich 2018

Es gibt unzählige Spinnrollen-Modelle auf dem Markt. Doch welches davon ist das Richtige für die eigenen Zwecke? Hier erklären wir auf welche Faktoren Sie beim Kauf einer Spinnrolle genau achten müssen.

Wie wichtig ist die Leichtgängigkeit einer Spinnrolle?

Spinnrolle

Spinnrolle

Das Spinnfischen geht mit besonderen Anforderungen an die Rollen einher, weil die Herausforderungen bei dieser Angeltechnik ganz andere sind als beispielsweise beim Ansitzangeln. Zuallererst soll eine Spinnrolle leichtgängig sein, weil der Köder beim Spinnfischen permanent ausgeworfen und eingeholt werden muss. So ist die Leichtgängigkeit ein wichtiges Qualitätsmerkmal einer Spinnrolle, die das komfortable Angeln überhaupt möglich macht. Je leichtgängiger die Rolle, desto bequemer lässt es sich kurbeln.

Die Qualität der Rolle hängt allerdings nur indirekt mit der Anzahl der Kugellager zusammen. Dies ist wichtig zu wissen, da einige Hersteller mit der alleinigen Anzahl werben. Die Wertigkeit der Kugellager hat einen größeren positiven Einfluss auf die Leichtgängigkeit als die reine Anzahl. Wenn Sie die Kurbel betätigen, sollte diese gleichmäßig und möglichst ohne Widerstand oder Kratzen laufen. Zudem sollten Sie darauf achten, dass die Kurbel bei eingeschalteter Rücklaufsperre kein Spiel nach hinten aufweist.

Faktor saubere Schnurverlegung

Neben der Leichtgängigkeit ist die einwandfreie Schnurverlegung essentiell wichtig bei einer Spinnrolle. Dies gilt insbesondere beim Angeln mit geflochtenen Schnüren. Wenn die Schnur beim einholen nicht ordentlich verlegt wird, ist eine „Perücke“ in dem unpassendsten Moment vorprogrammiert. Um die Schnur anschließend zu entknoten, braucht man Zeit und viel Geduld – beides hätte man viel lieber ins Angeln investiert.

Weiterhin sind gute Wurfeigenschaften sehr wichtig bei einer Spinnrolle. Unter geringem körperlichem Aufwand sollten Sie besonders weit werfen können. Ausschlaggebend hierfür ist unter anderem die Beschaffenheit der Abwurfkanten. Abgerundete oder konische Kanten an der Spule sorgen dafür, dass die Angelschnur beim Werfen fast widerstandslos darüber gleitet.

Bremssysteme: Front- oder Heckbremsen?

Heckbremse

Heckbremse

Ein wichtiges Entscheidungskriterium für eine Spinnrolle stellen die Art und die Qualität des verwendeten Bremssystems dar. Grundsätzlich sind Front- und Heckbremsen zu unterscheiden und zwar in Bezug auf ihre Bedienbarkeit und Langlebigkeit. Welches Bremssystem Sie bevorzugen, bleibt eine subjektive Entscheidung, doch sollten Sie die grundlegenden Eigenschaften berücksichtigen. Frontbremsen sind bei Spinnrollen weit verbreitet. Solche Modelle sind kräftiger und haben eine längere Lebensdauer als Rollen mit einer Heckbremse. Die größeren Bremsscheiben der Frontbremse führen nicht nur zu einer stärkeren Bremskraft, sondern auch zu einer feineren Justierbarkeit. Solche Rollen arbeiten besonders ruckfrei und lassen sich sehr fein abstimmen.

Die Heckbremse lässt sich hingegen einfacher bedienen. Mit ihr können Sie besonders schnell und effizient zwischen Bremseinstellungen wechseln. Dank der einfachen Bedienung lässt sich die Bremseinstellung einer Heckbremse unkompliziert verändern, ohne dass ein Griff in die Spule erforderlich wäre. Die Bremsscheiben einer Heckbrems-Rolle sind jedoch deutlich kleiner als bei Frontbremsen, weshalb sie eine weniger gute Bremskraft aufweisen. Zudem handelt es sich bei Heckbremsen um eine etwas anfälligere Mechanik. Die Heckbremse hat außerdem den Nachteil, sich aufgrund der kleinen Bremsscheiben nicht so präzise abstimmen zu lassen wie die Frontbremse.

Sechs Spinnrollen im Vergleich

Eine hochwertige Spinnrolle muss nicht automatisch sehr viel Geld kosten. Es ist oft gar nicht notwendig, einige hundert Euro für Angelzubehör auszugeben, wenn man nur ausführlich genug verschiedene Modelle miteinander vergleicht. Darüber hinaus ist es in jedem Fall sinnvoll, sich vorab in einem Fachgeschäft beraten zu lassen. Wir haben Spinnrollen ausgesucht, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten sowie positive Experten- und Kundenbewertungen aufweisen. Alle Rollen kosten zwischen 50 und 150 Euro und repräsentieren somit das mittlere Preissegment, das nicht nur für Hobby-Angler optimal geeignet ist. Die wichtigsten Eigenschaften der einzelnen Rollen sind in folgender Tabelle konsolidiert, sodass Sie sich schnell das passende Gerät aussuchen können.

Daiwa Exceler LTPreis-Leistung Tipp DAM Quick Camaro 630 FD Penn Spinfisher 950 Ssm Spro RedArc Tuff Body Quantum Smoke Spinning SL25SPTiA Daiwa Lexa 2500
Gewicht 250 g 289 g 975 g 275 g 219 g 280 g
Übersetzung 5.3:1 5.1:1 4.2:1 5.2:1 5.2:1 6.0:1
Schnureinzug 75 cm 75 cm 95 cm 77 cm 72 cm 89 cm
Kugel-/Walzlager 4+1 6 5+1 5+1 11 4
Bremssystem Frontbremse Frontbremse Frontbremse Frontbremse Frontbremse Frontbremse
Schnurfassung 0,28 – 150 mm/m 0.25 – 220 mm/m 0.48 – 411 mm/m 0.28 – 100 mm/m 0.20 – 140 mm/m 0.25 – 190 mm/m
Optimal geeignet für Zander, Barsch, Hecht, Forelle Zander, Hecht, Forelle, Friedfische Wels, Meeresfische Zander, Forelle, Barsch, Friedfische Zander, Hecht, Forelle, Friedfische Zander, Hecht, Forelle, Friedfische
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Qualität je nach Preissegment

Spinnrolle

Spinnrolle

Spinnrollen zeigen teils erhebliche Preisunterschiede, wobei Preis und Qualität direkt miteinander zusammenhängen. Zwar finden sich bereits im niedrigen Preissegment unter 40 Euro Modelle, die einen guten Einstieg in das Spinnfischen ermöglichen. Doch zeigen sich Unterschiede zu höher bepreisten Rollen schnell im Hinblick auf die Langlebigkeit, die Materialien und die Leichtgängigkeit. Auch hinsichtlich der Schnurverlegung und dem Gewicht der Rollen gibt es deutliche Unterschiede zwischen und in den Preissegmenten.

Auffällig ist bei Spinnrollen, dass zum Beispiel neue Technik in Modellen der höheren Preiskategorie schnell auch zu geringeren Preisen zu bekommen ist. Manchmal dauert es nur ein Jahr, bis die neuen Features der High-End-Modelle bereits in einem geringeren Preissegment zu finden sind. Dies gilt allerdings nicht für alle Eigenschaften und Materialien, da bestimmte hochwertige Bauteile hohe Material- oder Herstellungskosten verursachen (beispielsweise Rollen aus Vollmetall).

Tendenziell lassen sich im mittleren Preissegment zwischen 50 und 130 Euro bereits hochwertige Produkte mit guter Schnurverlegung, leichtgängiger Mechanik und einem hohem Maß an Stabilität finden. Wichtiges Attribut einer hochwertigen Spinnrolle ist eine gewisse Verwindungsfreiheit. Da Kraft und Drehmoment auf die Rolle wirken, sind Materialien zu bevorzugen, die gegenüber einer elastischen Verformung widerstandsfähig sind. So zeigen Rollen aus Vollmetall eine sehr hohe Verwindungsfestigkeit, genauso wie Modelle aus High-Tech-Materialien wie Kohlefaser oder Magnesiumoxid.

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