Sechs Spinnruten im Test (zwischen 40 und 130 €)

Insbesondere beim Spinnfischen ist es wichtig, die optimale Angelrute auszuwählen. Bevor Sie etliche Zeit unglücklich mit einer ungeeigneten Rute verbringen, sollten Sie ein paar Stunden in deren Auswahl investieren. Diese Zeit wird sich garantiert auszahlen!

Worauf es beim Kauf einer Spinnrute wirklich ankommt!

Spinnrute

Spinnrute

Eine Spinnrute wird durch das wiederholte Auswerfen und Einholen des Köders stark dynamisch beansprucht. Vor dem Kauf sollten Sie sich auf jeden Fall bewusst machen, für welche Köder-Art und für welche Fische die Angel gebraucht wird. Denn sowohl der Köder* als auch der Zielfisch geben die notwendige Belastbarkeit, Länge und das Wurfgewicht der Spinnrute vor. Beispielsweise ist beim Uferangeln auf Zander oder Hecht eine Rute mit einer Länge von 2,70 m zu empfehlen. Beim Spinnfischen vom Boot hingegen sind kurze und leichte Ruten von 2 bis 2,20 Meter Länge sehr praktisch, weil sie bequemes Werfen erlauben und flexible Einsatzmöglichkeiten bieten.

Auch die Länge des Griffs spielt eine Rolle: Je kapitaler der Raubfisch, desto wichtiger ist ein langer Griff. Ein großes Endstück ermöglicht zielgenaue Würfe und einen sicheren Halt im Drill. Besonderes Augenmerk sollte auch auf eine hochwertige Beringung gelegt werden. Sie werden mit teuren, geflochtenen Schnüren viel länger Freude haben, wenn Ihre Rute harte und glatte SIC Ringe besitzt. Diese schonen die Oberfläche der Schnur und ermöglichen weite Würfe.

Wurfgewicht der optimalen Spinnrute

Eine der wichtigsten technischen Angaben einer Spinnrute ist das Wurfgewicht. Das Wurfgewicht definiert das Material, Struktur und Dicke einer Angelrute und beeinflusst deren Eigenschaften. Je höher das Wurfgewicht ist, desto mehr hält die Rute beim Werfen und Einholen aus. Diese Größe gibt also die Belastungsgrenze der Rute an. Sie sollte möglichst genau dem Köder und dem Fisch angepasst werden. Leichte Spinnruten mit einem Wurfgewicht bis 30 Gramm eignen sich beispielsweise fürs Forellenangeln mit Blinkern* optimal. Welse beangelt man hingegen mit Angelruten mit Wurfgewichten weit über 100 Gramm.

Die passende Rutenaktion

Jede Spinnrute hat eine bestimmte Aktion. Dabei ist der vordere weiche und biegsamere Teil der Rute gemeint. Man unterscheidet drei Typen: Ruten mit Spitzen-, semiparabolischer und parabolischer Aktion. Während eine Rute mit parabolischer (langsamer) Aktion sich eher zum leichten Spinnfischen auf kurzer bis mittlerer Distanz mit kleineren Kunstködern eignet, bieten Ruten mit semiparabolischer (mittlerer) Aktion das Potential für Allround-Angelei. Die letzte im Bunde – die Rute mit Spitzenaktion ist vor allem für das Jiggen mit großen Gummiködern geeignet. Weiterhin sollte eine Spinnrute eher zu hart und zu steif als zu weich und zu flexibel sein. Dadurch wird das Spinnen direkter, dynamischer und ganz wichtig – effektiver!

Die passende Rutenaktion

Die passende Rutenaktion

Sechs Spinnruten im Test

Folgende Ruten sind den strikten Spinnfischen-Anforderungen gerecht und bieten darüber hinaus ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis an. Alle Ruten kosten zwischen 50 und 130 Euro und repräsentieren somit das mittlere Preissegment, das nicht nur für Hobby-Angler optimal geeignet ist. Die wichtigsten Eigenschaften der einzelnen Ruten finden Sie in folgender Tabelle, sodass Sie sich schnell das passende Gerät aussuchen können.

Spinnrute Greys Prowla Platinum Fox Rage Ultron Lure N Jenzi Tycoon SpinPreis-Leistung Tipp Spin Yad Cleveland DAM Neo Spinning Quantum Magic
Zielfisch Hecht, Zander, Forelle Zander, Forelle, Rapfen Hecht, Zander, Forelle Hecht, Wels Hecht, Zander, Forelle, Barsch Zander, Forelle, Rapfen
Länge 2.44 m 2.4 m 2.70 m 2.70 m 2.70 m 2.70 m
Gewicht 176 g 175 g 200 g 270 g 224 g 190 g
Teile 2-teilig 2-teilig 2-teilig 2-teilig 2-teilig 2-teilig
Transportlänge 1.27 m 1.23 m 1.40 m 1,37 m 141 cm 141 cm
Aktion schnell schnell schnell schnell mittel mittel
Wurfgewicht 10 – 50 g 14 – 42 g 25 – 70 g 50 – 150 g 15-45 g 20-40 g
Griff lang (Kork) lang (Kunststoff) mittel (Kunststoff) lang (Kork) lang (Kork) lang (Kork)
Kundenwertung

Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen, Foren und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Raitings-System aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Die Qual der Wahl: Teleskop- oder Steckrute?

Teleskoprute

Teleskoprute

Teleskopruten lassen sich nicht nur in wenigen Sekunden aufbauen sondern auch einfach und praktisch transportieren. Das geschieht durch ihre kompakte Bauweise mittels zusammenschiebbaren Segmente. Aus demselben Grund weisen sie eine schlechtere Aktion und sind weniger belastbar als z.B. Steckruten. Des Weiteren ist die Anzahl der Leitringe bei einer Teleskop-Rute durch die Anzahl ihrer Segmente begrenzt, wohingegen die Hersteller bei einer Steckrute mehr Freiheiten in der Optimierung der Bauform besitzen.

Eine Steckrute ist fast immer stabiler und belastbarer als eine Teleskoprute. Insbesondere dann, wenn sie aus nur zwei Teilen besteht. Denn eine Teilung bzw. Verbindungsstelle ist immer eine Schwachstelle, welche als erstes verschleißt. Weiterhin bieten Steckruten meist eine wesentlich bessere und durchgehendere Aktion als Teleskopruten. Ob man sich beim Kauf einer Spinnrute für eine Teleskop- oder Steckrute entscheidet, ist letztendlich Geschmackssache. Dennoch bieten Steckruten durch die bessere Aktion und höhere Robustheit gerade beim Spinnfischen mehr Voraussetzungen für den Fangerfolg und längere Lebenszeit.

Welche Angelmontagen werden beim Spinnfischen eingesetzt?

Angelsport-Einsteiger lieben das Spinnfischen, weil es schnell zu erlernen ist und weil man dabei am Wasser nicht zu viele verschiedene Angel-Utensilien mit sich schleppen muss. In folgender Abbildung sehen Sie, wie eine typische Spinnfischen-Montage mit Blinker aufgebaut ist.

Spinnfischen-Montage mit Blinker auf Forelle

Spinnfischen-Montage mit Blinker auf Forelle

Wenn sie mit einer einfachen Blinker-Montage bereits Erfolge verzeichnet haben, können Sie auch die kleinen Wobbler ausprobieren. Diese Technik ist besonders im Hochsommer effektiv, wenn allerlei Fischbrut im Wasser umher schwimmt und alle Räuber sich davon ernähren. Bei dieser Angelmethode sollten Sie dennoch besonders auf die kleinen Details achten, die letztendlich über den Erfolg entscheiden. Im folgenden Artikel erfahren Sie mehr zum Thema Angeln mit Mini-Wobblern.

In weiteren Artikeln bieten wir Vergleiche zu folgenden Produkten: Hechtruten, Zanderruten, Forellenruten, Angelrucksäcke, Angelsets für Einsteiger.

 

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