Stationärrollen: Kauftipps, Test & Vergleich 2017

Die Stationärrolle kommt beim Angeln am häufigsten zum Einsatz. So sind mittlerweile viele verschiedene Modelle im Handel erhältlich, weswegen es für Angler wichtig ist, genau zu wissen, welche Kriterien beim Kauf einer Stationärrolle von großer Bedeutung sind.

Worauf sollte man beim Kauf einer Stationärrolle achten?

Stationärrolle

Stationärrolle

Gewisse Bestandteile einer Stationärrolle verschleißen mit der Zeit, weswegen es wichtig ist, später noch Ersatzteile für die Rolle kaufen zu können. Daher sind erfolgreiche Rollenmodelle, die sich seit Jahren auf dem Markt behaupten, besonders lukrativ. Weiterhin sollte der Federdruck des Fangbügels hoch genug sein, sodass er zuverlässig schließt und nicht halb offen verbleibt – dies ist vor allem bei minderwertigen Produkten oft der Fall.

Werfen Sie darüber hinaus auch einen Blick auf den Rotor der Stationärrolle: Es ist wichtig, dass er so wenig Spiel wie möglich hat und sich sehr geschmeidig und gleichmäßig bewegt. Vertrauen Sie hier ruhig auf Ihr Gefühl beim Testen, indem Sie versuchen, den Rotor zum Wackeln zu bringen. So lässt sich recht schnell feststellen, ob es Unwuchten im Getriebe oder andere Mängel an einem bestimmten Produkt gibt.

Eigenschaften des Bremssystems

Weil das Bremssystem bei einer Stationärrolle* eine besonders wichtige Rolle spielt, gilt es, vor allem auf drei Kriterien beim Kauf zu achten: Die Bremse sollte sich möglichst fein dosieren lassen, eine hohe Bremskraft bieten und gleichzeitig eine minimale Anfangshemmung aufweisen. Prüfen lässt sich dies relativ einfach: Spülen Sie probeweise rund 20 Meter Schnur auf und testen Sie die Bremswirkung zusammen mit einer Rute. Auch die Spulenachse ist bei einer Stationärrolle von großer Bedeutung. Sie sollte sowohl robust als auch doppelt oder dreifach gelagert sein. Testen lässt sich die Stabilität am einfachsten, wenn Sie eine billige Stationärrolle danebenstellen und beide Modelle miteinander vergleichen – meist zeigt sich dann schnell der Unterschied.

Sechs Stationärrollen im Vergleich

Eine hochwertige Stationärrolle muss nicht automatisch sehr viel Geld kosten. Es ist oft gar nicht notwendig, einige hundert Euro für Angelzubehör auszugeben, wenn man nur ausführlich genug verschiedene Modelle miteinander vergleicht. Darüber hinaus ist es in jedem Fall sinnvoll, sich vorab in einem Fachgeschäft beraten zu lassen. Wir haben Stationärrollen ausgesucht, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten sowie positive Experten- und Kundenbewertungen aufweisen. Alle Rollen kosten zwischen 50 und 150 Euro und repräsentieren somit das mittlere Preissegment, das nicht nur für Hobby-Angler optimal geeignet ist. Die wichtigsten Eigenschaften der einzelnen Rollen sind in folgender Tabelle konsolidiert, sodass Sie sich schnell das passende Gerät aussuchen können.

Stationärrollen Shimano Exage 2500 FDPreis-Leistung Tipp DAM Quick Camaro 630 FD Penn Spinfisher 950 Ssm Spro RedArc Tuff Body Quantum Smoke Spinning SL25SPTiA Daiwa Lexa 2500
Gewicht 250 g 289 g 975 g 275 g 219 g 280 g
Übersetzung 5.0:1 5.1:1 4.2:1 5.2:1 5.2:1 6.0:1
Schnureinzug 73 cm 75 cm 95 cm 77 cm 72 cm 89 cm
Kugel-/Walzlager 4+1 6 5+1 5+1 11 4
Bremssystem Frontbremse Frontbremse Frontbremse Frontbremse Frontbremse Frontbremse
Schnurfassung 0,20 – 240 mm/m 0.25 – 220 mm/m 0.48 – 411 mm/m 0.28 – 100 mm/m 0.20 – 140 mm/m 0.25 – 190 mm/m
Optimal geeignet für Zander, Barsch, Friedfische Zander, Hecht, Forelle, Friedfische Wels, Meeresfische Zander, Forelle, Barsch, Friedfische Zander, Hecht, Forelle, Friedfische Zander, Hecht, Forelle, Friedfische
Kundenwertung

Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen, Foren und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Raitings-System aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Was zeichnet eine gute Stationärrolle aus?

Die Stationärrolle wird unter anderem auch als Querwinderolle bezeichnet. Ihr wichtigster Bestandteil ist eine Spule, die mit Hilfe des Rollenfußes parallel zum Rutenschaft befestigt wird. Kurbelt man die Rolle, sorgt das Rollengetriebe dafür, dass sich die Schnur über den Rollenbügel gleichmäßig auf die Spule wickelt.

Weiterhin erfüllt die Bremse eine sehr wichtige Funktion bei Stationärrollen, denn sie ermöglicht, dass der Angler einen Fisch fangen kann, welcher die Kraft der Angel übersteigt. Ermöglicht wird es durch die Option flexibler Bremseinstellung, die das Abziehen der Schnur beim Biss unter Spannung erlaubt. Auch der sogenannte Schnurfangbügel spielt eine große Rolle bei Stationärrollen: Man öffnet ihn, um die Montage auszuwerfen, sodass die Schnur abziehen kann. Ist die Montage dann gelandet, klappt man den Schnurfangbügel wieder nach unten.

Woran erkennt ein Angler ob eine Stationärrolle hochwertig verarbeitet ist oder nicht?

Bereits das Material, aus dem die einzelnen Rollen-Teile gefertigt sind, sagt viel aus. Ein Beispiel ist das Schnurlaufröllchen: Weil darauf starke Kräfte einwirken und dieses hohen Belastungen ausgesetzt wird, sollte es aus stabilem Edelstahl oder aus Aluminiumoxid bestehen. Weiterhin darf eine Stationärrolle beim Kurbeln nicht wackeln, sie sollte gut in der Hand liegen und robust sein. Wer damit spinnfischen möchte, wird sehr häufig einkurbeln und auswerfen, was die Stationärrolle in jedem Fall mehr belastet als es beim Ansitzangeln der Fall wäre. Deshalb ist es zumindest für Raubfischangler ratsam, sich gleich zu Beginn für ein qualitatives Produkt zu entscheiden – auch, wenn dieses etwas mehr kostet.

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