Rapfenköder

Obwohl der Rapfen ein Räuber ist, hat er kein typisch großes Raubfischmaul. Im Gegenteil zu den Hechten oder Zandern besitzt er nur das Wesen eines Räubers. Seine anatomischen Merkmale hingegen gleichen denen eines typischen Friedfisches. Der Karpfen ist sein unmittelbarer Verwandter.

Zum größten Teil ernährt sich der Rapfen durch Beutezüge auf Kleinfischschwärme. Ein typischer Rapfenköder muss also sehr kompakt sein, sodass er mit dem zahnlosen Rapfenmaul ganz aufgenommen werden kann: Entweder ist es ein kleiner rundlicher Wobbler, der sogenannte Crank, oder auch ein schlanker Blinker und Gummifisch.

Rapfen sind sehr anspruchsvoll. Deshalb reicht es nicht, bloß den optimalen Köder einzusetzen, er muss auch noch richtig geführt werden. Während in warmen Jahreszeiten besonders agile und schnelle Köderführung angesagt ist, lässt sich der Rapfen im Winter leider sehr schwer beangeln. Wenn überhaupt, dann geht er jetzt nur noch als Beifang beim Zanderangeln auf kleine Gummifische an den Haken.