Wallerrollen: Kauftipps, Test & Vergleich

Worauf Sie beim Kauf einer Wallerrolle genau achten müssen, wird in diesem Artikel ausführlich erklärt. Darüber hinaus stellen wir sechs Rollen-Modelle vor, damit Ihnen die Qual der Wahl ein wenig erleichtert wird.

Material und Zusammensetzung entscheiden

Wallerrolle

Wallerrolle

Da Welse über 3 Meter lang werden können, bringen sie dementsprechend ein sehr hohes Gewicht auf die Waage. Um solch einen Giganten in sicher landen zu können, empfiehlt es sich auf robuste und sehr zuverlässig arbeitende Ausrüstung zu setzen. So müssen nicht nur bei der Wallerrute sondern auch bei einer Wallerrolle alle technischen Komponente von hoher Qualität sein, um bei einem Kampf auf Biegen und Brechen nicht kaputt zu gehen und die Leine sicher zu verlegen.

Nur eine Rolle, die aus erstklassig Materialien zusammengesetzt worden ist, kommt für Wallerangeln in Frage. Grundsätzlich kann man Welsrollen in zwei wichtigsten Kategorien einteilen. Die eine wäre die Welsrolle für das Ansitzangeln, die andere für das Spinnfischen. Da diese beiden Angelmethoden sich grundlegend voneinander unterscheiden, müssen sowohl die Rollen als auch die Ruten daraufhin ausgelegt sein und sich gegenseitig ergänzen.

Welsrolle zum Spinnfischen

Viel Welsangler ziehen bereits im März an unsere großen Flüsse, um den Kolossen mit einem Blinker oder Gummifisch nachzustellen. Besonders im Frühsommer, wenn das Wasser sich an den seichten Stellen im Strömungsschatten der großen Buhnenfelder um ein paar Grad erwärmt, steigen die Chancen das eine oder andere aufwachende Monster zum Anbiss zu verleiten, die mit ihren dunklen Rücken die ersten schwachen Sonnenstrahlen aufzunehmen versuchen.

Um diese Jahreszeit beissen nicht selten richtig große Brocken, daher kommt es bei der Welsrolle für das Spinnfischen vor allem auf das Getriebe, die Bremse und die Schnurverlegung an! Im Drill lastet der ganze Druck unmittelbar auf dem Schnurlaufröllchen, da dieser die Schnur auf die Spule verlegen muss. Daher achten Sie bitte beim Kauf einer Wallerrolle insbesondere auf diesen kleinen Bestandteil, er muss auf jeden Fall sehr stabil sein und aus hochwertigem Material bestehen!

Welsrolle zum Anstitzangeln

Beim Ansitzangeln auf Wels wird sehr oft auf lange Distanz gefischt. Daher ist hier vor allem die Schnurkapazität ein sehr wichtiges Kaufkriterium. Beim Ansitzangeln auf Wels ist es obligatorisch, eine Menge Schnurreserven auf der Welsrolle zu haben. Sonst muss man am Ende verzweifelt zusehen, wie die Schnur von der Spule weggerissen wird und der Fisch samt Leine für immer verschwindet. Der zweite wichtige Aspekt ist die Bremse. Insbesondere wenn ein kapitaler Fisch am Haken hängt, muss man ihn von jeglichen Hindernissen weghalten. So darf die Rolle nicht die kleinste Macke aufweisen und eine wirklich stabile Spulenachse besitzen.

Sechs Wallerrollen im Vergleich

Folgend haben wir Welsrollen ausgesucht, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten sowie der kritischen Prüfung der Anglercommunity standhalten. Alle Rollen kosten zwischen 50 und 150 Euro und repräsentieren somit das mittlere Preissegment, das nicht nur für Hobby-Angler optimal geeignet ist. Die wichtigsten Eigenschaften der einzelnen Rollen sind in folgender Tabelle konsolidiert, sodass Sie sich schnell das passende Gerät aussuchen können.

Wallerrollen Black Cat SpinPreis-Leistung Tipp Fin-Nor Offshore 9500 Penn Spinfisher 950 Ssm Okuma – Longbow 90 Uni Cat Vencata 14000 Black Cat Extreme FD 495
Gewicht 787 g 1101 g 975 g 1200 g 890 g 1084 g
Übersetzung 4.9:1 4.4:1 4.2:1 4.5:1 4.3:1 4.4:1
Schnureinzug 104 cm 108 cm 95 cm 106 cm 102 cm 108 cm
Kugel-/Walzlager 7 4 5+1 6 7 4
Bremssystem Frontbremse Frontbremse Frontbremse Frontbremse Frontbremse Frontbremse
Schnurfassung 0.43 – 340 mm/m 0.45 – 540 mm/m 0.48 – 411 mm/m 0.45 – 450 mm/m 0.45 – 500 mm/m 0.45 – 540 mm/m
Kundenwertung

Welsangeln mit Multirollen

Neben den Stationärrollen können beim Welsangeln auch Multirollen eingesetzt werden. Dabei haben die Multis sowohl Vor- als auch Nachteile. Ein wesentlicher Vorteil ist z.B. die Position der Achse bei einer Multirolle, hier wird die Schnur nicht wie bei Stationärrollen umgelenkt sondern direkt auf die Spule gewickelt. Damit wird die gesamte Ausrüstung um eine wesentliche Schwachstelle erleichtert. Auch die Tatsache, dass eine Multi deutlich mehr Schnurfassung als Stationärrolle aufweist, dürfte zumindest Ansitzangler stark erfreuen.

Nachteilig beim Wallerangeln mit Multirolle ist wiederum das komplizierte und lernbedürftige Auswerfen. Wenn man die Wurftechnik bei Multis nicht beherrscht, überschlägt sich die Spule beim Auswerfen und bildet verhasste „Perücken“. Weiterhin verlangt eine Multirolle nach öfteren und aufwendigeren Wartung, da sie komplexere feinmechanische Mechanismen aufweist als eine Stationärrolle. Nicht zuletzt muss man bei zu einer Multirolle auch eine passende Rute kaufen, die den sogenannten Triggergriff sowie sehr eng am Rutenblank sitzende Ringe aufweisen muss.

Wenn Sie neben der Wallerolle auch eine passende Rute suchen, hier bieten wir einen Ratgeber zum Kauf von Wallerruten.

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