Windrichtung beim Angeln

Windrichtung scheint viele Angler stark zu beschäftigen. Gerade Ostwinde werden in diversen Angelforen sehr kontrovers diskutiert.

Windrichtung und Fischverhalten

Es gibt viele Theorien darüber, welche Windrichtung fürs Angeln am besten ist. Wenn die Meinungen hierbei oft auseinander gehen, gibt es trotzdem eine pragmatische Argumentationsgrundlage für dieses Thema: die Windrichtung ist vor allem dann für das Fischverhalten ein ernst zu nehmender Einflussfaktor, wenn sie mit der Luftdruckveränderung einhergeht.

Wind beim Angeln

Wind beim Angeln

Viele Angler vertreten die Meinung, dass Fische die Veränderung im Luftdruck mit ihrer Schwimmblase spüren können. Dieses Organ spielt außerordentlich große Rolle im Lebenserhaltungssystem eines Fisches, deshalb reagieren Fische sehr sensibel auf alle äußerlichen Faktoren, die Einfluss darauf nehmen können. Im folgenden Artikel wird das Thema Luftdruck und das Fischverhalten weiter ausgearbeitet.

Ostwind beim Angeln

Hat man am Wasser keinen Erfolg, neigt man häufig dazu, den Ostwind für das eigene Fiasko verantwortlich zu machen. Doch der Ostwind allein ist selten für Beißhemmung der Fische verantwortlich. Es ist mehr die Kombination aus mehreren Faktoren wie z.B. Jahreszeit, Wassertemperatur und Druckluft, die den Einfluss des Ostwindes auf Physiologie der Fische und somit ihr Verhalten verstärken können.

Im Sommer bewirkt der Ostwind nicht selten einen raschen Wechsel vom Hochdruckgebiet zum Tiefdruckgebiet. Dies schlägt den Fischen meist auf den Magen, sodass sie auf die Nahrungsaufnahme lieber eine Weile verzichten, bis die Wetterlage sich wieder stabilisiert hat. Die Ostwinde im Frühjahr hingegen können zu der Bildung stabiler Hochdruckwetterlage aktiv beitragen, die sich dann wiederum positiv auf das Beißverhalten der Fische auswirkt.

Nordwest- und Nordwinde

Ein anderes Beispiel: Anfang Herbst gibt es gewöhnlich viele West- und Südwestwinde, die zunehmend durch die Nordwest- und Nordwinde abgelöst werden. Diese bringen dann meist kühle Temperaturen mit sich, die eigentlich die Beißlust der Fische für gewöhnlich hemmen. Da aber die Abkühlung des Wassers mit einem starken Sauerstoffeintrag einhergeht, ist es nach dem Sommer ein wahrer Wohlfüllsegen für die Fische.

Wind im Sommer

Wind im Sommer

Im Frühjahr hingegen würden die kühlen Nordwest- und Nordwinde das ohnehin relativ kalte Wasser noch mehr abkühlen und somit die langsam wach werdenden Fische wieder zurück in die Winterstarre befördern. Als Resultat bekommen die Fische eine Beißhemmung.

Fazit

Die Windrichtung ist also nicht allein als solche sondern in Kombination mit der Jahreszeit, der Wassertemperatur und der Dynamik der Luftdruckänderung ein starker Einflussfaktor auf das Fischverhalten. Mehr zum Thema Fischverhalten und Witterungsbedingungen erfahren Sie in unseren Angelbücher-Tipps.

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