Angeln auf Wolfsbarsch

Wolfsbarsch ist ein sehr schmackhafter Speisefisch, der auch effektiv beangelt werden kann. Wie es funktioniert, erklären wir in diesem Ratgeber.

Vorkommen der Wolfsbarsche

Der Wolfsbarsch gehört zu der Gattung der Meeresbarsche. In unseren Beritengraden wird er bis zu 90 cm lang und bis zu 10 Kilogramm schwer. Diese Raubfisch-Art trifft man im Mittelmeer, wo sie prächtig gedeiht, aber auch im Schwarzen Meer, im östlichen Atlantik sowie in den Küstenregionen der Nordsee. In Deutschland findet man den Wolfsbarsch zwischen den friesischen Inseln und vor Helgoland. Vor allem in warmen Sommern kommt er dort in verhältnismäßig großen Mengen vor.

Der Rücken der Wolfsbarsche ist von einem dunklen Silber, der Bauch dagegen glänzt hellsilber. Diese Art kann ihre mit Stacheln bewehrte Rückenflosse zu einem Kamm aufstellen. Das deutlichste Erkennungsmerkmal eines Wolfsbarsches ist allerdings das markante schwarze Mal auf den Kiemendeckeln. Vorsicht ist beim Einholen des Fangs geboten: Der Wolfsbarsch verfügt über einen Dorn am hinteren Rand des Kiemendeckels.

Die bestes Stellen und die Tageszeit fürs Angeln

Der Wolfsbarsch hält sich bevorzugt in trübem und bewegtem Wasser auf. Die beste Tageszeit um einen Wolfsbarsch zu fangen ist während der Abend-Dämmerung und bei Flut. Soll bei Tage geangelt werden, eignen sich trübe und verregnete Tage sehr gut. Noch besser ist die Zeit direkt nach einem leichten Sturm, wenn die See noch aufgewühlt ist. Dann kommen die Wolfsbarsche in Strandnähe, um Nahrung zu ergattern, die durch die Brandung frei gespült wird.

Spinnfischen auf Wolfsbarsch

Angeln auf Wolfsbarsch

Angeln auf Wolfsbarsch

Vom Ufer aus hat man beim Angeln auf Wolfsbarsche die besten Erfolge mit dem Spinnfischen. Ideale Hotspots sind Steinschüttungen von Molen, küstennahe Felsen und Brackwassereinläufe. Die besten Spinnköder für den Wolfsbarsch sind 12 bis 18 cm lange Wobbler, die mindestens 20 Gramm wiegen sollten. Ideal ist ein sinkender Wobbler, der auch bei sich ändernden Strömungsverhältnissen gut im Wasser steht. Weiterhin sind auch 10 bis 13 cm lange, schlanke Löffelblinker ebenfalls gute Köder.

Wichtig für den optimalen Fangplatz beim Wolfsbarsch-Angeln sind die Höhe und die Richtung der Wellensowie auch die Tiefe des Wassers und die Strömungsverhältnisse. Während die Wellen das Futter freispülen, erfasst und zieht es die Rückströmung ins freie Wasser, wo die Raubfische nur darauf warten, dass ihnen ein Leckerbissen direkt vor das Maul schwimmt. Bei einer Wassertiefe von ein bis drei Meter Tiefe halten sich die Wolfsbarsche in der Nähe von Steinen auf, die ihnen Schutz vor der Strömung bieten. Holen Sie den Köder nach dem Auswerfen nicht zu schnell aber auch nicht zu langsam ein, dabei können Sie ruhig eine Pause einlegen und den Köder bei der Führung für Paar Sekunden stehen lassen.

Brandungsangeln auf Wolfsbarsche

Brandungsangeln

Brandungsangeln

Wolfsbarsche sind gefräßige Raubfische. Je größer die Mahlzeit, die einem Wolfsbarsch vor das Maul schwimmt, umso gieriger wird er sich darauf stürzen. Beim Brandungsangeln ist also eine üppige, für den Wolfsbarsch unwiderstehliche Ködermenge für den Erfolg unerlässlich. Bei der Platzwahl sollten Sie sich an Wellenbrechern wie Buhnen oder Steinmolen orientieren. Hier wird das größte Futterangebot frei gespült und die Buhnen, die oft bis weit ins Meer hinaus ragen, bieten den Wolfsbarschen einen guten Lebensraum. Die beste Zeit zum Brandungsangeln ist genau wie beim Spinnangeln nach mäßigen Stürmen, wenn das Meer sich langsam wieder beruhigt.

Sind am Strand keine Wellenbrecher zu finden, warten Sie auf die Ebbe und schauen sich den Meeresboden an. Durch die Gezeitenströmung bilden sich im Sand kleine Kanäle, in denen das Wasser abfließt. Während der Flut sollten Sie genau in diesen Kanälen mit dem Angeln beginnen. Als Montage können Sie entweder das klassische Pulley Rig oder für große Köderpakete die Doppelhakenmontage – das Pennel Rig – verwenden. Als Köder eignen sich fürs Wolfsbarsch-Angeln Seeringelwürmer und das Fleisch der Messermuschel besonders gut. Dabei gilt es den Räubern eine besonders üppige Mahlzeit zu bereiten – je mehr Fleisch am Haken hängt, umso attraktiver ist es für die Fische.

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