Zander angeln mit Twister

Nicht nur kleine, natürlich gefärbte Twister, sondern auch die mit viel Körpervolumen und in Fluo-Farben sind sehr gute Zanderfänger. Einzig muss das Gewässer bei dieser Konstellation stark getrübt sein.

Farbenwahl und Wassertrübung

Fluofarben sind bei den Gummiködern sehr beliebt. So setzen die meisten Angler fluogefärbte Köder ausschließlich bei widrigen Witterungsbedingungen ein. Dabei wird vor allem auf die Lichtverhältnisse über dem Wasser geachtet: ist es relativ dunkel (sei es wegen der Dämmerung oder zu starker Bewölkung), greift man mit Zuversicht zu einem Fluo-Köder.

An der Oder im Hochsommer

An der Oder im Hochsommer

Diese Faustregel ist absolut richtig. Es gibt aber noch einen Faktor, der die Lichtverhältnisse stark beeinflussen kann – die Wassertrübung. Somit können sich die Lichtverhältnisse über dem Wasser von denen unter dem Wasser komplett unterscheiden.

Ein fluofarbiger Köder kann also auch bei knallender Sonne sehr vielversprechend sein, vorausgesetzt das Wasser ist stark getrübt. Die Herausforderung ist dabei die richtige Fluofarbe zu wählen, die den Köder unter Wasser zum Leuchten bringt und nicht einfach durch die Mikropartikel bzw. Wasserplankton absorbiert wird.

Fluo-Köder unter Wasser

Die Eigenschaft des Wassers die kürzeren Lichtwellen tiefer durchdringen zu lassen, habe ich bereits in einem anderen Artikel ausführlich beschrieben – Licht und Farben unter Wasser. Sehr grob kann man dabei folgende Faustregel anwenden: die Fluofarbe des Köders soll der natürlichen Farbe der Wassertrübung entsprechen.

Doch die Fluofarben sehen für uns sehr oft ganz anders aus, als sie von Fischen wahrgenommen werden. Abhilfe schafft dabei die UV-Licht-Lampe. So sieht man auf unteren Bildern denselben Relax-Twister in Farbe Brown Purple Glitter jeweils im natürlichen und im UV-Licht:

Brown Purple Glitter Twister unter Tageslicht

Brown Purple Glitter Twister im Tageslicht

Brown Purple Glitter Twister unter UV-Licht

Brown Purple Glitter Twister im UV-Licht

Somit würde sich dieser Köder am besten im stark getrübten bräunlichen Wasser bei Sichttiefe weniger als 60 cm und knallender Sonne einsetzen lassen. Die Fluo-Wirkung würde sich durch die natürliche bräunliche Wassertrübung richtig entfalten und zugleich nicht zu aggressiv wirken.

Richtige Größe und Führung

Bei stark getrübtem Wasser braucht man nicht nur Fluofarben sondern auch große Köder. So steigen die Chancen, dass sie von Fischen auf Distanz überhaupt erst wahrgenommen werden. Auf den unteren Bildern sind zwei Räuber abgelichtet, die ich an einem Angelausflug bei knallender Sonne mit dem Brown Purple Fluo-Twister von Relax (13 cm) an der Elbe überlisten konnte. Bestückt man diesen Twister mit einem 15 g Jgkopf, ist es ein idealer Köder für 2-3 Meter tiefes Wasser. Dabei kann er nicht nur gejigt sondern auch gefühlvoll mit Zupfern geführt werden.

Zander, gefangen mit Twister

Zander, gefangen mit Twister

Wenn der Twister* auf diesen Bildern im Sonnenlicht zu braun aussieht, ist es dennoch dasselbe Modell wie oben kommuniziert – Brown Purple Glitter von Relax. Die Einschätzung der richtigen Fluo-Farbe für ein Gewässer ist generell sehr schwierig, weil deren Fluo-Effekt auf uns je nach Lichtverhältnissen ganz anders wirkt, als es im UV-Licht von Fischen unter Wasser wahrgenommen wird.

Zanderangeln mit Twister

Zanderangeln mit Twister

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