Zanderangeln Tipps

Zander gelten als schwierig zu beangeln. Hier verraten wir wertvolle Tipps und Tricks, worauf es beim Zanderangeln genau ankommt.

Lebensweise und Verhalten der Zander

Der Zander ist ein sehr vorsichtiger Fisch und daher nicht leicht zu fangen. Zugleich ist er ein Schwarmfisch, der gerne im Rudel frisst und sich gemeinsam mit Artgenossen auf Beutesuche macht. Das ist auch eine große Chance für die Angler, denn genauso wie bei Menschen werden auch Zander im Geschwader häufig übermutig und stürzen sich mit viel Enthusiasmus auf den einen oder anderen Kunstköder.

Zander

Zander

Allerdings reagieren Zander sehr empfindlich auf Wetterveränderungen: bei stark steigendem oder fallendem Luftdruck schlägt es ihnen buchstäblich auf den Magen, sodass sie die Nahrungsaufnahme entweder gänzlich verweigern oder nur zögerlich und sehr vorsichtig beißen. Deshalb ist ein am Köder angebrachter Stinger sehr oft die einzige Möglichkeit einen unentschlossenen Räuber doch noch an den Haken zu bekommt.

Die beste Zeit und Angelplätze

Die beste Witterungsbedingung fürs Zanderangeln ist konstanter Luftdruck über mehrere Tage. Da diese Räuber nachtaktive Fische sind, bieten die Zeiten um Abend- und Morgendämmerung die besten Fangchancen. Zumindest in den warmen Jahreszeiten. Im Winter werden kapitale Zander gelegentlich auch in den Mittagsstunden gefangen. Gute Angelplätze sind tagsüber Mündungen von kleinen Flüssen oder Kanälen wie auch Strömungskanten an den Buhnenköpfen. Sobald die Dämmerung einbricht, durchstreifen Zander auch Flachwasserbereiche, um nach Fischbrut zu jagen.

Buhnen an der Elbe

Buhnen an der Elbe

Ausrüstung zum Zanderangeln

Wenn Sie Zander erfolgreich beangeln wollen, ist eine hochwertige Ausrüstung unumgänglich. Da sowohl die Rute als auch die Rolle beim Zander-Angeln permanenter Belastung ausgesetzt sind, braucht man hochwertige Geräte, die diesen Anforderungen standhalten können. Im folgenden Artikel finden Sie sechs Zanderruten im Vergleich. Und hier testen wir drei Stationärrollen auf Herz und Nieren.

Fangmethoden & Köder

Beim Fressen reißt ein Zander kurz vor dem Einholen der Beute sein Maul blitzartig auf, wodurch es in der Mundhöhle ein Unterdruck entsteht und der Beutefisch regelrecht eingesaugt wird. Man braucht beim Zanderfischen also eine Methode, bei der der Köder nicht an der gespannten Schnur sondern schwebend präsentiert wird, sodass der Räuber diesen problemlos inhalieren kann. Genau für solche „schwebende“ Köder-Präsentation wurde die sogenannte Jiggen-Technik entwickelt.

Beim Jiggen werden Kunstköder – meist lange und schmale Gummifische* – hüpfend über dem Gewässergrund geführt. Auch das sogenannte Faulenzen-Angeln, das eigentlich nur eine Abwandlung der Jiggen-Technik ist, findet breite Anwendung beim Zanderangeln. In folgenden Abbildungen sehen Sie, woran sich die beiden Techniken voneinander unterscheiden. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, hier finden Sie weitere Informationen.

Jiggen Angeltechnik

Jiggen Angeltechnik

Faulenzen Angeltechnik

Faulenzen Angeltechnik

Weiterhin steigen die gestreiften Räuber an den heißen Sommerabenden gerne auf die im Flachwasser eingeholten schmalen Wobbler* ein. Im Folgenden finden Sie unsere Umfrage nach der besten Zanderangeln-Technik. Wenn Sie auch abstimmen, erfahren Sie, welche der Angeltechniken die meisten unserer Leser bevorzugen:

Welche Angeltechnik ist beim Zanderangeln die fängigste?

    Zanderangeln mit Unterwasserpose

    Unterwasserposen-Montage hat sich hierzulande nicht nur beim Fischen auf Hecht oder Waller sondern auch beim Zanderangeln gut bewährt. Sie ist relativ einfach aufgebaut und überaus effektiv im Einsatz. Wichtig ist, dass das Gewicht des Köders und die Tragkraft der Pose exakt auf einander abgestimmt ist. Nur so kann die Montage ihr Potenzial in der Strömung voll und ganz entfalten. In einem anderen Artikel finden Sie weitere Informationen zum Thema Angeln mit der Unterwasserpose.

    Zanderangeln mit Unterwasserpose

    Zanderangeln mit Unterwasserpose

    Schonzeiten und -Mindestmaße für Zander

    In folgender Tabelle sind Schonzeiten und Mindestmaße für Zander aufgeführt, die in den einzelnen Bundesländern gelten. Obwohl wir uns bemühen unsere Daten ständig aktuell zu halten, übernehmen wir dennoch keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

    Bundesland Schonzeit Mindestmaß
    Baden-Württemberg 01.04. – 15.05. 45 cm
    Bayern 01.04. – 30.04. 50 cm
    Berlin 01.01. – 31.05. 45 cm
    Brandenburg 01.04. – 31.05. 45 cm
    Bremen 01.02. – 15.05. 40 cm
    Hamburg 01.01. – 15.05. 40 cm
    Hessen keine Schonzeit ab 2017 50 cm
    Mecklenburg-Vorpommern 23.04 – 22.05. 45 cm
    Niedersachsen 15.03. – 15.05. 40 cm
    Nordrhein-Westfalen 01.04. – 31.05. 40 cm
    Rheinland-Pfalz 01.04. – 31.05. 45 cm
    Saarland 01.04. – 31.05. 45 cm
    Sachsen 01.02. – 31.05. 50 cm
    Sachsen-Anhalt 15.02. – 31.05. 50 cm
    Schleswig-Holstein 15.02. – 15.05. 40 cm
    Thüringen 01.04. – 31.05. 45 cm

    Weiter geht es um folgende Themen:
    Wahl der richtigen Zander-Rute
    Fehlbisse beim Zanderangeln
    Steckbrief Zander
    Wie schnell wachsen Zander?

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