Zanderruten: Kauftipps, Test & Vergleich

Zanderruten gibt es auf dem Markt in Hülle und Fülle. Kein Wunder, denn der Zander ist einer der schmackhaftesten Fische unserer Gewässer, dem viele Angler nachstellen. Wenn Sie auch diesen edlen Speisefisch einmal selbst in der eigenen Küche zubereiten wollen, dann ist die passende Ausrüstung unumgänglich. Einige Zanderruten sollen hier präsentiert werden, um die riesige Auswahl einzugrenzen.

Fingerspitzengefühl und schnelle Rutenaktion sind gefragt!

Da der Zander sich die Beute nicht wie ein Hecht durch festes Zupacken greift, sondern binnen Sekundenbruchteile sein Maul unmittelbar vor dem Köder öffnet (woraufhin die Beute „inhaliert“ wird), müssen solche Bisse durch Angler rechtzeitig erkannt werden. Denn genauso schnell wie er angreift, spuckt der Zander den Köder wieder aus, sobald er Verdacht schöpft.

Aus diesem Grund braucht man zum Zanderangeln eine Rute mit Spitzenaktion, mit der die zaghaften Bisse der gestreiften Räuber gut erspürt werden können. Weiterhin sollte eine gute Zanderrute eine feinfühlige (aber nicht zu weiche!) Spitze besitzen, die beim Jiggen das Aufsetzen des Köders auf den Grund anzeigen kann. Das Wurfgewicht liegt bei einer Angel zum Zanderangeln idealerweise zwischen 15 und 45 Gramm.

Zanderrute

Zanderrute

Starkes Rückgrat für starke Fische

Kapitale Zander erreichen schon mal 1 Meter Länge und sind im Drill sehr harte Gegner, wenn auch nicht von Dauer. Um den Widerstand so einen Kolosses zu bewältigen, braucht man auf jeden Fall ein hochwertiges und stabiles Gerät. Weiterhin ist das starke und feste Rückgrat bei einer Zanderrute sehr wichtig, um beim Biss einen kräftigen Anschlag durchführen zu können. Da der Zander ein knochiges und festes Maul besitzt, ist ein knallharter Anschlag obligatorisch, sonst muss man sich mit Fehlbissen zufrieden geben. Die Steckrute bietet dabei gegenüber der Teleskoprute den Vorteil, dass sie über stärkere Kraftreserven im Blank verfügt.

Langer Griff für lange Tage

Ein langer Griff ermöglicht nicht nur ein ermüdungsfreies Angeln über viele Stunden hinweg, sondern bietet auch den Vorteil, dass der obligatorische harte Anschlag beim Biss gut gesetzt werden kann. Ganz nach dem Prinzip der Hebelwirkung gelingt das durchdringende Anschlagen bei einem langen Griff am besten, spart Kraft und dient dem sicheren Drill des Zanders.

Weiterhin erfolgt das Anschlagen mit langem Griff um Sekundenbruchteile schneller als mit einem kurzen Griff, was wiederum den Unterschied zwischen erfolgreichem Drill und Fehlbiss ausmachen kann. Außerdem erleichtert ein Angeln „aus dem Arm“ die Köderführung, sodass der Gummifisch genauer präsentiert und platziert werden kann als bei der Fischerei „aus dem Handgelenk“ spricht mit einem kurzen Griff.

Sechs Zanderruten im Test

In folgender Tabelle finden Sie einen Vergleich von sechs besten Zanderruten, die der Markt aktuell anbietet. Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen, Foren und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Raitings-System aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier. Alle Ruten kosten zwischen 80 und 130 Euro und repräsentieren somit das mittlere Preissegment, das nicht nur für Hobby-Angler optimal geeignet ist.

Zanderrute Quantum Zanderkant Savage Gear Bushwhacker XLNTPreis-Leistung Tipp Balzer Zander Peitsche Berkley Skeletor Pro – Spin Greys Prowla Platinum Specialist Fox Rage Ultron Jigging Specialist II
Länge  2.65 m 2.43 m 1.95 m 2.7 m 2.44 m 2.4 m
Gewicht 230 g 154 g 115 g 189 g 176 g 175 g
Teile 2-teilig 2-teilig 2-teilig 2-teilig 2-teilig 2-teilig
Transportlänge 1.37 m 1.26 m 1.03 m 1.41 m 1.27 m 1.23 m
Aktion schnell schnell schnell schnell schnell schnell
Wurfgewicht 15 – 90 g 20 – 60 g 14 – 35 g 25 – 70 g 10 – 50 g 14 – 42 g
Griff lang (Kork) mittel (Kork + Kunststoff) mittel (Kunststoff) mittel (Kunststoff) lang (Kork) lang (Kunststoff)
Kundenwertung

Wie fängt man Zander?

Zander

Zander

Zander gehören zu sehr misstrauischen Raubfischen, die alles andere als einfach zu fangen sind. Wenn Sie auch diesem Fisch erfolgreich nachstellen wollen, dann ist es unvermeidbar, zuerst ein mal ausreichend Zeit am Wasser einzuplanen, um einen der Stachelritter mit viel Geduld zu überzeugen. Zudem müssen Sie sich mit besonderen Angeltechniken vertraut machen.

Neben dem Hecht und dem Barsch lässt sich auch der Zander sehr gut durch das Spinnfischen überlisten. Ob ein Gummifisch, ein Wobbler oder ein toter Köderfisch – in den meisten Fällen beim Zanderangeln sollte der Köder in Grundnähe angeboten werden. Am besten kann man es mit den sogenannten Jiggen- und Faulenzer-Techniken bewerkstelligen. Dabei lässt man den Gummiköder auf den Grund absinken, um ihn anschließend in Sprüngen über dem Boden zu führen.

Jiggen und Faulenzen

Der Köder hüpft beim Jiggen (wie auch beim Faulenzen) über dem Gewässergrund und wirbelt dabei Sediment auf, was die Raubfische zusätzlich reizt. In folgenden Abbildungen sehen Sie die wichtigsten Grundsätze der Funktionsweisen von Jiggen- und Faulenzen-Angeltechniken. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in einem weiteren Artikel: Jiggen-Technik.

Jiggen-Angeltechnik

Jiggen-Angeltechnik

Faulenzen Angeltechnik

Faulenzen Angeltechnik

Neben den klassischen Gummifischen sind auch die sogenannten No-Action-Shads sehr erfolgreich beim Zanderangeln. In strömungsreichen Gewässern erreichen sie besser den Grund und reduzieren darüber hinaus die Fehlbissquote. Weiterhin ist beim Nachstellen von Zandern neben der richtigen Angelrute auch die passende Angelrolle von Bedeutung. In einem anderen Artikel beschreiben wir weitere Montagen zum Zanderangeln.

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