Streetfishing

In den letzten Jahren ist das Streetfishing zum neuen Angeltrend geworden. Inzwischen gibt es vor allem in den großen Städten die ersten Streetfishing-Wettbewerbe.

Streetfishing – Angeln für Minimalisten

Streetfishing

Streetfishing

Mitten in der Stadt den Köder auszuwerfen klingt vielleicht etwas verwegen, doch das Streetfishing (auch Urban-Fishing genannt) hat sich europaweit zu einem neuen Trendsport entwickelt. Vor allem junge Menschen sind vom „bin-mal-kurz-Angeln“ in der Stadt begeistert. Beliebt sind beim Urban-Fishing die mit dem ÖPNV leicht zu erreichenden „Hotspots“.

Die Vorteile des Streetfishings sind gerade für junge Menschen schnell auszumachen: Man braucht weder ein Auto noch viel Zeit, um die weit gelegenen und die angeblich verheißungsvollen Angleplätze zu erreichen. Auch wenn manch einer Nichtangler sich beim Streetfishing einen einsamen Fischer am betonierten Ufer inmitten von Straßenlärm vorstellt, bedeutet das für junge Genration genau das Gegenteil.

Urban Fishing – in guter Gesellschaft

Umgeben von absoluter Ruhe und reiner Natur – für viele Angler ist genau das ein wichtiger Teil des Hobbys. Abschalten vom Job, von der Familie, allein in der Wildnis zu sein. Was gibt es schöneres für stressgeplagte Großstädter? Weit weniger idyllisch scheint das Auswerfen des Köders zwischen Hochhäusern. Doch am betonierten Kanalufer treffen sich immer mehr Angelfreunde – aus allen Bevölkerungsschichten.

Für viele ist das Streetfishing die einzige Möglichkeit, am Angelsport überhaupt teilzunehmen. Kosten und vor allem Zeit, alleine für die Anreise in die Angelgebiete, sind für viele schwer zu integrieren. Damit das Angeln nicht ein Hobby für den Urlaub bleibt, fliegt der Köder eben in den städtischen Fluss. Und ganz so übel ist es dort ohnehin nicht. Die städtischen Seen und Flüsse weisen zunehmend bessere Wasserqualität, sodass die natürlichen Fischbestände ansteigen.

Richtige Ausrüstung fürs Streetfishing

Berlin am Nordhafen

Berlin

Beim Fischen mitten in der Stadt ist nur das nötigste dabei. Sitzgelegenheiten, auf denen Stunden ausgeharrt werden kann, sind bei Urban Fishing kaum dabei und fast schon verpönt. Eingepackt werden lediglich eine Köderbox und Hakenlösezange. Als Rute eignet sich fürs Streetfishing eine 2,5 – 3 Meter lange mittlere Spinnrute sowie die mit dünnem Geflecht oder 0,20er bis 0,25er Monofilschnur bespulte Stationär- bzw. Multirolle. Wenn möglich, umgibt die Ausrüstung noch ein wenig High-Tech-Flair. Blinker und Spinner sind gut, mitgenommen werden aber vor allem sogenannte Hardbaits, die modernen Wobbler und kreative Gummiköder. Generell geht der Trend beim Streetfishing klar Richtung ultraleichte Ausrüstung.

Köder-Experimente beim Streetfishing

Da es beim Urban-Fishing in erster Linie ums Raubfischangeln geht, sind die Kunstköder ein Muss, so legen viele Angler regelrechte Bait-Sammlungen an. Dabei scheint die Ködervielfalt unbegrenzt zu sein. Für unterschiedliche Fischarten und Angelmethoden sind sowohl unzählige bestandene Modelle als auch die neuesten Innovationen mit von der Partie. Köder aus Hartplastik und Weichplastik werden derzeit mit Micro-Spinjigs mit Borstenbüscheln ergänzt, die für noch mehr Reiz bei den Raubfischen sorgen.

Erlaubnis fürs Streetfishing erteilt die Stadt

Der Angelschein für die städtischen Gewässer wird von der Stadtverwaltung bzw. dem zuständigen Anglerverband unter der Voraussetzung einer bestandener Fischereiprüfung ausgegeben. Die Voraussetzungen und Bedingungen sind je Bundesland unterschiedlich. Zusätzlich zu dem Angelschein wird auch noch Gewässerschein benötigt. Mehr Informationen zum Thema Fischereirecht finden Sie auf folgender Seite.

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