Forellenruten: Kauftipps, Test & Vergleich 2017

Forellenruten gibt es auf dem Markt in sehr großen Mengen. Viele Angler sind durch das immense Angebot verunsichert und können sich gar nicht mehr entscheiden. Wir haben zahlreiche Ruten nach deren Qualität, Handling und Preis-Leistungs-Verhältnis getestet und die besten davon in einer Vergleichstabelle zusammengefasst.

Natur erleben und entspannen

Forellensee

Forellensee

Stellen Sie sich vor, Sie stünden an einem herrlichen Forellensee, die Sonne lässt das Wasser glitzern und die Mücken tanzen an der Wasseroberfläche. Nun fehlt nur noch eine Sache: die richtige Rute, um den silbernen Forellen nachzustellen. Solche oder ähnliche Situationen haben schon viele Personen erlebt, für die das Angeln mehr ist als bloße Nahrungsbeschaffung. Vor allem das Entspannen und zur Ruhe kommen am Wasser spielt eine übergeordnete Rolle. Doch welche Rute braucht man, um die schönen Fische auch fangen zu können?

Optimale Länge einer Forellenrute

Bei der Wahl einer Forellenrute sollte gleich am Anfangs die Frage nach der richtigen Rutenlänge geklärt werden. Natürlich richtet sich diese nach dem Gewässer, welches befischt werden soll. Doch im Allgemeinen lässt sich sagen, dass eine Rute mit einer Länge von etwa 2,7 – 4 Meter die meisten Situationen beim Forellenangeln bestens meistern wird. Mit einer solchen Rutenlänge ist es sowohl möglich die notwendige Wurfweite zu erreichen, um an die Fische ran zu kommen, als auch die besonders dichte Ufervegetation zu umrunden.

Passendes Wurfgewicht

Das Wurfgewicht richtet sich sowohl nach dem jeweiligen Einsatzgebiet als auch nach den einzusetzenden Ködern. Generell lässt sich sagen, dass je kleiner und beschaulicher ein Forellengewässer ist, desto kleiner werden die Köder und auch das Wurfgewicht einer Forellenrute ausfallen. Da Forellen sowohl mit aktiv geführten Kunsködern wie Spinnern, Blinkern und Wobblern als auch mit dem klassischen Wurm befischt werden, bietet sich hier eine Ruten-Variante an, die die meisten Angelsituationen erfolgreich bestehen wird: Ein Wurfgewicht zwischen 10 und 30 Gramm sollte in allen Fällen ausreichend sein, um auch den Drill mit ausgewachsenen Forellen aufzunehmen. Vor dem Rutenkauf muss man sich also immer einige Gedanken zum Gewässer und zu den Zielfischen machen, um die Rute optimal darauf abstimmen zu können.

Passende Rutenaktion

Auch wenn die Forellenrute heute nicht nur beim Forellenangeln zum Einsatz kommt, so bleiben kleinere Friedfische ihre Spezialisierung, weswegen die Rutenaktion einer Forellenrute die Spitzenaktion sein sollte. Die Spitzenaktion ermöglicht Ihnen den schnellen, weiten und passgenauen Wurf und eine gute Führung im Wasser, damit Sie die Forellen auch zielsicher ans Land ziehen können. Da die Wurfenergie bei Forellenruten aufgrund ihrer starken Verjüngung (Engl.: Fast-Taper) kaum verpufft, schlägt die Kraft des anbeißenden Fisches ohne viel Reibungsverluste direkt zur Hand des Anglers. So ist ein wesentlicher Vorteil dieser Rutenart die bessere Bisserkennung. Sollten Sie die Forellenrute wirklich nur zum Forellenfischen in ruhigen Gewässern verwenden, dann gebe es noch die Rutenaktion des Extra-Fast-Tapers, d. h. eine Art extreme Variante der Spitzenaktion. Würden Sie allerdings richtig großen Forellen nachstellen wollen, dann wären Sie auf Stabilität und Reißfestigkeit von Ruten mit langsamerer Verjüngung (Slow-Taper) angewiesen. Mehr Informationen zum Thema Rutenaktion finden Sie hier.

Forellenrute

Forellenrute

Sechs Forellenruten im Test

Folgend haben wir die besten Forellenruten ausgesucht, die den oben genannten Anforderungen gerecht werden und darüber hinaus ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten. Alle Ruten kosten zwischen 40 und 60 Euro und repräsentieren somit das mittlere Preissegment, das vor allem für Hobby-Angler optimal geeignet ist. Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen, Foren und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Raitings-System aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Rute Jenzi Okinawa JPX Abu Garcia Devil Daiwa Procaster Jenzi Tycoon Spin
Preis-Leistung Tipp
DAM Neo Spinning Quantum Magic
Länge 3.00 m 2.70 m 3.90 m 2.70 2.70 m 2.70 m
Gewicht 191 g 212 g 260 g 159 g 224 g 190 g
Teile 2-teilig 2-teilig 3-teilig 2-teilig 2-teilig 2-teilig
Transportlänge 158 cm 140 cm 137 cm 140cm 141 cm 141 cm
Aktion schnell schnell schnell schnell schnell schnell
Wurfgewicht 12-30 g 15-40 g 10-35 g 15-50 g 15-45 g 20-40 g
Griff lang lang lang kurz lang lang
Kundenwertung

Welcher Griff ist der Richtige?

Der Griff sollte beim Forellenangeln eher länger gehalten werden, um ermüdungsfreies Fischen zu garantieren. Sollten allerdings auch sehr dicht bewachsene Gewässer befischt werden, so bieten sich kürzere Griffe an, um die Mobilität und Beweglichkeit nicht zu beeinträchtigen. Egal ob der Griff nun kurz oder lang ausfällt, wichtig ist vor allem die perfekte Balance. Ein Tipp hierbei lautet: spannen Sie die gewünschte Rolle in die Rute und überprüfen Sie, an welcher Stelle die gesamte Rute auf einem Finger zu balancieren ist. Dieser Punkt sollte sich möglichst in der Nähe der Rolle befinden. Dies garantiert ein entspanntes und kraftsparendes Fischen.

Angelmontage für Forellenrute

Die einfachste und zugleich effektivste Montage zum Angeln mit einer Forellenrute ist die sogenannte Sbirolino-Montage. Dabei geht es um eine besonders konstruierte Schlepppose (Sbirolino), die sehr weit ausgeworfen werden kann und die darüber hinaus das flexible Beangeln verschiedener Wasserschichten ermöglicht. In folgender Abbildung sehen Sie, wie eine typische Sbirolino-Montage aufgebaut ist. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, klicken Sie hier.

Sbirolino-Angelmontage

Sbirolino-Angelmontage

Richtige Vorfach-Länge

Das Vorfach soll bei Sbirolino-Montage nicht zu kurz sein, weil sich so die Sinkbewegung der Rute (die beim Sbirolino-Angeln üblich ist) zu schnell auf den Köder überträgt, sodass der Fisch Schwierigkeiten bekommt, den Köder zu schlucken und irgendwann seine Versuche aufgeben wird. Zu lange Vorfächer haben hingegen den Nachteil geringerer Wurfweite, geringerer Zielgenauigkeit und schlechter Wasserführung. So ist es bei zu langen Vorfächern schwer bis unmöglich, den Köder in den gewünschten Wasserschichten anzubieten, wo sich gerade die Zielfische aufhalten, z. B. in der oft optimalen Position nahe am Grundwasser. Insofern ist die Länge der Vorfächer von 1,30 – 2 Metern ein zu empfehlender Wert.

In nächsten Beiträgen finden Sie jeweils einen Vergleich der von uns ausgesuchten Zanderruten und Hechtruten.




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