Spinnruten: Kauftipps, Test & Vergleich 2019

Es gibt sicherlich einen Überschuss an Spinnruten auf dem Markt. Entsprechend schnell kann man auch die falsche Entscheidung treffen. Bevor Sie etliche Zeit unglücklich mit einer ungeeigneten Rute verbringen, sollten Sie ein paar Stunden in deren Auswahl investieren. Diese Zeit wird sich garantiert auszahlen!

Worauf es beim Kauf einer Spinnrute ankommt

Spinnrute

Spinnrute

Vor dem Kauf einer Spinnrute sollte sich jeder Angler auf jeden Fall bewusst machen, für welche Zielfische und welche Fangtechnik die Angel gebraucht wird. Denn obwohl jede Spinnrute durch das wiederholte Auswerfen und Einholen des Köders stark dynamisch beansprucht wird, geben zusätzlich sowohl der Zielfisch als auch die Angeltechnik die notwendige Belastbarkeit, Länge und das Wurfgewicht einer Spinnrute vor, die wiederum den richtigen Kunstköder determinieren, mit dem Sie bei dem anvisierten Zielfisch die besten Fangchancen haben.

Beispielsweise ist beim Spinnangeln vom Ufer eine etwas längere Rute zu empfehlen, weil man mit ihr die mesiten Kunstköder – sei es Wobbler, Blinker oder Gummifische – gut auswerfen und bei der Führung gekonnt in Szene setzen kann. Beim Spinnfischen vom Boot aus hingegen sind kurze und leichte Ruten sehr praktisch, weil sie das bequeme Hantieren am Boot erlauben und die Wurfweite hierbei keine große Rolle spielt. Weiterhin gibt es speziell entwickelte Spinnruten für solche Angeltechniken wie Jerken oder Jiggen.

Was ist beim Wurfgewicht einer Spinnrute zu beachten?

Spinnrute

Spinnrute

Eine der wichtigsten technischen Angaben einer Spinnrute ist das Wurfgewicht. Das Wurfgewicht definiert das Material, Struktur und Dicke einer Angelrute und beeinflusst deren Eigenschaften. Je höher das Wurfgewicht ist, desto mehr hält die Rute beim Werfen und Einholen aus. Diese Größe gibt also die Belastungsgrenze der Rute an. Sie sollte möglichst genau dem Köder und dem Fisch angepasst werden. Leichte Spinnruten mit einem Wurfgewicht bis 40 Gramm eignen sich beispielsweise fürs Zanderangeln mit Gummifischen optimal. Welse beangelt man hingegen mit Angelruten mit Wurfgewichten von über 100 Gramm. In folgender Tabelle werden die gängigsten Spinnruten-Arten nach ihrem Wurfgewicht und den Zielfischen aufgeführt.

Spinnrute Wurfgewicht Zielfische
Ultraleicht 3-12 g Barsche, Forellen
Leicht 10-20 g Döbel, Barsche, Forellen
Mittelschwer 20-40 g Rapfen, Zander, Hechte
Schwer 40-100 g Hechte, kapitale Zander
Ultraschwer 100-200 g kapitale Hechte, Welse

Welche Rutenaktion ist die richtige?

Jede Spinnrute hat eine bestimmte Aktion. Dabei ist der vordere weiche und biegsamere Teil der Rute gemeint. Man unterscheidet drei Typen: Ruten mit Spitzen-, semiparabolischer und parabolischer Aktion. Während eine Rute mit Spitzenaktion vor allem fürs Raubfischangeln mit Kunstködern optimal geeignet ist, bieten Ruten mit semiparabolischer (mittlerer) Aktion das Potential für Allround-Angelei. Die letzte im Bunde – Rute mit parabolischer (langsamer) Aktion – ist ursprünglich fürs Schleppangeln konzipiert. Generell lässt sich sagen, dass eine Spinnrute eher zu hart und zu steif als zu weich und zu flexibel sein sollte. Dadurch wird das Spinnen direkter, dynamischer und ganz wichtig – effektiver!

Die passende Rutenaktion

Die passende Rutenaktion

Ist die Länge des Rutengriffs von Bedeutung?

Die Länge des Griffs spielt bei einer Spinnrute auf jeden Fall eine große Rolle: Je größer ist der Raubfisch, auf den man es abgesehen hat, desto wichtiger ist ein langer Griff. Ein großes Endstück ermöglicht zielgenaue Würfe und einen sicheren Halt im Drill. Besonderes Augenmerk sollte darüber hinaus auf eine hochwertige Beringung gelegt werden. Sie werden mit teuren, geflochtenen Schnüren viel länger Freude haben, wenn Ihre Rute harte und glatte SIC Ringe besitzt. Diese schonen die Oberfläche der Schnur und ermöglichen weite Würfe.

Sechs Spinnruten im Vergleich

Folgende Ruten sind den strikten Spinnfischen-Anforderungen gerecht und bieten darüber hinaus ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis an. Alle Ruten kosten zwischen 50 und 130 Euro und repräsentieren somit das mittlere Preissegment, das nicht nur für Hobby-Angler optimal geeignet ist. Die wichtigsten Eigenschaften der einzelnen Ruten finden Sie in folgender Tabelle, sodass Sie sich schnell das passende Gerät aussuchen können.

Greys Prowla Platinum Fox Rage Ultron Lure N Jenzi Tycoon SpinPreis-Leistung Tipp Spin Yad Cleveland DAM Neo Spinning Quantum Magic
Zielfisch Hecht, Zander, Forelle Barsch, Zander Hecht, Zander, Rapfen Hecht, Wels Hecht, Zander, Rapfen Zander, Forelle, Rapfen
Länge 2.44 m 1.8 m 2.40 m 2.40 m 2.40 m 2.70 m
Gewicht 176 g 150 g 152 g 240 g 224 g 170 g
Teile 2-teilig 2-teilig 2-teilig 2-teilig 2-teilig 2-teilig
Transportlänge 1.27 m 90 cm 1.25 m 1,37 m 141 cm 141 cm
Aktion schnell schnell schnell schnell mittel mittel
Wurfgewicht 10 – 50 g 30 – 60 g 15 – 50 g 40 – 120 g 15-45 g 25 g
Griff lang (Kork) mittel (Kunststoff) mittel (Kunststoff) lang (Kork) lang (Kork) lang (Kork)
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Die Qual der Wahl: Teleskop- oder Steckrute?

Teleskoprute

Teleskoprute

Teleskopruten lassen sich nicht nur in wenigen Sekunden aufbauen sondern auch einfach und praktisch transportieren. Das geschieht durch ihre kompakte Bauweise mittels zusammenschiebbaren Segmente. Aus demselben Grund weisen sie eine schlechtere Aktion und sind weniger belastbar als z.B. Steckruten. Des Weiteren ist die Anzahl der Leitringe bei einer Teleskop-Rute durch die Anzahl ihrer Segmente begrenzt, wohingegen die Hersteller bei einer Steckrute mehr Freiheiten in der Optimierung der Bauform besitzen.

Eine Steckrute ist fast immer stabiler und belastbarer als eine Teleskoprute, insbesondere dann, wenn sie aus nur zwei Teilen besteht. Denn eine Teilung bzw. die Verbindungsstelle ist immer eine Schwachstelle, welche als erstes verschleißt und eine potenzielle Bruchstelle bildet. Weiterhin bieten Steckruten meist eine wesentlich bessere und durchgehendere Aktion als Teleskopruten. Ob man sich beim Kauf einer Spinnrute für eine Teleskop- oder Steckrute entscheidet, ist letztendlich Geschmackssache. Dennoch bieten Steckruten durch die bessere Aktion und höhere Robustheit gerade beim Spinnfischen mehr Voraussetzungen für den Fangerfolg und längere Lebenszeit.

Welche Angelmontagen werden beim Spinnfischen eingesetzt?

Angelsport-Einsteiger lieben das Spinnfischen, weil diese Technik schnell zu erlernen ist und man dabei am Wasser nicht zu viele verschiedene Angel-Utensilien mit sich schleppen muss. In folgender Abbildung sehen Sie, wie eine typische und weit verbreitete Spinnfischen-Montage aufgebaut ist. Dabei kommt ein Blinker zum Einsatz, ein Kunstköder, der beim Spinnfischen neben den Gummifischen und Wobblern am häufigsten zum Einsatz kommt.

Blinker-Montage für Hecht

Blinker-Montage für Hecht

Wenn sie mit einer einfachen Blinker-Montage bereits Erfolge verzeichnet haben, können Sie auch die Angelei mit kleinen Wobblern ausprobieren. Diese Technik ist besonders im Hochsommer effektiv, wenn allerlei Fischbrut im Wasser umher schwimmt und alle Räuber sich davon ernähren. Dabei sollten Sie besonders auf die kleinen Details achten, die letztendlich über den Erfolg entscheiden. Im nächsten Beitrag erfahren Sie mehr zum Thema Angeln mit Mini-Wobblern. In weiteren Artikeln bieten wir weitere Kaufratgeber zu anderen Produkten: Hechtruten, Zanderruten, Forellenruten, Barschruten, Angelsets für Einsteiger.

Welcher Süßwasser-Raubfisch ist in Deutschland am schwierigsten zu fangen?

Die Raubfischangler-Community ist hierzulande sehr zahlreich und vielfältig. Dabei hat jeder Angler seinen Lieblings-Zielfisch. Welcher davon ist aber am schwierigsten zu fangen? Erfahren Sie es aus unserer Umfrage!

Welcher unserer Süßwasser-Raubfische ist am schwierigsten zu fangen?



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