Allround-Angelruten: Kauftipps, Test & Vergleich 2020

Es gibt unzählige Angelruten auf dem Markt. Doch wie wählt man als Einsteiger das optimale Allround-Modell? Die wichtigsten Kaufkriterien erläutern wir in unserem Ratgeber.

Allround-Ruten: Empfehlungen und -Kaufkriterien

Allround-Angelrute

Allround-Angelrute

Weiter unten finden Sie in diesem Beitrag ausführliche Erläuterungen der wichtigsten Angelruten-Arten sowie der Kaufkriterien, die Sie auf jeden Fall beachten müssen, wenn Sie sich für ein Allround-Modell entschieden haben. In folgender Tabelle haben wir unsere Produkt-Empfehlungen zusammengefasst, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten sowie positive Experten- und Kundenbewertungen aufweisen. Während die ersten drei Modelle sehr gute Allround-Raubfischruten sind, können Sie mit den letzten drei Ruten Friedfischangeln betreiben. Die wichtigsten Eigenschaften der einzelnen Modelle sind in Tabelle konsolidiert, sodass Sie sich schnell das passende Gerät aussuchen können.

Abbildung*
Savage Gear LRF
Shimano Beastmaster
Preis-Leistungs-Tipp
Tycoon Rute MXL
Daiwa Tornado-Z
Cormoran APM 40
Spro Spartan Feeder MH
Shimano Scimitar BX Spinning
ModellSavage Gear LRFShimano BeastmasterTycoon Rute MXLDaiwa Tornado-ZCormoran APM 40Spro Spartan Feeder MHShimano Scimitar BX Spinning
ZielfischeBarsch, Forelle, Döbeldiverse Weißfisch-Arten, kleinere RaubfischeZander, Rapfen, Barsch, Forellekleinere Karpfen, Brassen, AalWeißfische, Karauschen, SchleienKarpfen, Brassen, BarbenBarsch, Zander, Rapfen
Rutenlänge2,44 m3 m2,70 m3,90 m3,90 m3,45 m2,39 m
Wurfgewicht6 - 14 g5 - 40 g10 - 30 g35-95 g10-40 g50-75 g14 - 42 g
Transportlänge126 cm105 cm1.40 m137 cm138 cm125 cm1.23 m
Rutengewicht120 g 300 g 149 g 306 g 285 g 338 g 159 g
Rutenaktionschnellschnellschnellsemiparabolischsemiparabolischsemiparabolischschnell
Anzahl Teile2323332
Eigenschaften/ Ausstattung
  • optimal für Mini-Wobbler, -Blinker
  • schnelle Aktion
  • inkl. Rutentasche
  • Anzahl Ringe: 10
  • optimal für Zander und Forellen
  • Shimano Dynamic Response (S.D.R.)
  • ideal für leichte und mittelschwere Kunstköder
  • hochverdichtete EVA Griffsegmente
  • LST-Ringe
  • für das Grund- und Posenfischen geeignet
  • Titanium-Oxyd Ringe
  • hochwertiger Korkgriff
  • kräftige Posenrute
  • große Einstegringe
  • auch für Raubfische geeignet
  • optimal für Grundfischen-Einsteiger geeignet
  • 1 Wechselspitze
  • gute Barsch- und Zanderrute
  • flexibles Wurfgewicht
  • große Bandbreite von Kunstködern einsetzbar
Kundenwertung*BewertungenBewertungenBewertungenBewertungenBewertungenBewertungenBewertungen
Angebote*Zum AngebotZum AngebotZum AngebotZum AngebotZum AngebotZum AngebotZum Angebot
Erhältlich bei*

Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen, Foren und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Ratingsystem aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Was muss man vor dem Kauf einer Angelrute wissen?

1. Angelruten Klassifikation

Angelrute ist nicht gleich Angelrute. Den Ausschlag für die Wahl des am besten geeigneten Modells gibt die Angelmethode, für die diese Rute eingesetzt werden soll. Die drei wichtigsten Methoden sind das Posenangeln, das Spinnfischen und das Grundangeln. Das Angeln mit einer Pose, auch Ansitz-Angeln genannt, ist eine der beliebtesten Angelmethoden. Hierbei wird ein Schwimmer, auch bekannt als Pose, Zapfen oder Tucke, an der Angelschnur festgemacht. Der Angler wartet damit auf den Biss eines Fisches. Aktiver ist er beim Spinnfischen. Bei dieser Methode werden die Köder, meist sind es Kunstköder, durch das Wasser geführt. Damit sollen die Fische zum Biss angeregt werden. Statisch wie das Posenfischen ist auch das Grundangeln. Hier wird dem Fisch der Köder direkt dort präsentiert, wo er sich zur Nahrungssuche aufhält: Am Grund des Gewässers. Für welche Methode sich die von Ihnen gewählte Angel am besten eignet, darüber entscheiden deren Eigenschaften, wie etwa die Länge, die Aktion der Rute und das Wurfgewicht. Für das Angeln mit einer Pose eignen sich am besten die weicheren und eher etwas längeren Ruten. Mit ihnen lassen sich auch noch die langen Montagen recht gut werfen. Wenn Sie allerdings als Rute einen guten Allrounder suchen, also eine Angel, die sich für mehrere Angelmethoden eignet, sollten Sie doch eher nach der Spinnrute greifen. Diese Ruten sind ein wenig teurer als Angelruten, die sich für das Ansitzen empfehlen. Dafür sind Spinnruten leichter. Sie lassen sich also länger halten, ohne dass die Hand des Anglers ermüdet.

2. Wie wichtig ist die Rutenlänge?

Angelrute

Angelrute

Eine der wohl wichtigsten Eigenschaften bei einer Angelrute ist die Rutenlänge. Für welche Länge Sie sich als Angler entscheiden, hängt zum einen von der gewählten Angeltechnik an. Auf der anderen Seite spielt auch der sogenannte Zielfisch eine Rolle. Wenn Sie vom Boot aus Angeln möchten, ist aus rein praktischen Gründen eher eine kurze Rute zu empfehlen. Eine gute Angelrute für das Angeln vom Boot aus sollte in etwa um die 2 Meter lang sein. Für das Fischen vom Ufer aus sind dagegen längere Ruten gut geeignet. Zu empfehlen für das Ufer-Angeln sind Spinnruten mit Längen zwischen 2,70 bis 3,30 Meter. Angelruten für das Ansitzen dürfen sogar auch noch etwas länger sein. Als Standard für Karpfenruten gilt eine Länge um die 3,60 Meter. Die Länge einer Angelrute hat darüber hinaus einen großen Einfluss auf die Weite des Wurfs. Je länger die Rute ist, umso weiter lässt sich der Köder werfen. Allerdings werden Ruten mit der steigenden Länge nicht nur schwerer sondern in der Regel auch teurer. Ganz besonders lange Angelruten spielen deshalb nur bei den speziellen Techniken eine Rolle, etwa beim Bolognese-Angeln oder beim Brandungs-Angeln. Bei diesen beiden Techniken müssen Sie sowohl leichte als auch schwere Köder weit auswerfen.

3. Was ist bei Konstruktion zu beachten?

Wenn Sie sich für eine Angelrute entscheiden wollen, haben Sie die Wahl zwischen einer Steckrute oder einer Teleskoprute. Beide Modelle haben ihre Vor- und Nachteile. Beim Spinnfischen etwa wendet man Fangtechniken an, die mit einer aktiven Köderführung einhergehen. Eine Spinnrute muss deshalb straff sein sowie eine schnelle Aktion ermöglichen. aufweisen. Da sie außerdem ständig ausgeworfen und wieder eingeholt wird, muss sie auch strapazierfähig sein. Damit ist eine Steckrute die beste Wahl. Sie ist wegen ihrer Bauweise nämlich viel robuster als eine Teleskoprute. Für das Angeln nach Karpfen können Sie sich auch eine Teleskoprute anschaffen. Eine solche Rute wird beim Ansitzen viel weniger belastet. Sie muss damit auch weniger strapazierfähig sein, als eine Spinnrute für den aktiven Angler. Während eine Teile einer Steckrute bündig ineinander greifen, überlappen bei der Teleskoprute die zusammenschiebbaren Teile. Dadurch hat die Steckrute eine schnellere Aktion. Die der Teleskoprute ist dagegen langsamer. Dafür können Sie eine Teleskoprute nicht nur viel besser transportieren. Sie können sie auch viel schneller ausfahren. Steckruten sind etwas schwerer, weil sie meist aus Glasfaser-Material gemacht werden. Teleskopruten dagegen sind oft eus Kohlefaser und damit viel leichter als Steckruten.

4. Was bedeutet Rutenaktion?

Mit der Aktion wird das Biegeverhalten einer Angelrute unter Belastung beschrieben. Angler unterscheiden hier drei Varianten: die Spitzenaktion, die semiparabolische Aktion und die parabolische Aktion. Bei der Spitzenaktion biegt sich lediglich die Spitze durch, die Rute selbst bleibt steif. Eine solche Rute wird auch „Fast-Taper“ bezeichnet. Das liegt daran, dass sich der Blank schnell verjüngt. Mit dieser Ruten-Variante lassen sich weite und kraftvolle Würfe machen. Sie wird deshalb vorwiegend zum Stippfischen benutzt. Ruten mit einer Spitzenaktion werden gern als Allrounder empfohlen. Bei der Semi Parabolische Aktion biegt sich die Angelrute unter der Belastung bis in die Mitte. Damit ist sie für das Auswerfen von großen Ködern, einen Wurf über größere Entfernungen und für den Drill von größeren Fischen bestens geeignet. Diese Rute hat einen „Moderate-Taper“, das ist ein Blank, der sich langsam von der Mitte nach oben verjüngt. Geeignet ist sie für den Allround-Einsatz. Auch eine Spinnrute hat meist eine Semi Parabolische Aktion. Bei der parabolischen Aktion hingegen biegt sich die Angelrute komplett durch. Ihr Vorteil: Im Drill lässt sich der Fisch gut bändigen. Allerdings ist die Wurfweite eher begrenzt. Ruten mit Parabolischer-Aktion dienen dem leichten Spinnfischen und dem Fliegenfischen. Da sich diese Angelruten allmählich und also langsam verjüngen, werden sie auch als „Slow Taper“ bezeichnet.

5. Wurfgewicht ist bei der Wahl deiner Angelrute ausschlaggebend

Zu den wichtigen Eigenschaften einer Angelrute gehört das Wurfgewicht. Auch das Wurfgewicht hängt auf der einen Seite davon ab, welche Angelmethode Sie wählen. Ein anderer wichtiger Aspekt beim Wurfgewicht ist der Zielfisch. Das Wurfgewicht einer Angelrute gibt an, wie schwer eine Montage sein kann, die Sie mit Ihrer Angel auswerfen können. Handelt es sich beim Zielfisch um ein größeres Exemplar, ist auch das Wurfgewicht in aller Regel höher. Denn für größere Fische werden schwerere Köder und damit auch schwerere Montagen verwendet. Darüber hinaus brauchen Sie bei starker Strömung und bei starkem Wind ein höheres Gewicht. Denn nur so können Sie die Montage auf eine ausreichende Entfernung bringen. Ist das Wurfgewicht höher, dann muss auch die Angelrute entsprechend stabil sein. Gleichzeitig geht mit dem höheren Wurfgewicht auch ein höheres Gewicht der Angelrute einher. Die Handhabung der Rute wird insgesamt also anstrengender. Ein guter Kompromiss ist das A und O für eine Allroundrute. Empfehlenswert ist eine Angelrute, die das Wurfgewicht von 10 Gramm bis etwa 60 Gramm abdeckt.





Bewertung: 5,00; Bewertungen: 2