Allround-Angelrollen: Kauftipps, Test & Vergleich 2020

Es gibt sicherlich einen Überschuss an Angelrollen auf dem Markt. Doch wie wählt man als Einsteiger das optimale Allround-Modell? Die wichtigsten Kaufkriterien erläutern wir in unserem Ratgeber.

Allround-Rollen: Empfehlungen und -Kaufkriterien

Allround-Angelrolle

Allround-Angelrolle

Weiter unten finden Sie in diesem Beitrag ausführliche Erläuterungen der wichtigsten Angelrollen-Arten sowie der Kaufkriterien, die Sie auf jeden Fall beachten müssen, falls Sie sich für ein Allround-Modell entscheiden. In folgender Tabelle haben wir unsere Rollen-Empfehlungen zusammengefasst, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten und die sowohl beim Raubfisch- als auch beim Friedfischangeln effektiv eingesetzt werden können. Alle Modelle kosten zwischen 50 und 150 Euro und repräsentieren somit das mittlere Preissegment, das nicht nur für Hobby-Angler optimal geeignet ist. Die wichtigsten Eigenschaften der einzelnen Gräte sind in der Tabelle konsolidiert, sodass Sie sich schnell das passende Modell aussuchen können.

Abbildung*
Spro CRX 2000
Preis-Leistungs-Tipp
Daiwa Legalis LT 2500
Okuma Ceymar XT 2500
Daiwa Caldia 3000 D
Shimano Stradic CI4 1000
Daiwa Ninja 2500 A
Browning Black Magic 3000
ModellSpro CRX 2000Daiwa Legalis LT 2500Okuma Ceymar XT 2500Daiwa Caldia 3000 DShimano Stradic CI4 1000Daiwa Ninja 2500 ABrowning Black Magic 3000
Übersetzung5,2:15,3:15,0:16,2:16,0:14,8:15,1 : 1
Schnurfassung180 m / 0,18 mm150 m / 0,28 mm295 m / 0.15 mm150 m / 0,33 mm140 m / 0.20 mm190 m / 0.25 mm120 m / 0,22 mm
Schnureinzugk.A.75 cm63 cm93 cm79 cm72 cmk.A.
Kugel-/Walzlager7576644
BremssystemFrontbremse Frontbremse Frontbremse Frontbremse Frontbremse Frontbremse Frontbremse
Gewicht260 g 205 g 222 g 205 g 160 g 270 g 275 g
Eigenschaften/ Ausstattung
  • optimal für leichtes Spinnfischen
  • S-Drive Getriebe
  • übergroße Bremsschraube
  • gute Allround-Rolle
  • Silent Oscillation System
  • AIR BAIL Rollenbügel
  • optimal fürs Jiggen
  • Rotor-Ausgleichs-System
  • Schnur-Kontrollsystem
  • hochwertige Allround-Rolle
  • leicht und handlich
  • robust und zuverlässig
  • sehr leichte Rolle für Finesse-Angeln
  • wasserdichtes Bremssystem
  • geschmeidig und leise
  • flexible Allround-Rolle
  • hoher Bremskraft
  • Ersatzspule
  • robuste Feeder-Rolle
  • fein justierbare Frontbremse
  • Rücklaufsperre
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Erhältlich bei*

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Was muss man vor dem Kauf einer Angelrolle wissen?

1. Angelrollen-Arten

Allround-Angelrolle

Allround-Angelrolle

Angler haben die Wahl zwischen Stationärrollen, Multirollen und Fliegenrollen. Stationärrollen überzeugen durch ein einfaches Handling und passen beinahe zu allen Angelruten. Geeignet sind sie deshalb für jeden Angler. Anfänger etwa lernen den Umgang mit ihnen ausgesprochen schnell. Profis dagegen schätzen die leichte Handhabung unter den mannigfachsten Witterungsbedingungen und das sogar bei starkem Gegenwind. Die Rollenachse von Stationärrrollen ist parallel zum Schaft angebracht. Die Angelschnur wird beim Aufrollen sehr gleichmäßig auf die Spule aufgewickelt. Bei den Multirollen dagegen wird die Angelschnur parallel zur Angelrute geführt. Dadurch kann es nicht vorkommen, dass die Schnur sich verheddert, wenn der Fang eingeholt wird. Das Besondere bei einer Multirolle ist die integrierte Übersetzung. Das heißt, die Spule dieser Rolle dreht sich beim Auswerfen und beim Einholen schneller als bei einer Kurbe. Außerdem schätzen Angler das Drillgefühl und den Köderkontakt der vielseitigen Angelrolle. Die Königsdisziplin beim Angeln ist das Fliegenfischen. Auch dafür gibt es eine spezielle Angelrolle: die Fliegenrolle. Aus Aluminium angefertigt sind diese Angelrollen sehr haltbar und bestechen durch ihre Langlebigkeit. Ausgelegt sind die speziellen Rollen für eine oder für zwei Schnurklassen. Der Großteil überwiegende Teil dieser Art von Angelrollen ist mit Scheibenbremsen ausgestattet. Damit gelingt zum Beispiel das Angeln auf Lachs, Hecht oder auf Meeresforellen bestens. Im nächsten Beitrag finden Sie einen ausführlichen Kaufratgeber für Fliegenrollen.

Wolfgangs
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2. Angelrollen fürs Raubfischangeln (Spinnfischen)

Das Spinnfischen stellt besondere Anforderungen an die Angelrollen. Da der Köder bei dieser Art des Angelns unaufhörlich ausgeworfen und wieder eingeholt wird, soll eine Spinnrolle zuerst natürlich leichtgängig sein. Deshalb ist Ruckelfreiheit ein sehr wichtiges Merkmal für die Qualität einer Spinnrolle, denn das macht das komfortable Angeln erst möglich. Ein weiteres wichtiges Merkmal für eine ausgezeichnete Spinnrolle ist eine bestimmte Verwindungsfreiheit. Zu bevorzugen sind Materialien, die einer elastischen Verformung gegenüber widerstandsfähig sind, denn auf die Rolle wirken sowohl Kraft als auch Drehmoment. Angelrollen aus Vollmetall zum Beispiel haben eine hohe Verwindungsfestigkeit. Das gilt ebenso für Modelle, die aus High-Tech-Materialien gefertigt sind, wie zum Beispiel Kohlefaser oder auch Magnesiumoxid. Rollen mit niedriger Übersetzung eignen sich durch das hohe Drehmoment für das Angeln mit großen Ködern. Sie lassen sich leicht einholen und bewegen sich geschmeidig. Allrounder sind Rollen mit einer mittleren Übersetzung. Weil sie schnell und langsam gekurbelt werden können, eignen sie sich gut für Einsteiger. Rollen mit einer hohen Übersetzung verleihen dem Ködern eine hohe Geschwindigkeit bei der Führung. Wegen ihres niedrigen Drehmoments sind sie schwer einzukurbeln. Sie eignen sich also gut für das Angeln mit kleinen Ködern. Denn diese produzieren recht wenig Widerstand im Wasser. Mehr Infos zu Raubfischrollen finden Sie hier.

3. Angelrollen für Friedfischangeln

Schleien

Schleien

Für das Angeln von Friedfischen brauchen Angler eine wesentlich feinere Rolle. Geangelt werden Friedfische außerdem mit schmalen, filigranen Angelruten und mit dünneren Schnüren. Aufgerollt müssen diese Angelschnüren die Angelrolle auch wirklich ausfüllen. Außerdem sollten für den Erfolg beim Angeln sowohl die Angelrute als auch die Friedfischrolle sehr gut auf die jeweilige Methode des Angelns ausgerichtet sein. Eine Angelmethode beim Friedfischangeln ist das Matchangeln. Es wird auch als Wettfischen bezeichnet. Dabei sollen in kurzer Zeit möglichst viele kleine Fische, wie etwa Rotaugen, Nasen oder Rotfedern, gefangen werden. Bei diesem aktiven Fischen muss der Angler den Köder ständig bewegen. Die Rolle hat deshalb am besten eine hohe Übersetzung. Sie hilft, mit nur wenigen Umdrehung der Kurbel den Köder über eine lange Zeit variantenreich zu führen. Die Ausrüstung beim Matchangeln muss außerdem sehr filigran sein. Angebracht sind dafür neben den schlanken und leichten Ruten sehr feine Angelschnüren. Die richtige Angelrolle für das Matchangeln muss aus diesem Grund eine flache und kleine Spule haben. Bei Bologneseangeln dagegen, deiner Angelmethode aus Italien, werden die Angelruten vornehmlich in großen Flüssen eingesetzt. Da Angler dabei die Kontrolle über die Angel in der starken Strömung nicht verlieren dürfen, muss die Friedfisch-Rolle eine hohe Übersetzung haben. Sonst dauert es zu lange, die Schnüre wieder einzuholen. Im nächsten Beitrag finden Sie einen ausführlichen Kaufratgeber für Friedfischrollen.

4. Angelrollen fürs Grundfischen

Die Allround-Angelrollen beim Grundfischen müssen ebenfalls passend auf die Angelruten abgestimmt sein. Die Ruten bei dieser Art von Fischen können Längen bis zu 3,60 Metern haben. Das hat seinen Grund. Denn der Köder wird weit ausgebracht. Und je länger die Angelrute ist, desto weiter kann der Angler sie auch werfen und danach den Köder über den Grund ziehen. Mit einer feinen und schmalen Angelrolle kann eine solche Rute also nicht bestückt werden. Außerdem werden beim Grundfischen in der Regel sehr große Fische gefangen. Deshalb greifen Angler am besten nach einer möglichst robusten Rolle. Beim Grundfischen wird darüber hinaus passiv geangelt. Die Angelruten liegen also für das Gros der Zeit still auf dem Halter für die Angelruten. Für das Einholen der Montage reicht also eine einfache Rolle. Sie sollte außerdem ein stabiles Getriebe und eine kräftige Bremse haben. Auch der Einsatz eines Freilaufmodells ist eine Überlegung wert. Monofile Leinen mit einem Durchmesser von um die 0,30 Millimeter sind als Hauptschnur optimal.

5. Front- oder Heckbremse?

Quantum Smoke 25. Bremse

Quantum Smoke 25. Bremse

Eine wichtige Frage bei der Entscheidung für eine Spinnrolle ist die Qualität und die Art des dabei zum Einsatz kommenden Bremssystems. Unterschieden wird grundsätzlich zwischen Frontbremsen und Heckbremsen. Jedes dieser Systeme hat eine eigne Funktionalität und eine aus seinen Eigenschaften hergeleitete Langlebigkeit. Welches Bremssystem ein Angler bevorzugt, ist zunächst eine subjektive Entscheidung. Dabei kommt es jedoch darauf an, die wichtigsten Eigenschaften der beiden Bremssysteme zu berücksichtigen. Bei den Spinnrollen sind Frontbremsen ausgesprochen weit verbreitet. Diese Modelle sind zum einen kräftiger. Zum anderen haben sie eine deutlich längere Lebensdauer als Angelrollen, die mit einer Heckbremse ausgestattet sind. Die viel größeren Bremsscheiben bei einer Frontbremse ergeben nicht nur eine stärkere Bremskraft. Sie verleihen der Rolle auch eine deutlich feinere Justierbarkeit. Solche Angelrollen sind deshalb besonders ruckfrei. Und sie lassen sich darüber hinaus fein abstimmen. Eine Heckbremse dagegen lässt sich viel einfacher bedienen. Der Angler kann hier besonders effizient und schnell zwischen den verschiedenen Bremseinstellungen wechseln. Dank der einfachen Bedienung kann die Bremseinstellung bei einer Heckbremse unkompliziert verändert werden. Ein Griff in die Spule ist nicht erforderlich. Allerdings sind die Bremsscheiben bei einer Heckbremsrolle deutlich kleiner als bei einer Frontbremse. Deswegen ist die Bremskraft auch weniger gut. Heckbremsen haben nicht zuletzt eine anfälligere Mechanik. Wegen der kleinen Bremsscheiben lässt sich eine Heckbremse nicht so präzise abstimmen, wie die Frontbremse.




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