Daiwa Caldia – Beliebte Stationärrolle im Test

Von den drei aktuell auf dem Markt vorhanden sehr leichten Stationärrollen gehobener Preisklasse weist Caldia von Daiwa das beste Preis-Leistungsverhältnis aus.

Drei Rollen im Testlauf

Daiwa Caldia 2500

Daiwa Caldia 2500

Nachdem ich sowohl die Rarenium von Shimano als auch die Smoke von Quantum ausgiebig getestet habe, holte ich mir nun die Dritte im Bunde – die Caldia von Daiwa*. Diese Rolle ist ein 25-er Modell und somit fürs Angeln mit Ködern von 5 bis 20 Gramm optimal geeignet. Ihr eigenes sehr leichtes Gewicht war für mich das ausschlaggebende Argument für den Kauf. Wer regelmäßig angelt und dabei lange Zeit am Stück auswirft, der weiß, wie wichtig leichte Ausrüstung ist.

Jetzt nach 6 Monaten Gebrauch kann ich behaupten, dass Caldia am besten abgeschnitten hat. Mit Problemen bzw. Mängeln, die bei anderen getesteten Rollen aufgetreten sind und die ich bereits in diesem Blog beschrieben habe (Quantum Smoke Test, Rarenium von Shimano Test), musste ich mich bei Caldia nicht konfrontieren. Ich würde ungerne behaupten, dass sie perfekt ist, dennoch, wenn ich dasselbe Rollenmodell wiederholend anschaffen müsste, würde ich zu Caldia von Daiwa greifen.

Design follows Function

Bei einer Rolle der gehobenen Preisklasse darf die Verarbeitung keine Fehler aufweisen, zumindest nicht im sichtbaren Bereich. Sonst wird sie schlicht nicht gekauft. So sieht auch Caldia perfekt aus: das Design wirkt modern und bündig. Teile aus Metall und Plastik sind ergonomisch miteinander kombiniert.

Daiwa Caldia Stationär

Daiwa Caldia Stationär

Auch technisch greifen alle Details nahtlos ineinander: sowohl beim Kurbeln als auch beim Aufmachen und Schließen des Fangbügels gibt es keinen halben Millimeter Leerspiel. Die Rolle läuft sehr geschmeidig und rund. Nirgendwo gibt es auch die leiseste Spur vom Wackeln oder Klappern.

Den Meeresanglern wird die vom Rotor vollkommen abgedichtete Achse sicherlich entgegen kommen. Dieser Schutzmechanismus wird mittels einer ausgetüftelten Ölbarriere realisiert. Das Rollengetriebe ist also nicht nur vor Salzwasser sondern auch vor Schmutzpartikel geschützt, was die Lebensdauer der Rolle insgesamt verlängern dürfte.

Spulenbremse

Daiwa Caldia Spule

Daiwa Caldia Spule

Spulenbremse von Caldia sticht im Vergleich zu Spulenbremsen von beiden anderen getesteten Rollenmodellen eindeutig hervor. Für die Bremseinstellung, die man bei der Smoke z.B. mit einer Umdrehung der Spulenbremse erreicht, braucht man bei Caldia fast schon zwei Umdrehungen. Was zuerst etwas träge klingt, ist im Grunde genommen das Attribut einer feinjustierbaren Spulenbremse und somit gerade beim Barsch- oder Forellenangeln ein großer Vorteil. Beim Nachstellen dieser Räuber verwendet man sehr filigrane Schnüre, sodass die Bremse äußerst präzise eingestellt sein muss, andernfalls riskiert man Schnurbruch und Verlust des Fisches.

Weitere positive Eigenschaften

Zander

Zander

Der Schnurfangbügel sieht bei Caldia ziemlich korpulent aus, was allerdings keineswegs ein Nachteil darstellt, da er aus Aluminium hergestellt wurde und somit das Gewicht der Rolle nicht unnötig strapaziert. Im Gegenteil: Im Vergleich zu dem sehr dünnen Schnurfangbügel von Rarenium, der in der Praxis leicht verbogen werden kann, schafft der etwas dickere Schnurfangbügel bei Caldia Stabilität.

Caldia, Smoke, Rarenium im Vergleich

Hersteller Daiwa Quantum Shimano
Rolle Daiwa Caldia 2500* Quantum Smoke 25* Shimano Rarenium 2500*
Gewicht 230 g 216 g 205 g
Übersetzung 4.8:1 5.2:1 5.0:1
Schnureinzug 71 cm 72 cm 74 cm
Kugel-/Walzlager 6 11 7

Weiterhin hat Caldia einen kleinen Hebel zum Ein- und Ausschalten der Rücklaufsperre im unteren Teil des Gehäuses. Wenn manch anderer Angler diesen Umschalter nicht zwingend braucht, will ich es auf gar keinen Fall vermissen. Ein Beispiel aus der Praxis: wenn der Köder sehr nahe an die Rutenspitze gezogen wurde, kann es schnell passieren, dass der Karabiner oder Noknot-Verbinder in den ersten Rutenring kommt und klemmt. Bei Caldia von Daiwa könnte man den Köder jetzt durchs Umschalten des Hebels einfach absacken lassen. Bei einer Rolle ohne diese Funktion, wie z.B. Quantum Smoke, müsste man dafür den Fangbügel aufklappen, was unter Schnurspannung gar nicht gesund für eine Stationärrolle ist.