Inline-Ruten: Kauftipps, Test & Vergleich 2019

Die Ringe einer Angelrute sind nicht immer förderlich fürs Angeln. Doch sind Inline-Ruten eine wirkliche Alternative? Lesen Sie weitere Informationen in unserem Ratgeber.

Wie ist eine Inline-Rute konstruiert?

Angeln mit Inline-Rute

Angeln mit Inline-Rute

Anders wie bei konventionellen Ruten, verläuft die Schnur bei einer Inline-Rute nicht durch die Rutenringe sondern durch das Zentrum des Blanks. Auf Ringe wird bei dem Inline-Konzept komplett verzichtet. Hinter der Idee steckt das bestreben, das Verheddern der Schnur um die Ringe unmöglich zu machen. Auch der Schutz der Schnur und gleichmäßigere Verteilung der Last auf das Kohlefasermaterial im Drill standen bei der Entwicklung einer „Inliner“ mit im Vordergrund.

Vor- und Nachteile einer Inline-Rute im Vergleich zur beringten Rute.

Inline-Ruten sind nicht jedermanns Sache. Folgend haben wir die wichtigsten Vor- und Nachteile aufgelistet, die den Neulingen vor dem Kauf einen Einblick dazu geben sollten, was sie erwartet:

Vorteile einer Inline-Rute:

  • Keine angebrochenen oder angerauten Führungsringe.
  • Kein Verheddern der Schnur beim Trolling.
  • Gleichmäßige Verteilung der Kräfte beim Drill.
  • Schutz der Schnur vor Objekten im Boot.
  • Multirolle oder Stationärrolle verwendbar.
  • Gute Bisserkennung.

Nachteile einer Inline-Rute:

  • Einfädeln der Schnur etwas aufwändiger.
  • Bei der Winterjagd auf Mefo besteht das Risiko des Zufrierens.
  • Die Rute muss sorgfältig und regelmäßig ausgespült werden.

Wie funktioniert das Händling mit einer Inliner?

Meeresangeln

Meeresangeln

Wie bei allen beringten Ruten wird vor dem Angeln auch bei einer Inliner eine Rolle am Rollenhalter befestigt. Die Angelschnur verläuft durch die Eingangsführung in das Innere der Rute und aus der Führung der Rutenspitze wieder hinaus. Dafür muss die Schnur mit einem vorgesehenen Draht mit Öhr durch das Rutenblank geführt werden. Dieser wird in der Regel mit den Ruten ausgeliefert.

Das Handling einer Inline-Rute erfolgt wie bei den klassischen, beringten Modellen. Neben zweiteiligen Ruten, die vor dem Einsatz Zusammengesteckt werden, finden sich auf dem Markt auch Teleskop-Inline-Ruten, welche als platzsparende Lösung einfacher verstaut und transportiert werden können. Inline-Ruten sind für schwere Gewichte und sehr dicke Fische konzipiert, was sie vor allem fürs Big-Game-Fishing zu einer interessanten Alternative macht.

Welche Länge soll eine Inline-Rute haben?

Mit gut ausgerichteten Bootsrutenhaltern wird die Rutenlänge etwa zur Nebensache, sollte allerdings, wie die Transportlänge, bei bestimmten Vorlieben oder Einschränkungen berücksichtigt werden. Wichtige Gründe für eine passende Längenauswahl sind niedrige Brücken und begrenzter Stauraum. Wer sein komplettes Boot mit Inline-Ruten fürs Trolling ausrichten möchte, sollte darüber hinaus berücksichtigen, dass pro Downrigger zwei bis maximal drei Ruten verwendet werden sollten, da die Gefahr des Verhedderns der Schnüre mit jeder Rute zunimmt.

Sechs Inline-Ruten im Vergleich

Die auf dem Markt befindlichen zahlreichen Inline-Ruten erschweren einem die Entscheidung ungemein. Trotzdem sollte die Wahl der richtigen Rute gut durchdacht sein. In folgender Tabelle finden Sie einen Vergleich von sechs sehr guten Inlinern, die der Markt aktuell anbietet. Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen, Foren und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Ratingsystem aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Rhino Baltic InlinePreis-Leistung Tipp Penn Regiment Daiwa Sealine DAM Madcat Robinson Sea Fox Savage Gear
Länge 2.4 m 2.1 m 2.13 m 2.10 m 2.74 m 1.92 m
Gewicht 305 g 299 g 410 g 230 g 352 g
Teile 2 2 3 2 2 3
Transportlänge 124 cm 108 cm 77 cm 111 cm 137 cm 0.7 m
Testkurve 15 – 25 lb 50 lb 30-40 lb 30 lb 50 – 150 g 600 g
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Wurfgewicht nach Zielfisch bestimmen

Wie bei allen anderen Ruten soll auch vor dem Kauf einer Inliner die Frage des Wurfgewichts und der Zielfische geklärt werden. Mit mehr Wurfgewicht werden bei der Meeresangelei tiefere Schichten erreicht. Wer also mit einem schweren Grundblei sehr tief angeln möchte, sollte eine widerstandsfähige Rute mit hohem Wurfgewicht von bis zu 50 lbs oder mehr wählen. Solch großen Kaliber eignen sich im Prinzip auch fürs Angeln auf Thunfisch und andere Monster, bei denen man sich vor dem Drill selbst am Boot festbinden möchte. Für die leichteres Trolling auf Mefo, Köhler, Heilbutt oder Dorsch genügen Ruten bis etwa 30 lbs.

Für welche Angelmethoden und Fische eignet sich eine Inline-Rute?

Thunfische

Thunfische

Inliner sind für schwere Bootsangelei mit hohen Wurfgewichten konzipiert. Das Prinzip des Angelns ohne Ringe wäre zwar auch für manch einen Uferangler sinnvoll, da weniger Gestrüpp in Ringen und Schnur hängen bleiben würde, doch viele Gründe sprechen für die Nutzung auf einem Boot. Die Schnur kann sich nicht in den Führungsringen verheddern, was beim Trolling und am Downrigger vor viel Ärger und Materialermüdung schützen kann. Ein Großteil der Schnur ist zudem vor Beschädigung durch scharfe Kanten im Blank geschützt.

Die Zielfische mit der Inline-Rute beim Angeln in unseren Gefilden sind Lachs, Meerforelle, Dorsch, Köhler und Hecht. Aber auch Forellen, große Zander und Waller können je nach Köder verhaftet werden. Mit dem Gewicht und einem kampflustigen Fisch am Haken ist der Drill direkt und schnurschonend. Im Gegensatz zur begrenzten Anzahl an Ringen, die im schlimmsten Fall die Schnur beschädigen, bietet die Inline-Rute eine gleichmäßige Verteilung der auftretenden Kräfte auf das gesamte Blank.




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