Angeln in Finnland

Hier finden Sie ausführliche Informationen über die Angel-Möglichkeiten in Finnland und die dafür notwendigen Erlaubnisse.

Raubfischangeln in finnischen Seen und Flüssen

Mehr als 180.000 Seen, 1000 Kilometer Küste, unberührte Natur und viel Ruhe – Finnland ist ein wahres Paradies für Hobby-Fischer. Vor allem begeisterte Raubfischangler kommen im hohen Norden voll auf ihre Kosten. So gibt es sowohl im Brackwasser an der Ostseeküste als auch in den unzähligen Gewässern auf der Seenplatte, die sich über weite Teile des Landes erstreckt, üppige Hechtbestände. Dabei sind meterlange Fische keine Seltenheit. Die beste Zeit für einen kapitalen Hechtfang im Brackwasser ist der Frühling. In den Seen von Zentralfinnland ist von Mai bis November Hechtsaison, wobei große Fische hier bis etwa Mitte Juni zu erwischen sind.

Hecht

Hecht

Neben den Hechten ist die häufigste Fischart in Finnland der Barsch, der nur im äußersten Nordosten des Landes nicht vorkommt. Im Sommer sind die gestreiften Räuber in großen Mengen im Brackwasser an der Küste und an den Anlegestellen der Seen zu finden. Auch beim Eisangeln im Winter gehören die Barsche einfach dazu. Weiterhin gibt es in Südfinnland und am Finnischen Meerbusen zahlreiche Gelegenheiten, um dem Zander nachzustellen. Beliebtes Angelgebiet ist die Region zwischen Helsinki und Turku, in der beispielsweise der See Lohjanjärvi liegt.

Fliegenfischen in Finnland

Fliegenfischen mit herrlicher Naturkulisse – auch dafür ist Finnland eine Top-Destination. Forellen, Äschen, aber natürlich auch der Lachs stehen für Fliegenfischer auf dem Programm. Die Saison geht von April bis September und ganz Finnland lockt mit verschiedensten Regionen, die sich zum Fliegenfischen eignen. Vor allem Lappland und das Naturgebiet Vätsäri an der Grenze zu Norwegen und Russland sind unter den Fliegenfischern hoch begehrt!

Fliegenfischen

Fliegenfischen

An der norwegischen Grenze entlang fließt auch der Teno, der Fluss mit dem höchsten Lachsvorkommen in ganz Europa. Das Angeln erfolgt hier vom Ufer oder von den Ruderbooten aus. Die beste Zeit für einen erfolgreichen Fang ist Mitte Juni, bei eher niedrigem Wasserstand. Neben Lachs ist auch die Äsche im Teno stark verbreitet. Wer weiter südlich sein Fliegenfischer-Glück versuchen möchte, für den eigenen sich die Flüsse in Südfinnland. Neben den Salmoniden können dort auch Döbel, Rapfen und Rotaugen mit der Fliege überlistet werden.

Meeresangeln in Finnland

Gleich drei verschiedene Abschnitte der Ostsee umschließen Teile Finnlands: der Bottnische Meerbusen in Richtung Schweden, der Finnische Meerbusen an der Südküste und das Schärenmeer rund um die Inselgruppe Åland. Letzteres begeistert mit zerklüfteten Küstenabschnitten, seichten Buchten und tiefen, offenen Gewässern. Landschaftlich stark verwinkelt, finden Sie hier Ihre persönliche Lieblingsstelle, abseits aller anderen Angler. Vor allem Barsche und Zander sind im Brackwasser sehr häufig anzutreffen und können vom Boot aus effektiv beangelt werden.

Im Bottnischen Meer dreht sich alles um den Hecht. Rund um Kristiinankaupunki, einer malerischen zweisprachigen Kleinstadt, werden regelmäßig Fische über zehn Kilo aus dem Wasser gezogen. In Kokkola wiederum beißen Meerforellen und Lachs an. Weil die Küste hier sehr felsig ist, sollten Sie Ihre Bootstouren zur eigenen Sicherheit nur mit einem ortskundigen Angelführer unternehmen.

Meeresangeln

Meeresangeln

Auch der Finnische Meerbusen überzeugt mit einer hohen Fischvielfalt. Entlang der sogenannten Königsstraße wird zwischen historischen Sehenswürdigkeiten von Einheimischen und Besuchern nach Herzenslust geangelt. Felchen, Hechte, Zander und Barsch tummeln sich hier in großen Mengen im Wasser.

Angelerlaubnisse

In Finnland gilt das sogenannte Jedermannsrecht. Dieses regelt nicht nur Dinge wie Camping und Pilze sammeln, sondern auch das Angeln. Sofern nicht anders angeschrieben, ist das Angeln mit Haken und Leine an allen Seen, Flüssen und Küstenabschnitten erlaubt und kostenlos. Ein Angelschein wird nicht benötigt. Die Ausnahme bilden Seen mit einem Vorkommen an Regenbogenforellen und Stromschnellen.

Wenn Sie das Spinnangeln oder Schleppangeln betreiben möchten, dann ist die staatliche Fischereiabgabe zu entrichten. Diese Angelscheine können ganz einfach über das Internet gekauft werden. Personen unter 18 und über 65 Jahren sind von der Regelung ausgenommen und können ohne Kosten angeln. Für alle anderen beträgt die Jahresgebühr aktuell rund 40 Euro. Für Stromschnellen oder das Fangen von Flusskrebsen ist außerdem eine Genehmigung des Eigentümers des jeweiligen Gewässers erforderlich.

Beste Angeltechnik fürs Raubfischangeln in Finnland

Wenn Sie ihr Anglerglück in Finnland beim Hechtangeln versuchen möchten, empfehlen wir Ihnen das Angeln mit dem Wobbler, den Sie sehr effektiv beim Nachstellen von Hechten einsetzen können. Überhaupt wurde der Wobbler als Fischköder in Finnland erfunden. Wie eine Wobbler-Montage aufgebaut ist, sehen Sie in folgender Abbildung. Mehr Informationen zu dieser Angelmethode, finden Sie hier.

Wobbler-Montage für Hecht

Wobbler-Montage für Hecht

In den nächsten Beiträgen erläutern wir die wichtigsten Kriterien, worauf Sie beim Kauf von Hecht- und Zanderruten genau achten müssen.

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