Angeln mit Gummifisch

Warum ist das Angeln mit Gummifisch so erfolgreich? Hier ergründen wir diese Frage und geben Tipps für noch mehr Erfolg.

Wie angelt man richtig mit Gummifisch?

Angeln mit Gummifisch

Angeln mit Gummifisch

Beim Angeln mit dem Gummifisch lässt man den „Gummi“ zuerst auf den Boden absinken und hebt ihn anschließend mit der Rutenspitze ruckartig auf 40-70 cm über dem Grund an, dann wieder absinken lassen, wieder ruckartig anheben usw. Der Köder wird also direkt auf dem Grund in Sprüngen geführt. Das ist auch das Erfolgsgeheimnis des Gummifischangelns.

Es gibt diverse Techniken, wie ein Gummifisch hüpfend geführt werden kann. Eine sehr bekannte davon ist die sogenannte Jiggen-Technik. Ganz wichtig ist zu wissen, dass die Fische beim Jiggen am häufigsten auf die zum Boden fallenden Köder und nicht auf die emporsteigenden beißen. Wann weißt man aber, dass der Köder schon am Grund liegt und wieder nach oben „gejiggt“ werden kann?

Jiggen-Technik

Jiggen-Technik

Ist der Köder am Grund angekommen, erkennt man es durch das plötzliche Absacken der Schnur an der Wasseroberfläche. Deshalb ist der Einsatz einer gut sichtbaren geflochtenen Schnur (z.B. in Neon-Farbe) sehr hilfreich beim Angeln mit Gummifisch. Zusätzlich kann man das Aufschlagen des Köders mit einer guten Jigrute erspüren. Das funktioniert allerdings am besten auf steinigen Böden. Beim schlammigen Grund ist das Aufschlagen des Jigkopfes kaum spürbar.

Sinkphase ist entscheidend

Sinkphase beim Jiggen

Sinkphase beim Jiggen

Bevor die „Gummis“ erfunden wurden, fische man mit Kunstködern fast ausschließlich an der Oberfläche oder im Mittelwasser. Auf dem Grund zu fischen, war bis dato außerordentlich schwierig, weil die Köder sich sehr schnell in den zahlreichen Hindernissen verfingen. Bei einer Gummifisch-Montage hingegen guckt der Haken immer Richtung Oberfläche, sodass der Köder beim Aufschlag auf dem Grund sich nicht so schnell in den Hindernissen verfängt.

Weiterhin waren die Sprünge, die ein Gummifisch beim Jiggen vorführt, bis zu der Einführung dieser Angelmethode den Fischen gänzlich unbekannt. Kein anderer Kunstköder – ob Wobbler, Blinker oder Spinner – wurde über dem Grund in Sprüngen geführt. Um so enthusiastischer reagierten die Raubfische, wenn sie einen zum Boden purzelnden Gummifisch sagen.

Zander lieben Gummifische

Einsteiger, die mit dem Gedanken spielen, das Gummifisch-Angeln auszuprobieren, fragen sich zurecht, warum die Gummifische gerade beim Zanderangeln so erfolgreich sind. Davon liest man im Internet auf jeder Themenseite. Der Grund dafür liegt im Wesen der Zander. Da diese Spezies die meiste Zeit ihres Lebens auf dem Gewässergrund verbringen, müssen sie sich mit den Beutefischen in Grundnähe gut auskennen. Ein Gummifisch erinnert die Zander also an einen angeschlagenen Beutefisch, der krampfartig vom Boden aufzusteigen versuchen, um im nächsten Augenblick wieder darauf zu fallen.

Köderkontrolle beim Angeln mit Gummifisch

Köderkontrolle beim Jiggen

Köderkontrolle beim Jiggen

Die absolute Mehrheit der Bisse beim Angeln mit Gummifisch passiert in der Sinkphase. Deshalb muss man dafür sorgen, dass die Angelschnur immer straff und dadurch kontrollierbar bleibt. Nur so überträgt sich jeder Fisch-Anfasser direkt in die Rute und weiter in unser Handgelenk.

Da die Rute beim Jiggen nach jedem Anheben sofort in ihre Ausgangsposition zurück gesenkt wird, sackt auch die Schnur jedes mal ab. Der Angler muss also dafür sorgen, dass sie schnell mit der Rolle aufgenommen wird. Auf dieser Weise bleibt die Schnur stets auf Spannung. Leider ist es selbst bei gespannter Schnur nicht immer einfach, einen Biss zu merken: Mal ist es ein unmissverständlicher Tock, mal ist es sehr diffus und kaum wahrnehmbar, wie z.B. ein plötzliches Verharren des Köders, obwohl er noch gar nicht auf dem Grund sein kann.

Kopfsache beim Angeln mit Gummifisch

Ein Gummifisch entfaltet sein Spiel beim Jiggen am besten dann, wenn er mit einem optimalen Jigkopf bestückt wurde. Welcher Jigkopf für die gegebenen Umstände optimal ist, hängt von vielen Faktoren ab. Während im Sommer alle Fische aktiv sind und deshalb schnell geführte bzw. auf den Grund hart aufschlagende Köder bevorzugen, ist es im Winter anders herum. In der kalten Jahreszeit sind die Räuber (wie auch die Friedfische) aufgrund des kalten Wassers träge und bewegen sich kaum. Deshalb sollten die Jigköpfe im Sommer schwer und die Köderführung schnell sein, im Winter aber genau umgekehrt.

Angeln mit Jigkopf

Angeln mit Jigkopf

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Übung macht den Meister

Um die Köderführung beim Angeln mit Gummifischen zu beherrschen, muss man durch viel Übung ein Gefühl dafür entwickeln, wie hoch der Köder über dem Grund gerade hüpft, ohne ihn dabei sehen zu können. Wer diese Sprünge zu kontrollieren und sogar zu variieren gelernt hat, wird regelmäßig Fische fangen. Bis es allerdings soweit ist, wird man beim Jiggen gelegentlich der Verzweiflung sehr nahe sein. Denn es gibt noch andere Faktoren, wie z.B. Wind oder Strömung, die diese Technik wesentlich erschweren und eine kontrollierte Köderführung sehr schwierig machen.



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