Angeln mit Hegene

Hegene ist eine Angeltechnik aus der Schweiz, die speziell fürs Renkenangeln entwickelt wurde. Wie es funktioniert, erfahren Sie hier.

Was ist eine Hegene?

Schweiz

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Als Hegene bezeichnet man in der Sportfischerei eine Schnur (auch Vorfach genannt), von der seitlich vier bis fünf kürzere, in der Höhe versetzte Schnüre abgehen (ca. 2 – 5 cm). An diesen Seitenarmen befestigt man Nymphen (Kunstköder, die den Fliegenlarven nachempfunden wurden). Am Ende der Hegene befindet sich ein Senkblei oder ein weiterer Köder, beispielsweise ein Pilker. Manchmal ist das Blei auch gleich nach dem vierten Seitenarm angebracht und am Ende befindet sich eine fünfte Nymphe.

In der Schweiz wird häufig zwischen Hegene (4 Seitenarme mit Nymphen – Senkblei – 5. Nymphe) und Gambe (5 Seitenarme mit Nymphen – Senkblei) unterschieden. Wobei die Begriffe je nach Region auch synonym verwendet werden. Die Hegene erlaubt dem Angler, mit mehreren Ködern gleichzeitig und in verschiedenen Tiefen zu fischen. Während man in der Alpenregion Felchen/Maränen oder Renken mit dieser Methode überlistet, wird sie im norddeutschen Raum vor allem auf Barsch eingesetzt.

Wie funktioniert das Angeln mit Hegene?

Fürs Hegene-Angeln benötigt man eine Angel mit feiner Spitze, die meist mit einer auffälligen Farbe (Rot, Gelb, Giftgrün) gekennzeichnet ist. Häufig werden mit der Angel auch Wechselspitzen in verschiedenen Stärken mitgeführt. Man lässt die Hegene bis an den Grund sinken und kurbelt sie anschließend ca. fünf Umdrehungen hoch. Dann bewegt man die Angelrute immer auf und ab (in einem Radius von ca. 1 m). Dies erfordert sehr viel Geduld und einiges an Durchhaltevermögen.

Hegene-Montage

Hegene-Montage

Die Bissanzeige der Renken bemerkt man kaum (darum die feine Spitze der Angel). Wenn man jetzt also einen Anbiss bemerkt (leichtes nachgeben der Rutenspitze), muss man sofort anschlagen, da der Fisch die Nymphe sonst wieder ausspeit. Beim Barschangeln mit Hegene fallen die Bisse etwas deutlicher aus. Als Köder werden beim Barschangeln kleine Fisch- und Krebstier-Imitate eingesetzt. Gefischt wird vorwiegend von Boot, Stegen oder Brücken – dort, wo man vertikal gleich in große Tiefe kommt.

Richtiges Drillen ist wichtig

Beim Angeln mit Hegene wird der Fisch wird nach dem Biss langsam aber bei durchgehend gespannter Schnur aus der Tiefe an die Oberfläche gedrillt. Wird der Fisch zu schnell an die Oberfläche gezogen, riskiert der Angler das Ausschlitzen des Hakens aus dem Fischmaul und den Tod des Fisches, da dieser nicht genügend Zeit für den Druckausgleich hatte. In der Schweiz wird vielfach direkt ab Grund gezogen. Das heißt, es werden keine fünf Kurbelumdrehungen gemacht. Die Aufwärtsbewegungen werden sehr langsam ausgeführt und die Rutenspitze wird dabei nicht aus den Augen gelassen, da man die meisten Bisse eher sieht als spürt.

Beachten Sie bitte, dass das Fischen mit Hegene wegen der großen Verletzungsgefahr für Fische umstritten und mancherorts auch verboten ist. Eine Auskunft über die möglichen Auflagen und Einschränkungen bekommen Sie in den örtlichen Fischreibehörden bzw. in Landesanglerverbänden.

Quellen:

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