Angeln mit Pinkies

Ihren Namen verdanken sie ihrer besonderen, leicht rosafarbenen Färbung. Doch auch abseits davon sind Pinkies sehr interessante Fischköder.

Biologie der Pinkies und Halterung

Pinkies sind die Larven der weit verbreiteten Goldfliege. Optisch sind sie den Maden sehr ähnlich. Charakteristisch ist ihre besondere, leicht rosafarbene Tönung. Ihr Gebrauch ist besonders beim Angeln auf Weißfische vielversprechend. Beziehen kann man sie über gängige Angelshops und mittlerweile sogar per Online-Order bequem nach Hause. Großer Vorteil der Pinkies im Vergleich zu Maden: Sie sind bei angemessener Kühlung deutlich länger haltbar!

Zur Lagerung empfiehlt sich ein geschlossener Behälter, damit die Larven nicht vor ihrem eigentlichen Einsatz entwischen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass sich die Pinkies nicht durch dünne Plastikverpackungen hindurch fressen. Aus diesem Grund sollte man bei ihrer Lagerung besser auf Dosen aus Hartplastik zurückgreifen. Unser Geheimtipp für mehr Erfolg beim Angeln: Die Pinkies können durch Zugabe von Gewürzen oder Dippen veredelt und damit noch schmackhafter für die Fische werden!

Ultimative Angelköder beim Stippen

Pinkies eignen sich besonders gut für’s Stippen auf Weißfische. Plötzen, Brassen, Nasen & Co. werden recht schnell von den kleinen Larven angelockt. Auch größere Fischarten lieben Pinkies, sodass beim Stippen mit diesen Ködern auch mal eine größere Überraschung am Haken hängen kann, die allerdings aufgrund der filigraner Stipp-Ausrüstung nicht immer erfolgreich gelandet werden kann.

Um die passende Montage fürs Stippen mit Pinkies zusammen zu stellen, greifen Sie als erstes zu einer leichten und gedrungenen Pose (1,5 g), die idealerweise mit einer Fiberglasantenne ausgestattet ist. Die Bebleiung erfolgt wie in folgender Abbildung dargestellt ist. Bei dieser Blei-Anordnung sinken die Pinkies nach dem Auswurf  langsam und geschmeidig zum Boden, was für viele Friedfisch-Arten sehr verführerisch wirkt.

Stippmontage mit Pinkies

Stippmontage mit Pinkies

Bei Befestigung am Haken sollten die Pinkies ähnlich wie herkömmliche Maden aufgezogen werden. Die Einstichstelle sollte dabei zwischen den Augen liegen. Um ein Rotieren auf dem Haken zu verhindern, können zwei Köder gegenläufig aufgezogen werden – einer wie beschrieben und der andere am Hinterteil. Bei der Menge der Pinkies am Haken sollte der jeweilige Zielfisch und die äußeren Bedingungen beachtet werden. Im nächsten Artikel finden Sie einen Kaufratgeber für Stippruten.

Anfütterung mit Pinkies

Auch zum taktischen Anfüttern eignen sich Pinkies sehr gut. Dabei sollten sie unter das restliche Futter gemischt werden, um die Fische darauf zu sensibilisieren. Essenziell wichtig ist, den Fischen nicht zu viel Nahrung zu bieten, denn dadurch werden sie schnell gesättigt und interessieren sich weniger für den mittels der Stipprute dargebotenen Köder. Auch zu geringe Mengen an angebotenem Futter führen zu lediglich geringen Erfolgen, da die Fische dann auf der Suche nach Nahrung schnell zu einem Platz mit besserem Angebot weiterziehen. Hier das passende Maß zu finden, kann nur durch geduldiges Ausprobieren erreicht werden.

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