Ansitzangeln Tipps

Beim Ansitzangeln haben die Angler viel zu schleppen, dürfen sich aber auch entspannt zurücklehnen.

Worauf es beim Ansitzangeln ankommt?

Ansitzangeln

Ansitzangeln (Bild: Pressmaster/Shutterstock.com)

Während beim Spinnfischen den Kunstködern (wie z.B. dem Wobbler, Spinner oder Blinker) durch aktive Führung Leben eingehaucht wird, ist es beim Ansitzangeln der Geruch des Köder oder dessen Bewegungen (wie z.B. bei einem zappelnden Wurm), die Fisch ans Band bringen. Weiterhin während Spinnangler aktiv nach Fischen suchen, kommen beim Ansitz die Fische zum Angler. Von allein passiert es allerdings nicht immer, sodass der Angler durch das Anfüttern der Angelstelle selbst eingreifen muss.

Wissen über die Bodenbeschaffenheit des Gewässers, die aktuellen Witterungsverhältnisse sowie die Besatzfische und deren Lieblingsköder sind wichtige Faktoren, die beim Ansitzangeln von entscheidender Bedeutung sind. Auch die richtige Montage soll sowohl zu der Angelrute wie auch zum Zielfisch passen. Einmal ausgeworfen, bleibt die Montage beim Ansitzangeln in der Regel lange an einer Stelle liegen. Es gibt zwei wichtige Montage-Arten fürs Ansitzangeln: Posenmontagen und Grundmontagen.

Zielfische beim Ansitzangeln

Rotaugen

Rotaugen

Zielfische beim Ansitzangeln sind oft Friedfische: Von kleinen Rotaugen und Rotfedern über stattliche Brassen und Karauschen bis hin zu kapitalen Karpfen und Barben ist alles dabei, was das Ansitzangler-Herz begehrt. Die Friedfische sind allerdings nicht die einzigen, denen bei einem Ansitz erfolgreich nachgestellt wird. Mit einem Köderfisch in der richtigen Größe können Barsche, Zander und Hechte ebenfalls erfolgreich beangelt werden.

Auch die zarten Forellen, die auf passiv angebotene Bienenmaden oder Forellenteig beißen, und sogar Welse, die gern große Wurmbündel oder Leber aufsaugen, können beim Ansitzangeln gefangen werden. Selbst Lachse und Störe kann man bei Ansitzangeln überlisten – sofern der Köder stimmt. Oft sind gut gewählte Naturköder sogar erfolgreicher als Kunstköder, da sie die Nahrung der Zielfische am realistischsten abbilden.

Richtige Ausrüstung fürs Ansitzangeln

Angelzelt

Angelzelt

Die Wahl der Ausrüstung fällt beim Ansitzangeln oft so aus, wie bei einem kleinen Campingurlaub. Entscheidend ist, ob ein Tagesansitz oder ein Ansitz über Nacht Fische liefern soll. Ansitzangeln beginnt im Prinzip schon dann, wenn man sich mit einer Stipprute und ein paar Würmern ans Wasser setzt. Für einen Ansitz über Nacht sind im Bezug auf das Equipment und die Verpflegung nach oben keine Grenzen gesetzt.

Beim Nachtangeln braucht jeder Angler als Erstes einen effektiven Mückenschutz. Hierbei bieten vor allem passende Kleidung, ein Mückennetz oder auch Mückensprays Hilfe gegen die nervigen Plagegeister. Wer sich auf Mückenspray verlassen möchte, sollte diesen schon vor dem Angelausflug auf die äußere Kleidungsschicht sprühen, diese in einen Sack stecken und einziehen lassen. Sprüht man sich allerdings direkt am Wasser, könnte der Geruch die Fische vom Biss abhalten.

Ruten und anderes Zubehör fürs Ansitzangeln

Angelrute

Angelrute

Die besten Ruten fürs Angeln kleinere Friedfische beim Ansitz sind die Stippruten (Stippruten-Kaufratgeber finden Sie hier). Wollen Sie den Karpfen auf die Schuppen rücken, brauchen Sie eine gute Karpfenrute. Bis der Bissanzeiger piept, bieten weiterhin Angelzelte, komfortable Liegen und ein großer Angelschirm einen geeigneten Ort, um sich auszuruhen, ein Nickerchen zu machen oder ein Buch zu lesen. Ein Zelt sollte aus robusten, leicht zu reinigenden Materialien bestehen, leicht öffnende Reißverschlüsse haben und hoch genug sein, dass man schnell an die Rute kommt, um den Fisch zu drillen, bevor sich dieser abschüttelt.

Neben Ruten, Rutenhaltern, Ködern und anderen elementaren Ausrüstungsgegenständen, sollten die kulinarischen Bedürfnisse für einen guten Ansitz nicht außer acht gelassen werden. Ein Grill, Getränke und andere Erfrischungen verleihen dem Ansitz einen Entspannungsfaktor. Wichtig ist, dass alle Spuren des Ausflugs am Ende beseitigt werden, denn selbst die kleinsten Verschmutzungen belasten die Natur, das Wasser und Ansehen der Angler in der Öffentlichkeit.

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