Angeln mit Tigernuss

Welche Fische besonders gerne auf Tigernuss beißen und was sie beim Angeln mit diesem Naturköder beachten müssen, erklären wir in diesem Artikel.

Für welche Fische eignen sich Tigernüsse besonders gut als Köder?

Karpfen. Bild-Lizenz: Dezidor (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cyprinus_carpio.jpeg), „Cyprinus carpio“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

Karpfen. Bild-Lizenz: Dezidor, Cyprinus carpio, CC BY-SA 3.0

Der süßlich-nussige Geschmack von Tigernüssen wirkt magisch auf Karpfen. Doch nicht nur die Bartelträger schnappen mit ihrem großen Maul gerne mal nach einer Tigernuss. Auch Brassen, Döbel und Schleien lieben die ursprünglich aus dem arabischen Raum stammenden Nüsse über alles. Sie können Krümel der Tigernuss zum Anfüttern benutzen oder mit großen Exemplaren als Köder arbeiten. Der Vorteil dieses Naturköders liegt darin, dass er sich in der Farbe deutlich vom Boden des Gewässers absetzt. Attraktiv für die Fische ist er vor allem an überfischten Stellen, wo die Flossenträger alle anderen Köder bereits zur Genüge kennen.

Tigernüsse sind reich an Ballaststoffen, Fett, Eiweiß und Zucker. Die Melange aus allen diesen Stoffen verströmt ein unwiderstehliches Aroma und zieht die Fische gerade zu magisch an. Im Einkauf sind Tigernüsse zwar nicht billig, aber sie sind auf jeden Fall günstiger zu haben als Boilies. Außerdem weichen Tigernüsse im Gegensatz zu Boilies selbst nach langer Zeit im Wasser nicht auf. Aus diesem Grund fallen sie auch nicht vom Haken, um zur Beute von kleineren Weißfischen zu werden. Nicht zuletzt schmähen selbst Krebse und sogar Wasservögel die Tigernüsse gänzlich. Der Köder bleibt also dem Zielfisch vorbehalten.

Wie präpariert/vorbereitet man Tigernüsse fürs Angeln?

Tigernüsse

Tigernüsse

Tigernüsse, auch als Erdmandel bezeichnet, sind von Natur aus süße Ballastträger. Ihr attraktiver Geschmack entfaltet sich allerdings nur durch die richtige Zubereitung. Dafür sollten die Nüsse ausreichend lange – zwischen 24 und bis zu 48 Stunden – im kalten Wasser einweichen. Anschließend werden sie in leicht siedendem Wasser gekocht. In dem Kochsud lässt man die Tiger dann noch für ein paar Tage stehen. Denn erst dadurch setzt langsam der Gärprozess ein. Diesen Prozess der Gärung brauchen die Tigernüsse, um ihre besondere Fängigkeit zu entwickeln. Im Verlaufe des Gärens setzen die Nüsse ihren eigenen Zucker frei. Aus diesem Fruchtzucker wird eine schleimige Hülle gebildet. Die Tigernüsse beginnen, sehr stark zu riechen.

Wenn Sie bei der Zubereitung der Tiger den Gärprozess verstärken wollen, geben Sie dem Sud noch etwas Zucker bei. Je stärker die Nüsse riechen, um so anziehender wirken sie auf Karpfen. Der Geschmack der Tigernüsse bewegt sich zwischen dem von Nüssen und dem von Mandeln. Wegen dieser besonderen Konstellation müssen Sie ihnen keine zusätzlichen Aromen beimischen. Bewahren Sie die Tigernüsse in einem dicht verschließbaren Eimer an einem kühlen Ort auf. Wenn Sie das Wasser von Zeit zu Zeit wechseln, bleiben die Nüsse über mehrere Wochen einsatzbereit. Wollen Sie sich nicht selbst mit der etwas aufwändigen Herstellung der Tiger befassen, gibt es Alternativen. Fertige Köder gibt es aus der Tüte oder der Dose, die auch lange haltbar sind.

Welche Angel-Montage ist am effektivsten beim Angeln mit Tigernuss?

Haar-Montage mit Tigernuss

Haar-Montage mit Tigernuss

Tigernüsse werden am besten an einer Haarmontage beim Grundangeln eingesetzt. Diese Methode ist beliebt und eignet sich nicht nur für Karpfen, sondern auch für die größeren Karpfenartigen, wie etwa Schleien oder Brassen. Bei der Haarmontage bleibt der Angelhaken vollkommen frei. Der Köder – in diesem Fall die Tigernuss – wird an einem etwa 1,5 bis 2,5 Zentimeter langen Stück Schnur, auch „Haar“ genannt, fixiert. Das Haar selbst ist fest an das Ende der Hakenschenkel gebunden sowie mit einer Schlaufe versehen. Die Tigernuss wird zunächst mit Hilfe einer Ködernadel durchstochen. Anschließend wird das Haar durch die Tigernuss hindurchgeführt. Fixiert wird das Ganze mit einem Boiliestopper. Nun baumelt die Tigernuss frei neben dem Angelhaken. Um Fehlbisse zu minimieren sollte der Abstand zwischen dem Haken und den Tigernüssen etwa fünf bis zehn Millimeter betragen.

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