Posenangeln mit Köderfisch

Obwohl beim Posenangeln meist Friedfische im Fokus stehen, kann man damit auch Räuber fangen. Wie es funktioniert, erklären wir in diesem Artikel.

Vorteile beim Posenangeln auf Raubfische

Posenangeln mit Köderfisch

Posenangeln mit Köderfisch (Bild: Artur Synenko/Shutterstock.com)

Anders wie beim Grundangeln, indem die Montage einfach ausgeworfen wird und man es sich anschließend am Ufer ganz bequem machen kann, geht es beim Posenangeln etwas aufwendiger zu. Hier muss man zuerst die Tiefe ausloten, in der der Köderfisch präsentiert werden soll, dann die Pose austarieren, sowie auch den Wind und die Strömung einkalkulieren. Nicht zuletzt muss man beim Posenfischen die Pose permanent im Auge behalten. Trotzdem lohnt es sich auch beim Angeln auf Raubfische, zu einer Posenmontage zu greifen.

Gerade an schwierigen Tagen, wenn die Räuber einen direkt auf dem Grund angebotenen Köder verschmähen, bringt dessen kleine Anhebung manchmal wahre Wunder. Der wichtigste Vorteil beim Posenangeln auf Raubfische ist somit die schwebende Köderpräsentation. Durch den Wind und Strömung driftet der Köderfisch langsam ab und bewegt sich dabei sehr dezent und natürlich zugleich. Das überzeugt die müden Räuber!

Montage fürs Posenangeln mit Köderfisch

Je nachdem, welcher Fisch mit dem Köderfisch und Pose* beangelt werden soll, wird die Posenmontage aus entsprechenden Einzelteilen zusammengestellt. Möchte man z.B. den Zandern nachstellen, greift man am besten zu einer 14 mm geflochtenen Hauptschnur und mindestens 20 mm dicken Fluorocarbon als Vorfach (siehe Abbildung). Beim Hechtangeln wiederum soll nicht nur die Hauptschnur dick genug sein (16-18 mm) sondern auch das Vorfach aus Stahl bestehen – zum Schutz gegen die messerscharfen Hechtzähne.

Zanderangeln mit der Pose

Zanderangeln mit der Pose

Eine typische Posenmontage fürs Raubfischangeln ist folgenderweise aufgebaut: Zuerst wird auf die Hauptschnur ein Gummistopper, danach die Perle und dann die Laufpose eingefädelt. Anschließend befestigt man den Wirbel, an den das Vorfach samt Haken geknotet werden. Darüber hinaus werden am Vorfach oder an der Hauptschnur (je nachdem, ob man auf Zander oder auf Hecht angeln möchte) zur besseren Austarierung der Pose Bleischrote angebracht, die auch das Aufsteigen des Köderfisches an die Oberfläche verhindern.

Welche Köderfische?

Als Köderfische eignen sich zum Posenangeln am besten diejenigen Arten, die in dem jeweiligen Gewässer am häufigsten vorkommen. In der Regel sind es kleine Weißfische oder Barsche. Dabei ist es besonders wichtig, dass der tote Köderfisch am Rücken an den Haken befestigt wird. Dadurch steht er in waagerechter Position im Wasser und bewegt sich im Drift sehr natürlich. Auf folgenden Seiten finden Sie Informationen zu den Themen Hechtangeln mit Köderfisch und Pose und Zander angeln mit Pose und Köderfisch.

Wenn Sie das Raubfischangeln mit Köderfisch in Deutschland ausprobieren wollen, beachten Sie bitte folgenden Hinweis: In allen Bundesländern ist der Gebrauch eines lebenden Köderfisches beim Angeln verboten!

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