Forellenangeln mit Spoons

Der Spoon oder Trout-Spoon ist ein besonders fängiger Köder für das Angeln von Forellen. Wie er funktioniert, lesen Sie in diesem Artikel.

Eigenschaften von Trout-Spoons und Abgrenzung zu anderen Ködern

Forellen

Forellen

Die ursprünglich aus Japan stammenden Trout-Spoons finden auch in Europa zunehmende Verbreitung. Die Besonderheit dieser Blechköder liegt in erster Linie in ihrer Form. Die Spoons kommen vor allem dort erfolgreich zum Einsatz, wo sich die Forellen auf kleine Nahrung spezialisiert haben, beispielsweise auf Fischbrut, Käfer oder Fliegen sowie deren Larven. Insbesondere in hoch frequentierten Gewässern sind die Salmoniden schon einiges gewohnt. Daher reagieren sie mit Argwohn auf gewöhnliche Köder oder Blinker, die beim Durchbrechen der Wasseroberfläche ein deutliches Geräusch erzeugen. Konstruktionsbedingt treffen die kleinen Spoons hingegen weitgehend geräuschfrei auf das Wasser. Dabei gleichen sie einem abstürzenden Insekt.

Hinzu kommt, dass Spoons oft in zurückhaltenden, dunklen Dekors angeboten werden. Ebenso gibt es Designs mit forellentypischen runden Flecken (Parrmarken), die junge Forellenbrut imitieren sollen. Dann gibt es auch andere dunklere Farbtöne, die verschiedene Insekten-Arten nachahmen. Generell finden sich bei den Trout-Spoons matte Designs und Dekore ebenso wie leuchtende und glitzernde Varianten. Je nach Gewässerart können Sie ausprobieren, auf welche Designs Forellen am besten reagieren. Gemeinsam sind den Spoons die Materialien, die geringen Abmessungen und die guten Lockreize. Hinsichtlich ihrer Formen unterscheiden sie sich im Einzelnen.

Konstruktionen, Formen und Anwendungsbereiche

Ähnlich wie Blinker werden Trout-Spoons aus Metall hergestellt. Sie zeichnen sich jedoch durch einen besonders guten Lauf im Wasser und starke Lockreize aus. Dies verdanken sie unter anderem ihrer Form, die sich vom Modell zum Modell unterscheidet.

Tropfen-Spoons

Weit verbreitet ist die Tropfenform (auch Birnenform genannt). Diese Spoons zeichnen sich durch eine breite Oberfläche und ein höheres Gewicht im hinteren Teil des Spoons aus. Geführt werden die Tropfen-Spoons ganz gleichmäßig (die sogeannte Steady-Retrieve-Technik) mit kurzen Spin-Stopps zwischendurch. Durch ihre großflächige Form verdrängen sie viel Wasser und taumeln sehr verführerisch von Seite zur Seite. Auch bei den Stopps sinken sie taumelnd langsam zum Boden, was die Forellen sehr oft zum Anbeißen provoziert. Darüber hinaus lässt sich mit den Tropfen-Spoons sehr gut jiggen.

Blatt-Spoons

Die Blattform oder breite Form stellt eine klassische Köderform dar. Sie erinnert an ein Haselblatt und hat einen großen Strömungswiderstand. Sie zeigt daher ein sehr langsames und flatterndes Sinkverhalten. Anwendung findet die Blattform bei der sogenannten Taumeltaktik. Dabei wird die Schnur langsam eingeholt, währenddessen man mit der weichen Rutenspitze zittert. Diese Führungstechnik verleitet den Spoon zu einem scheinbar unkontrolliertes Drehen und Aufblitzen, was den Räubern ein agonisierendes Fischchen suggeriert. Auch lassen sich die Blatt-Spoons hervorragend twitchen.

Rauten-Spoons

Die rautenförmigen Trout-Spoons können eine lange oder auch eine etwas breitere Form aufweisen, je nachdem wie schmal oder breit sie gehalten sind. Die längliche Form ist schmal und stromlinienförmig. Dies sorgt für einen geringen Wasserwiderstand und macht sie besonders geeignet für das Twitchen sowie das Steady-Retrieve gegen die Strömung. Die breit förmige Raute erzeugt hohen Wasserwiderstand und sinkt schön flatternd und langsam zum Boden ab. Der Einsatzbereich der breit-förmigen Raute entspricht daher dem des Blatt-Spoons.

Angel-Hotspots für Spoons und Ausrüstung

Trout-Spoons kommen im Wesentlichen an solchen Angel-Hotspots zum Einsatz, die nicht tief genug für herkömmliche Blinker oder Wobbler sind. Vor allem flache Gewässer bzw. Strecken sind ideal für die kleinen und leichten Spoon-Köder. Hier kann der Spoon mit dem richtigen Tempo gegen oder mit der Strömung eingeleiert werden. Die Technik des Steady-Retrieve eignet sich für die meisten Spots. Besonders bei der Wassertemperatur um die 18° werden unvorsichtige Forellen oder Äschen schnell auf die kleinen Köder aufmerksam.

Wenn Sie es mit problematischeren Fischen zu tun haben, empfiehlt es sich, den Spoon diagonal gegen den Strom auszuwerfen. Die Bisse sind zwar oft sehr vorsichtig, doch können sie pariert werden, indem der Köder-Kontakt durch gemäßigte Kurbelbewegungen aufrechterhalten wird, während der Spoon bei leicht gespannter Angelschnur im Bogen auf den Angler zutreibt.

Richtige Ausrüstung fürs Angeln mit Spoons

Da es sich bei den Trout-Spoons um eine feinfühlige Art des Fischens handelt, ist eine entsprechende Ausrüstung unverzichtbar. Wenn in einem größeren See oder Fluss geangelt wird, benötigen die leichten Blechköder eine lange Angelrute, damit sie sich weit genug auswerfen lassen. Es gibt speziell für das Forellenangeln entwickelte Ruten, deren Rollenhalter meist aus Holz bestehen. In Japan, wo die leichten Trout-Spoons schon lange zum Einsatz kommen, sind diese Ruten besonders beliebt. Das Material unterstreicht den ursprünglichen Stil dieser Art des Forellenangelns.

Unter der Bezeichnung Ultra-Light finden Sie spezielle Spinning-Ruten, die sich dank den Wurfgewichten ab etwa 0,4 Gramm besonders effektiv fürs Angeln mit den Spoons einsetzen lassen. Die leichten Ruten sind einfach zu handhaben und tragen dazu bei, dass Sie auch ganz vorsichtige Forellenbisse sofort parieren können. Bei Amazon – dem größten Angelladen der Welt – finden Sie eine große Auswahl an Ultralight-Angelruten.

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