Forellen angeln Tipps

Kein anderer Fisch hängt in Deutschland öfter am Angelhaken wie die Forelle. Hier erklären wir, wie das Angeln auf die „Silberbarren“ funktioniert.

Vorteile beim Angeln im Forellensee

Forellensee

Forellensee

Ein Forellensee bietet Angeleinsteigern ebenso wie den Profis ganzjährig die Möglichkeit, ihrem Hobby zu frönen. In Deutschland gibt es in jedem Bundesland zahlreiche Forellenanlagen, sodass es für den Angler nicht einfach ist, den passenden See möglichst nah am Wohnort zu finden. Abhilfe finden Sie in unserem Forellenseen-Verzeichnis, der von uns regelmäßig aktualisiert wird.

Der Vorteil der Forellenanlagen liegt schlicht und ergreifend im Fischbesatz: In gepflegten Seen haben Sie deutlich mehr Chancen einen Fisch zu fangen als in der freien Wildbahn. Außerdem finden Sie dort neben den unterschiedlichen Forellen-Arten auch andere Spezies, wie z.B. Karpfen, Welse und sogar Störe. Die Forellenanlagen locken obendrein mit zahlreichen Events, vom Nachtangeln über große Besatzaktionen bis hin zu speziellen Veranstaltungen für Kinder oder Einsteiger.

Welche Montage für Forelle?

Die am weitesten verbreitete Montage fürs Forellenangeln ist die Sbirolino-Montage. Sie wurde ursprünglich in Italien speziell fürs Angeln auf Forelle erfunden. Der Kern dieser Montage bildet die Sbirolino-Pose, die vor dem Köder geschaltet wird und dafür sorgt, dass der Köder weit auszuwerfen und anschließend in einer bestimmten Wassertiefe den Fischen präsentiert wird.

Sbirolino-Montage

Sbirolino-Montage

Sbirolino-Pose wird auch Schlepppose genannt. Dies führt auf ihre Hauptfunktion zurück: Nach dem Auswurf der Sbirolino-Pose samt Montage holt man sie wieder ein, wie es beim Spinnfischen üblich ist. Die Sbirolino-Pose bestimmt dabei nicht nur die Wurfweite sondern auch die Tiefe, auf die sie sinkt und wo auch der hinterher geschleppte Köder präsentiert wird. In der Abbildung oben sehen Sie, wie eine Sbirolino-Montage aufgebaut ist.

Glas-Federkette-Montage

Die Glas-Federkette und die Blei-Federkette sind beim Forellenangeln sehr beliebt. Beide Montagen sind fürs Angeln mit Tremarellarute konzipiert. Die Glas-Federkette ist zum Einsatz in oberflächennahen Wasserschichten bestimmt und besteht aus winzigen Federn und kleinen Glasröhrchen sowie jeweils zwei Dreifachwirbeln und zwei Gummiperlen.

Beim Fischen mit einer Federkette-Montage bringt man die Angelschnur durchs Zittern der Rutenspitze in eine Wellenbewegung, die sich bis in die Montage hinein fortsetzt. Der dadurch entstandene Rasselgeräusch der Federn zieht die Forellen stark an, sodass sie auf den Köder zubeißen. In folgender Abbildung sehen Sie, wie eine Federkette-Montage aufgebaut ist.

Glas-Federkette-Montage

Glas-Federkette-Montage

Möchte man in tieferen Wasserschichten angeln, greift man auf die Blei-Federkette zurück. Auch sie weist zwei Dreifachwirbel und zwei Gummiperlen sowie kleine Federn auf. Die Glasröhrchen sind jedoch durch die schwereren Bleie ersetzt, die die ganze Montage in die tieferen Wasserschichten befördern. Die Anzahl der Federn und Röhrchen ist variabel und hängt vom Wurfgewicht der Angelrute ab.

Welche Köder für Forelle?

Bienenmaden

Bienenmaden

Die besten Fangerfolge erzielt man beim Forellenangeln mit Bienenmaden. Da diese Maden-Art allerdings nicht sehr aktiv am Haken ist, setzen manche Angler sie als Cocktail zusammen mit Fleischmaden ein. Fleischmaden sind agil und preiswert. Auch Mehlwürmer sind beim Forellenangeln erfolgversprechend und können ebenfalls mit anderen Ködern kombiniert werden.

Weiterhin greifen erfahrene Angler gerne zu den Larven der Zophoba-Käfer, die den Mehlwürmern ähnlich aber deutlich größer und agiler sind. Weitere beliebte Naturköder fürs Angeln auf Forelle sind Heuschrecken, die aufgrund ihrer Größe bevorzugt für Großforellen zum Einsatz kommen. Auch Dosenmais gilt als überaus empfehlenswerter Naturköder für Forellen.

Forellenangeln mit Kunstködern

Unter dem Begriff Kunstköder werden alle Köder zusammengefasst, die einen echten, also organischen Köder imitieren. Ihr Einsatz verlangt eine spezielle Angeltechnik. Kunstköder werden beispielsweise beim Fliegenfischen oder Spinnangeln verwendet. Blinker, Wobbler und Spinner gehören zu den erfolgreichsten Kunstködern fürs Nachstellen von Forellen.

Am weitesten verbreitet sind beim Forellenangeln die sogenannten Trout-Spoons, auch Forellen-Blinker genannt. Dabei handelt es sich um kleine und filigrane Blechköder, die eine spezielle konkave Form aufweisen und bei der Führung kleine und verletzte Fischchen imitieren. Im nächsten Beitrag finden Sie ausführliche Informationen zum Thema Angeln mit Spoons.

Wie tief soll man den Köder anbieten?

Unter Wasser

Unter Wasser

Der Kunstköder imitiert in der Regel Fluginsekten oder Fischbrut, auf die die Forellen in den oberflächennahen Wasserschichten und im Mittelwasser lauern. Naturköder können auch in tieferen Wasserschichten in Grundnähe erfolgreich eingesetzt werden. Ein direkt am Grund liegender Köder wird bei Forellen allerdings nicht viel Beachtung finden und muss immer zumindest etwas angehoben werden.

Wie tief der Köder den Fischen präsentiert werden soll, ist ein unter Anglern am meisten diskutiertes Thema. Manche Forellenangler bieten den Köder zuerst an der Oberfläche an und, wenn die Bisse ausbleiben, gehen langsam in die tiefere Schichten hinein. Es sind vor allem die Witterungsbedingungen und die Jahreszeit, die starken Einfluss auf das Beißverhalten der Fische ausüben und die Köderpräsentation bestimmen.

Welche Angelrute für Forelle?

Auf diese Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort, denn hier hat jeder Angler seine eigene Philosophie. Während der Einsteiger sich zunächst meist mit einer einfachen Spinnrute zufriedengibt, stellen die Profis höhere Ansprüche. Beliebt sind beim Forellenangeln vor allem zwei Arten von Angelruten: Sbirolino- und Tremarella-Rute.

Ganz gleich für welche Rute Sie sich entscheiden, sollten Sie immer darauf achten, dass das Rutengewicht so gering wie möglich ausfällt: Zum einen, weil das hohe Gewicht auf Dauer ermüdend wirkt und zum anderen, weil es die sensible Wahrnehmung der Köderattacke verhindert. In nächsten Beiträgen finden Sie ausführliche Ratgeber für Sbirolino- und Tremarella-Ruten.

Wann beißen die Forellen am besten?

Forellenangeln

Forellenangeln

Forellen sind Kaltwasserfische und fühlen sich bei Wassertemperaturen über sieben und unter fünfzehn Grad Celsius am wohlsten. Da die meisten Forellenseen aber relativ flach sind, erwärmt sich das Wasser im Sommer sehr rasch und erreicht Temperaturen, bei denen die Forellen nur schlecht oder überhaupt nicht beißen. Das bedeutet, dass man in der warmen Jahreszeit die besten Chancen auf Forellen an schattigen Plätzen und am frühen Morgen hat.



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