Forellen-Arten

Was jeder Forellenangler schon immer über die verschiedenen Forellenarten wissen wollte. Hier finden Sie Beschreibungen der wichtigsten Forellenarten.

Bachforelle (Salmo trutta fario)

Bachforelle. Bild-Lizenz: Apple2000 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Salmo_trutta_fario-1.jpg), „Salmo trutta fario-1“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

Bachforelle. Bild-Lizenz: Apple2000, Salmo trutta fario, CC BY-SA 3.0

Die weltweit verbreitete Bachforelle (Salmo trutta fario) kann bis zu 100 cm lang und mehr als 15 kg schwer werden. In unseren Gefilden lebt sie bevorzugt in Wiesen- und Mittelgebirgsbächen und wird in der Regel 1-2 kg schwer. Kapitale Bachforellen sind nachtaktive Einzelgänger, die ausgezeichnet hören und sehen und ihre Reviere gegen die Eindringlinge vehement verteidigen. Die Bachforelle benötigt sauberes, sauerstoffreiches Wasser, sie neigt nur in der Laichzeit zum Standortwechsel und ist dabei überaus vorsichtig. Sportangler fangen die Bachforelle gerne mit künstlichen Ködern. Zur Familie der Lachsfische gehörend, wird die Bachforelle auch als Fario, Flussforelle oder Bergforelle bezeichnet. Aufgrund des zarten, fettarmen Fleisches mit wenig Gräten, ist die Bachforelle gegrillt, gebraten, gedünstet oder geräuchert ein beliebter Speisefisch.

Meerforelle (Salmo trutta trutta)

Meerforelle (Salmo trutta trutta)

Meerforelle (Salmo trutta trutta) (Bild: Dec Hogan/Shutterstock.com)

Unter günstigen Lebensbedingungen erreicht die Meerforelle (Salmo trutta trutta) eine Länge von 130 cm und ein Gewicht von bis zu 20 kg. Obgleich gesetzlich zum Teil streng geschützt, kommt die Meerforelle in den meisten heimischen Flüssen nur noch selten vor. Es handelt sich bei der Meerforelle um einen Wanderfisch, der zum Laichen in Süßwasserflüsse aufsteigt. Junge Meerforellen leben bis zu fünf Jahre im Süßwasser, bevor sie ins Meer abwandern. Die auch Lachsforelle genannte Meerforelle besitzt einen lang gestreckten Körper mit großem Kopf und starkem Kiefer sowie kräftige Zähne und eine bis hinter das Auge reichende Mundspalte. Für Sportangler ist vor allem die Ostseeküste beim Fischen auf die Meerforelle ein lohnendes Zielgewässer.

Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss)

Regenbogenforelle

Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) (Bild: Miroslav Orincak/Shutterstock.com)

Die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) kann bis zu 120 cm lang und etwa 25 kg schwer werden. Ursprünglich an der Westküste von Nordamerika beheimatet kam die Regenbogenforelle zum Ende des 19. Jahrhunderts nach Europa. Die in Aquakulturen gezüchtete Forellen-Gattung hat ihren Namen von den Regenbogenfarben an den Seiten. Aufgrund der hohen Wachstumsgeschwindigkeit bei geringer Sterblichkeitsrate eignet sich die Regenbogenforelle besser als die heimischen Arten zur Zucht. Zudem sind Regenbogenforellen wesentlich empfindlicher gegen verunreinigtes Wasser als Bachforellen, in Bezug auf Wassertemperatur und Sauerstoffgehalt stellen sie jedoch geringere Ansprüche. In den Verkauf gelangt die Regenbogenforelle häufig unter der Bezeichnung Lachsforelle.

Seeforelle (Salmo trutta lacustris)

Seeforelle (Salmo trutta lacustris)

Seeforelle (Salmo trutta lacustris) Chorche95, Lake Trout, CC BY-SA 3.0

Die Seeforelle (Salmo trutta lacustris) ist ein im Süßwasser lebender Lachsfisch. Sie ähnelt genetisch der Bachforelle, kann jedoch aufgrund der fehlenden roten Tupfen auf den Seiten unterschieden werden. Seeforellen werden maximal 15 Jahre alt, bis zu 110 cm lang und sind im Vergleich zu Bachforellen mit 5 bis 11 kg leichter. Bei uns kommt die Seeforelle in den tiefen Süßwasserseen des Voralpenlandes vor. Ausgewachsene Tiere bevorzugen 30 bis 40 Meter Wassertiefe, während Jungforellen eher in flacheren Uferzonen anzutreffen sind. Im September steigt die Seeforelle zum Laichen in Zuflüsse auf und kehrt Ende Oktober zurück.

Bachsaibling (Salvelinus fontinalis)

Bachsaibling (Salvelinus fontinalis)

Bachsaibling (Salvelinus fontinalis) (Bild: Steve Cope/Shutterstock.com)

In seiner ursprünglichen Heimat (Nordamerika) kann der Bachsaibling (Salvelinus fontinalis) mehr als 85 cm lang und über 8 kg schwer werden. In unseren Seen wird der 1884 eingeführte Bachsaibling jedoch kaum länger als 55 cm und erreicht ein Maximalgewicht von 1,5 kg. Bachsaiblinge sind sehr farbenprächtige Salmoniden, die ihre Farben den Jahreszeiten entsprechend verändern können. Bachsaiblinge sind aufgrund ihres aromatischen, fettarmen und festen Fleischs beliebte Speisefische, die gegrillt, geräuchert, gebraten oder gedünstet verzehrt werden. Ihren Lebensraum teilen sie sich mit Bachforellen. Beide Arten bevorzugen die gleiche Nahrung und sind somit Rivalen, die sich gegenseitig aus Revieren verdrängen.

Seesaibling (Salvelinus alpinus)

Seesaibling (Salvelinus alpinus)

Seesaibling (Salvelinus alpinus) (Bild: Kristyna Henkeova/Shutterstock.com)

Der auch als Wandersaibling oder Rotforelle bezeichnete Seesaibling (Salvelinus alpinus) ist in den nördlichen Gebieten rund um die Welt verbreitet und im salzigen Meerwasser ebenso vertreten wie in Flüssen und Süßwasserseen. Er kann bis zu 15 kg schwer und maximal 110 cm lang werden. Seesaiblinge werden bis zu 40 Jahre alt, ihr Lebensraum reicht von den Bergseen der Alpen bis in die Nähe des Polarkreises. Aufgrund seines wohlschmeckenden Fleisches mit leicht entfernbaren Gräten ist der Seesaibling ein beliebter Speisefisch. Er wird geräuchert ebenso gerne verzehrt wie gedünstet, gebraten und gegrillt. Der Seesaibling unterscheidet sich mit seiner tiefen und breiten Maulspalte von der Forelle.

Fischlexika und -Atlanten

Falls Sie sich für die faszinierende Tierfauna unserer Meere, Seen oder Flüsse interessieren, empfehlen wir Ihnen folgende Bücher*, die neben herausragenden Fotos und detailgetreuen Zeichnungen auch spannende Informationen über die einzelnen Fisch- und Tier-Arten anbieten:
  1. Farbatlas der Angelfische
  2. Gefährliche Meeresfische
  3. Was lebt im Mittelmeer?
  4. Süßwasserfische Europas
  5. Fische Krebse Muscheln
  6. Das grüne Universum
Bewertung: 5,00; Bewertungen: 1