Lachsarten

Was jeder Salmoniden-Angler schon immer über die verschiedenen Lachsarten wissen wollte. Hier finden Sie Beschreibungen der wichtigsten Lachsfische.

Atlantischer Lachs (Salmo salar)

Atlantischer Lachs (Salmo salar)

Atlantischer Lachs (Salmo salar) Bild: Tim Robinson/Shutterstock.com

Seinen Lebensraum hat der atlantische Lachs im nördlichen Bereich des gleichnamigen Ozeans. Er verbringt dort seine Wachstumsperiode und zieht zur Vermehrung in die Süßwasser-Zuflüsse der Anrainerstaaten. Diese Salmoniden-Spezies wird durchschnittlich 6 Jahre alt, etwa 90 cm lang und 5 kg schwer.

Beim atlantischen Lachs handelt es sich um einen Fisch mit großer Ähnlichkeit zur Forelle. Die Maulspalte reicht bis hinter das Auge, der Kiefer ist mit kräftigen Zähnen bestückt. Im internationalen Fischhandel hat sich der atlantische Lachs aufgrund seiner Nährstoffe als beliebter Speisefisch etabliert. Im nächsten Beitrag finden Sie weitere Infos über den atlantischen Lachs.

Buckellachs (Oncorhynchus gorbuscha)

Buckellachs (Oncorhynchus gorbuscha)

Buckellachs (Oncorhynchus gorbuscha) Bild: DoublePhoto/Shutterstock.com

Der Buckellachs ist im nördlichen Pazifik sowie in den Zuflüssen zwischen Alaska und Kalifornien beheimatet. Er kommt außerdem in Flüssen der Insel Hondo sowie in den Fließgewässern der Aleuten und Kurilen vor. Seit 1939 ist er auch an der amerikanischen Ostküste und in den Zuflüssen zum Weißen Meer in Russland anzutreffen. In die Nordsee verirrt sich der Buckellachs sehr selten. Er zählt mit durchschnittlich 2 Jahren Lebenserwartung und etwa 60 cm Länge zu den kleineren und kurzlebigeren Salmoniden-Arten. Für den internationalen Fischhandel hat der an seinem Buckel erkennbare Lachs wenig Bedeutung.

Huchen (Hucho-Hucho)

Huchen (Hucho-Hucho)

Huchen (Hucho-Hucho) Bild: Habrda/Shutterstock.com

Der Huchen wird aufgrund seines ursprünglichen Lebensraums auch Donau-Lachs genannt. Angesichts zunehmender Wasserverschmutzung und Behinderungen bei der Laichwanderung ist der Huchen in der Donau heutzutage nur noch selten anzutreffen. Insgesamt hat sich die Verbreitung durch Besatz in Österreich und osteuropäischen Ländern jedoch verbessert. Der Huchen kann 15 Jahre alt, etwa 120 cm lang und bis zu 30 kg schwer werden. Da er immer noch relativ selten gefangen wird, ist der Huchen ein teurer, aber begehrter Speisefisch. Sein festes Fleisch ist aromatisch und ähnelt geschmacklich dem des Thunfischs.

Hundslachs (Oncorhynchus keta)

Hundslachs (Oncorhynchus keta)

Hundslachs (Oncorhynchus keta) Bild: Ysmori/Shutterstock.com

Der auch als Ketalachs bekannte Hundslachs kommt häufig an den pazifischen Küsten von Nordamerika und Asien vor. Er bevorzugt jedoch die kälteren Gewässer des Nordens und verirrt sich seltener an die kalifornische Küste. Der Hundslachs wird bis zu sieben Jahre alt, maximal 100 cm lang und höchstens 10 kg schwer. Er ist stärker als andere Salmoniden an das Meer als Lebensraum angepasst. In Europa kommt der Hundslachs selten und nur in Nord-Skandinavien vor, seine Bedeutung für den Fischhandel ist vergleichsweise gering.

Königslachs (Oncorhynchus tshawytscha)

Königslachs (Oncorhynchus tshawytscha)

Königslachs (Oncorhynchus tshawytscha) Bild: Alaskan Guide/Shutterstock.com

Das natürliche Habitat des Königslachs liegt vor der amerikanischen und asiatischen Pazifikküste, zudem ist er in den großen Seen der Vereinigten Staaten und durch Besatz in Neuseeland anzutreffen. Königslachse sind im Meer und im Süßwasser beheimatet, ihr Durchschnittsalter beträgt 6 Jahre. Sie werden bis zu 100 cm lang und maximal 20 kg schwer. Der Königslachs wächst sehr schnell und legt zum Laichen oft Distanzen von bis zu 4.000 km zurück. Als Speisefisch hat er jedoch zumindest auf den Märkten Europas keine Bedeutung. Ausgewachsene Königslachse nehmen auf dem Weg zu ihren Laichgründen keine Nahrung auf und sterben danach.

Masulachs (Oncorhynchus masou)

Masulachs (Oncorhynchus masou)

Masulachs (Oncorhynchus masou) Bild: Kirsanov Valeriy/Shutterstock.com

Der Masulachs ist eine mittlerweile vom Aussterben bedrohte Lachsart, die unter Naturschutz steht. Der früher sehr häufig vor den asiatischen Küsten und in Flüssen anzutreffende Fisch wurde von zunehmender Gewässerverschmutzung und Hindernissen auf seinen natürlichen Wanderwegen dezimiert. Vergleichsweise kleine Vorkommen bestehen noch auf der Insel Taiwan in Höhen oberhalb von 1.500 Metern. Der Masulachs wird maximal 4 Jahre alt, etwa 30 cm lang und 600 Gramm schwer. Für den internationalen Fischhandel ist der geschützte Masulachs nicht von Bedeutung.

Rotlachs (Oncorhynchus nerka)

Rotlachs (Oncorhynchus nerka)

Rotlachs (Oncorhynchus nerka) Bild: topseller/Shutterstock.com

Der Rotlachs ist im nördlichen Pazifik von Japan bis ins Beringmeer und an der amerikanischen Westküste verbreitet. Es gibt ihn zudem als Süßwasser-Population in den Binnengewässern der Vereinigten Staaten und Kanadas. Von allen Lachsen des Pazifiks hat der Rotlachs die größte kommerzielle Bedeutung. Er lebt die ersten 2 bis 3 Jahre im Süßwasser und wandert dann in den Pazifischen Ozean. Als ausgewachsener Fisch kehrt er zum Laichen ins Süßwasser zurück und stirbt nach der Paarung. Rotlachse werden bis zu 8 Jahre alt, maximal 90 cm lang und 7 kg schwer.

Seilberlachs (Oncorhynchus kisutch)

Seilberlachs (Oncorhynchus kisutch)

Seilberlachs (Oncorhynchus kisutch) Bild: JT Fisherman/Shutterstock.com

Als Wanderfisch wird der Silberlachs im Süßwasser geboren und verbringt die meiste Zeit seines Lebens in den küstennahen Regionen des nördlichen Pazifiks. Als geschlechtsreife Tiere steigen die Fische in die Süßwasser-Flüsse auf und wandern zurück an ihre Geburtsorte. Der Silberlachs wird maximal 5 Jahre alt, durchschnittlich 70 cm lang und etwa 8 kg schwer. Nach dem Laich-Vorgang stirbt der ausgewachsene Silberlachs. Über eine herausragende Bedeutung des Silberlachses für den internationalen Fischhandel liegen keine Informationen vor.

Weißlachs (Stenodus leucichthys)

Weißlachs (Stenodus leucichthys)

Weißlachs (Stenodus leucichthys)

Der Weißlachs ist im Kaspischen Meer vor allem im nördlichen Teil verbreitet. Er lebt dort in 30 bis 50 m Tiefe und wandert zur Laichzeit in Flüsse wie die Wolga. Weißlachse werden bei ihrer Wanderung gezielt geangelt, ihr Fleisch ist wohlschmeckend und reich an Proteinen und Vitaminen. Diese Spezies kann bis zu 130 cm lang und maximal 15 kg schwer werden. Der Weßlachs gilt jedoch als gefährdete Fischart und hat für den internationalen Fischhandel daher keine Bedeutung. Mit scharfen Zähnen ausgerüstet, ernähren sich Weißlachse überwiegend von kleineren Fischen.

Fischlexika und -Atlanten

Falls Sie sich für die faszinierende Tierfauna unserer Meere, Seen oder Flüsse interessieren, empfehlen wir Ihnen folgende Bücher*, die neben herausragenden Fotos und detailgetreuen Zeichnungen auch spannende Informationen über die einzelnen Fisch- und Tier-Arten anbieten:
  1. Farbatlas der Angelfische
  2. Gefährliche Meeresfische
  3. Was lebt im Mittelmeer?
  4. Süßwasserfische Europas
  5. Fische Krebse Muscheln
  6. Das grüne Universum
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