Atlantischer Lachs: Alle Infos zum Fisch

Anders als die meisten Salzwasserfische laichen atlantische Lachse nicht im Meer sondern in den strömenden Flüssen an Land, wo sie geboren wurden.

Allgemeines über Atlantischen Lachs

Atlantischer Lachs

Atlantischer Lachs

  • Deutscher Name: Atlantischer Lachs  (Engl.: Atlantic salmon)
  • Wissenschaftlicher Name: Salmo salar
  • Familie / Gattung: Lachsartige / Salmo
  • Vorkommen: Atlantischer Ozean
  • Habitat: kühle küstennahe Gewässer
  • Max. Größe / Gewicht: 150 cm / 45 kg
  • Max. Lebenserwartung: 10 Jahre

Lebensweise des Atlantischen Lachses

Die ersten ein bis drei Jahre ihres Lebens verbringen die jungen Lachse im Fluss, in dem sie geboren sind. Sobald sie in etwa 15 cm groß werden, beginnen einige physiologische Veränderungen in ihrem Körper, die sie für das baldige Leben im Ozean benötigen. So ändern sie zum Beispiel nicht nur ihre Färbung sondern auch ihren Metabolismus, der auf das salzige Wasser ausgerichtet wird. Mit 3-4 Jahren wandern sie ins Meer.

Im Meer beginnt Hauptwachstumsphase der Lachse, die mit der Geschlechtsreife endet. Anschließend lassen sich die Fische von den natürlichen Oberflächenströmungen im Ozean zurück zu den Mündungen ihrer Geburtsflüsse transportieren, um zu laichen. So schließt sich der Kreis, indem die meisten der abgelaichten Lachse vor Erschöpfung sterben und mit ihren Kadavern das Biotop für Fischnachwuchs schaffen.

Anatomische Merkmale

Atlantischer Lachs

Atlantischer Lachs

  • Lachsen besitzen einen stromlinienförmigen Körper. Bei älteren Exemplaren mit einer Körperlänge ab 80 cm wirkt der Körper bullig und massiv.
  • Das Maul der atlantischen Lachse ist stark bezahnt und reicht bis hinter das Auge.
  • Die Oberseite des Lachses ist meist olivblau bis dunkelbraun gefärbt und die Flanken schillern silbrig.
  • Charakteristisch für diese Spezies sind schwarze Punkte an den Flanken. Ihre Schuppen sind relativ klein.
  • Vor dem Laichen werden die Lachse dunkel und bekommen zum Teil große schwarze und rote Flecken.

Wie ernährt sich der Atlantische Lachs?

Während sich die frischgeschlüpften Lachse vom Zooplankton ernähren, beginnen die Jungtiere nach sechs Monaten bei einer Körperlänge sich von Flohkrebsen, Mücken und Insekten zu ernähren, die auf die Wasseroberfläche gefallen sind. Ausgewachsene Exemplare sind wiederum eingefleischte Raubfische, die sich explizit von Fischen ernähren, wie zum Beispiel Sprotten, Heringen, Gründlingen und Stinten.

Fortpflanzung des Atlantischen Lachses

Fortpflanzung der Lachse

Fortpflanzung der Lachse

Obwohl Lachse im Meer zur Geschlechtsreife anwachsen, kehren sie zum Laichen immer zu den Flüssen zurück, wo sie geboren wurden. Die Laichzeit liegt je nach Areal im Oktober-Januar. Dabei finden 95 von 100 Lachse exakt zu den selben Laichflüssen zurück, wo sie zur Welt kamen. Durch den Eingriff des Menschen in das Fließgewässer-System vieler Regionen hat sich die Population der Lachse stark zurückgebildet.

Nach dem Laichen sind die Lachse stark abgemagert, erschöpft und lassen sich mit der Strömung zurück ins Meer treiben. Die meisten Männchen und etwa die Hälfte der Weibchen sterben dabei. Doch einige es lebendig zurück ins Meer, wo sie ihre silberne Farbe wiedererlangen und mit der Nahrungsaufnahme beginnen. Die Veränderungen, die bei Lachsen während der Wanderung auftreten, sind hormoneller Natur und können rückgängig gemacht werden.

Lachse in Aquakulturen

Lachse in Aquakulturen

Lachse in Aquakulturen

Atlantische Lachse sind die am meisten gezüchteten Fische in den Aquakulturen der nördlichen Hemisphäre. Diese Aquakulturen sollten ursprünglich einerseits die weltweit steigende Nachfrage nach Lachsfleisch befriedigen und andererseits zur Entlastung der Ausbeutung von Weltmeeren beitragen. Dennoch beobachten Experten genau das Gegenteil, indem für die Züchtung eines Kilogramms Lachsfleisch ca. drei Kilogramm Fischmehl verfüttert werden, die man wiederum dem Meer entnimmt.

Zuchtlachse schaden darüber hinaus den natürlichen Wildlachs-Populationen. Weil es in Aquakulturen immer wieder zu Pannen kommt, entwischen die Zuchtfische oft. Da auch sie ihrem natürlichen Fortpflanzungsinstinkt folgen, schwimmen Zuchtlachse die Flüsse hinauf und erweisen sich dabei aggressiver als Wildfische. So wird die genetische Struktur der natürlichen Populationen gestört. Außerdem verbreiten die Zuchtfische Infektionskrankheiten, für die Wildbestände sehr anfällig sind.

Fischlexika und -Atlanten

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  1. Gefährliche Meeresfische
  2. Was lebt im Mittelmeer?
  3. Süßwasserfische Europas
  4. Fische Krebse Muscheln
  5. Heimische Gewässer


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