Blaufisch: Alle Infos zum Fisch

Die Italiener nennen ihn „ballerino“ wegen der Sprünge, die der Blaufisch auf der Jagd nach seiner Beute über das Wasser macht.

Allgemeines über Blaufisch

Blaufisch (Pomatomus saltatrix)

Blaufisch (Pomatomus saltatrix)

  • Name: Blaufisch. Engl.: Bluefish
  • Wissenschaftlicher Name: Pomatomus saltatrix
  • Ordnung / Familie: Scombriformes / Pomatomidae
  • Vorkommen: subtropische Meere
  • Habitat: nah der Küste, auch Flussmündungen
  • Max. Größe/Gewicht: 130 cm / 15 kg
  • Gefährdung: z.T. stark gefährdet

Herkunft und Lebensraum

Die Blaufisch lebt in den subtropischen Gewässern des Schwarzen Meeres, des Asowschen Meeres sowie im Indischen, Pazifischen und Atlantischen Ozean. Es gibt ihn im Mittelmeer und an der Küste Afrikas. Blaufische bilden große Schwärme und halten sich hauptsächlich in einer Tiefe von bis zu 200 m, können aber bei Luftdruckveränderungen nahe der Oberfläche schwimmen. In der warmen Jahreszeit ziehen sie in Küstengebiete und Flussmündungen und kehren aber ins offene Meer zurück, wenn es kälter wird. Blaufisch ist ein wertvoller Handelsfisch.

Lebensweise des Blaufisches

Blaufische

Blaufische

Der Blaufisch ist ein wilder und rastloser Jäger, der sich in den Netzen der Fischer verfängt, während er seine Beute einzuholen versucht. Die flinken Räuber verbringen ihr ganzes Leben in Schwärmen, die Tausende von Individuen zählen können. Auf ihren ständigen Wanderungen stellen sie eine Bedrohung für verschiedene kleinere Meerestiere dar, können aber im Schwarm auch besser von der Fischereiflotte gefangen werden.

Blaufischschwärme halten sich hauptsächlich in Küstennähe auf, schwimmen aber auch gerne in die Flussmündungen, um zu jagen. Dabei gehen sie wild und hemmungslos vor, indem sie abwechselnd in die Schwärme von Kleinfischen hineinstechen und anschließend die in Panik geratenen einzelnen Fische im Eiltempo einsammeln.

Wie groß wird ein Blaufisch?

Der Blaufisch kann bis zu 130 cm lang und bis zu 15 kg schwer werden. Ihre Durchschnittsgröße beträgt allerdings 50 – 60 cm beim 4 – 5 kg Gewicht.

Anatomische Merkmale

Blaufisch

Blaufisch

Der Blaufisch hat einen länglichen, seitlich zusammengedrückten Körper, der mit feinen, runden Schuppen bedeckt ist. Der Kopf ist groß und hat einen vorstehenden Unterkiefer. Auf der Rückseite befinden sich zwei geteilte Flossen. Die erste Flosse hat 7 bis 8 Strahlen. Die Schwanzflosse hat eine deutliche Einkerbung. An der Basis der beiden Brustflossen befindet sich je ein markanter dunkler Fleck. Die Bauchflossen sind kurz.

Wie ernährt sich Blaufisch?

Blaufische sind Raubfische, die sich von Heringen, Meeräschen, Krebsen und verschiedenen Kopffüßern ernähren. Sie leben und jagen im Schwarm. Dabei haben die Räuber eine ausgefeilte Jagdtechnik entwickelt, indem sie sich in mehrere Gruppen aufteilen und sich abwechselnd in die Schwärme der Beutefische auf großer Geschwindigkeit eindringen. Als Folge dessen gerate einzelne Fische in Panik und versuchen zu fliehen, indem sie ihren schützenden Schwarm verlassen. Die Jägerbrauchen sie anschließend bloß einzusammeln.

Fortpflanzung des Blaufisches

Meeresgrund

Meeresgrund

Blaufische erreichen die Geschlechtsreife im Alter von 2 bis 4 Jahren. Die Weibchen legen bis zu einer Million Eier. Da die Laichzeit im Sommer stattfindet, tauchen die Fische in die Tiefe ab, um der Hitze zu entgehen. Die Weibchen legen ihre Eier in mehreren Schüben in kleineren Mengen ab. Viele der Eier sterben oder werden von anderen Fischen gefressen. Die, die überleben, schlüpfen schnell und machen bereits nach ein paar Tagen selbst Jagd nach kleinen Meerestierchen.

Kulinarische Qualität

Der Blaufisch hat einen sehr guten und delikaten Geschmack mit einer leicht nussigen Note. Sein Fleisch ist weiß und hate eine dichte Textur. Es enthält mehr als 5% Fett und 19-21% Eiweiß. Auch bei der Zubereitung ist Blaufisch überaus handlich – seine Haut ist dünn, die Schuppen lassen sich leicht ablösen, es gibt kaum kleine Gräten und das Fleisch behält beim Kochen seine Form und bleibt saftig und zart.

Der Blaufisch zählt auch zu einer überaus gesunden Nahrung: Er ist reich an den Vitaminen PP, B12 und D und wirkt sich positiv auf das menschliche Immunsystem und das allgemeine Wohlbefinden aus. Darüber hinaus enthält der Fisch Mineralien wie Molybdän, Fluor, Nickel, Eisen, Chlor, Magnesium und Kalzium, die gut für das Nervensystem sind und die Herzmuskelfunktion verbessern.

Fischlexika und -Atlanten

Falls Sie sich für die mannigfaltige Tierfauna der Meere, Seen oder Flüsse interessieren, empfehlen wir Ihnen folgende Bücher*, die neben herausragenden Fotos und detailgetreuen Zeichnungen auch Informationen über die einzelnen Fisch- und Tierarten anbieten:
  1. Gefährliche Meeresfische
  2. Was lebt im Mittelmeer?
  3. Süßwasserfische Europas
  4. Fische Krebse Muscheln
  5. Heimische Gewässer


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