Taimen: Alle Infos zum Fisch

Der russische Huchen ist der größte Salmonide der Welt: Er kann über 1,5 Meter lang und bis 50 kg schwer werden.

Allgemeines über Taimen

  • Deutscher Name: Taimen (Engl.: Siberian salmon)
  • Wissenschaftlicher Name: Hucho taimen
  • Familie / Unterfamilie: Lachsfische / Salmonidae
  • Vorkommen: Sibirien
  • Habitat: stark strömende Flüsse
  • Max. Größe / Gewicht: 150 cm / 50 kg
  • Gefährdung: stark gefährdet
  • Max. Lebenserwartung: 60 Jahre

Lebensraum des Taimen

Taimen

Taimen

Taimen kommt in den unzähligen Flusssystemen Sibiriens vor, wenn auch die Gesamtpopulation dieser Salmoniden-Art gefährdet ist. Sein natürliches Habitat umfasst so in etwa eine Fläche, die 20-mal größer als Deutschland ist. Selbst in Anbetracht der fortschreitenden industriellen Ausbeutung Sibiriens, dürfen die Taimen-Bestände in Russland immer noch beachtlich sein. Taimens gelten als eine besonders kräftige Fischspezies. Kein Wunder, da sie sich in den stark strömenden sibirischen Flüssen auf der Suche nach Beute lange Strecken hinlegen müssen.

Lebensweise und Jagdverhalten

Der Taimen ist eine standorttreue Art, die sich bevorzugt dauerhaft in einem Gewässer aufhält. Er bewohnt Gewässer mit sauberem Wasser und ausreichend Sauerstoff. Im Sommer patrouilliert er sein Revier in kleineren Flüssen und zieht sich im Winter auf den Grund von großen sibirischen Strömen und Seen zurückzieht.

Tagsüber sucht der Taimen schattige Bereiche auf und bei der Dämmerung begibt er sich an die Stellen mit schneller Strömung. Frühmorgens, wenn die Sonne aufgeht, jagt der Taimen nach kleinen Fischen, indem er diese mit Schwanzschlägen betäubt. Dies kann man noch auf lange Distanz hören.

Anatomische Merkmale

  • Der Taimen besitzt einen lang gestreckten bräunlich-grau gefärbten Körper.
  • Sein Rücken und seine Flanken sind mit kleinen, dunklen und unregelmäßig angeordneten Punkten besetzt.
  • Sein Maul ist sehr groß und bis hinter die Ohren gespalten.
  • Die Schuppen des Taimens sind im Vergleich zu anderen Salmoniden verhältnismäßig klein.

Wie ernährt sich der Taimen?

Taimen

Taimen

Der Taimen ernährt sich praktisch das ganze Jahr über, nur während der Laichzeit macht er eine Pause. Nach dem Laichen sind die Fische besonders aktiv und fressen viel. Dies dauert jedoch nicht lange und mit dem Einsetzen der Sommerhitze folgt eine Periode der Inaktivität. Danach fangen die Fische wieder an, sich den Winterspeck anzufressen. Dank dieser Fettschicht können sie die Kälteperiode überleben, wenn das Nahrungsangebot knapp ist.

Je nach Beschaffenheit des Gewässers besteht die Nahrung des Taimen aus kleinen Fischarten wie z.B. Felchen, Karpfen und Äschen. Junge Taimen ernähren sich sowohl von wirbellosen Tieren als auch von Insekten. Allmählich beginnen junge Taimen, die Fischbrut anderer Arten zu erbeuten und ab einem Alter von 3 Jahren gehen sie dazu über, ausschließlich Fische zu fressen. Ausgewachsene Taimens schnappen sich gelegentlich auch kleine Säugetiere und Vögel.

Fortpflanzung des Taimen

Mit Beginn des Frühjahrs wandern die Taimens flussaufwärts in kleinere Nebenflüsse mit schneller Strömung, wo sie ihre Eier ablegen. Im Allgemeinen schwimmen die Weibchen mit je einem Männchen zum Laichen, es wurden allerdings Weibchen beobachtet, die von 2 oder 3 Männchen begleitet wurden. Am geeigneten Ort angekommen bereitet das Weibchen meterlange Schneise im Boden und legt die Eier darein, die sofort durch Männchen befruchtet werden.

Nach dem Ablaichen bleiben die Tiere noch etwa 3 Wochen am Laichplatz, um ihren Nachwuchs zu schützen. In der Regel laichen die Taimen jedes Jahr, mit Ausnahme von Fischen, die in kälteren Gewässern leben. Diese laichen jedes zweite Jahr. Die Eier des Taimen sind relativ groß und haben etwa 0,6 cm im Durchmesser. Es dauert im Durchschnitt einen Monat, bis die Jungfische schlüpfen. Die Larven bleiben 2 Wochen lang in ihren Verstecken und schwimmen anschließend davon.

Natürliche Fressfeinde

Junge Taimens werden sowohl von anderen Raubfischarten als auch von ihrer eigenen Spezies gejagt. Die einzigen natürlichen Fressfeinde des Taimen in freier Wildbahn sind die Bären, in deren Fänge die Fische geraten, wenn sie zum Laichen wandern und dabei sehr große Entfernungen zurück legen müssen. Doch der Hauptfeind des Taimen ist und bleibt der Mensch in Form von Wilderern, die dem Bestand dieses Fisches Jahr für Jahr enormen Schaden zufügen.

Angeln auf Taimen in Russland

Taimen

Taimen

Taimens gelten als eine besonders kräftige Salmonidenart. Zahlreiche russische wie auch ausländische Angler versuchen diesem Fisch in den unendlichen Weiten Sibiriens nachzustellen. Meist werden dabei entweder Spinnfischen- oder Fliegenfischen-Technik angewendet.

Je unscheinbarer der Fluss desto größer sind die Taimens, so einen Eindruck bekommt man nach dem Anschauen von zahlreichen Videos, in denen es ums Taimen-Angeln in Russland geht. Da kapitale Taimen-Fänge selbst im größten Land der Welt sehr selten sind, wollen sich die Angler oft eine aufwendige Fotosession mit dem Koloss auf keinen Fall entgehen lassen zum Leidwesen der Fische.

Fischlexika und -Atlanten

Falls Sie sich für die mannigfaltige Tierfauna der Meere, Seen oder Flüsse interessieren, empfehlen wir Ihnen folgende Bücher*, die neben herausragenden Fotos und detailgetreuen Zeichnungen auch Informationen über die einzelnen Fisch- und Tierarten anbieten:
  1. Gefährliche Meeresfische
  2. Was lebt im Mittelmeer?
  3. Süßwasserfische Europas
  4. Fische Krebse Muscheln
  5. Heimische Gewässer


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