Köderführung in der Strömung

Strömendes Wasser beeinflusst nicht nur das Verhalten der Fische, sondern auch das Spiel unserer Köder. Die Köderführung in einem Fluss unterscheidet sich manchmal sogar radikal von der im stehenden Gewässer.

Optimal mit der Strömung

Am Fluss

Am Fluss

An einem unbekannten fließenden Gewässer, wo man noch nie geangelt hat, ist die Köderführung mit der Strömung grundsätzlich eine gute Anfangstaktik, da sich die Raubfische in ihren Verstecken mit dem Kopf gegen die Strömung positionieren. So können sie sich die durch das fließende Wasser mitgerissenen Fischchen besser schnappen.

Wer die Bodenbeschaffenheit im Fluss allerdings richtig zu deuten weiß, erhöht seine Fangchancen erheblich. Ob Vertiefungen in der Grundstruktur, Abfälle zum Fahrwasser hin oder einfach versunkene Bäume – all diese Hindernisse schaffen Strömungsschatten, hinter denen die Räuber auf die Beute lauern. Wenn man solche Stellen kennt, sollen die Köder exakt darüber oder dicht daneben geführt werden. Die Führung quer durch die Strömung kann an diesen Stellen auch sehr produktiv sein.

Gegen die Strömung geht auch

Frankfurt an der Oder

Frankfurt an der Oder

Wenn der Kunstköder* nicht stromaufwärts ausgeworfen werden kann, sei es wegen der Behinderungen durch die Ufervegetation oder wegen des starken Gegenwindes, kann man den Wobbler, Gummifisch, Blinker oder Spinner auch gegen die Strömung führen.

In so einem Fall sollte man darauf achten, dass der Köder nicht zu schnell durchs Wasser eilt, weil die Gegenströmung bei jedem Fisch viel Körpereinsatz abverlangt und unsere künstlichen Fisch-Imitate bereits im ruhigen Wasser alles andere als naturgetreu laufen. Die Räuber werden auf einen Köder, der sie schnell überholt, schlicht ignorieren.

Naturgetreue Führung ist alles!

Strömung am Buhnenkopf

Strömung am Buhnenkopf

Ein flink gegen die Strömung geführter Köder würde jeden Raubfisch umso argwöhnischer einstimmen. Das langsame Einziehen mit leichten Ausschlägen imitiert hingegen ein sich anstrengendes Geschöpf, das gegen die Strömung kämpft und das sich ein Räuber scheinbar leicht holen könnte.

Die Angelindustrie bietet seit langem zahlreiche und speziell für die Strömung entwickelte Kunstköder. Ihr wichtigstes Konstruktionsmerkmal ist eine lange schmale Form, die wenige Angriffsfläche für das Wasser bietet. Folgend einige Beispiele typischer Fluss-Köder:
Spinner Mepps Aglia Long
Pladin Trick Fisch Blinker
Jenzi River Shad

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