Funktionsjacken: Kauftipps, Test & Vergleich 2020

Worauf es beim Kauf einer Funktionsjacke zu achten gilt, finden Sie in diesem Beitrag heraus. Der Markt bietet inzwischen unzählige Funktionsjacken an, die sich im Hinblick auf Funktionalität, Passform und Material stark voneinander unterscheiden können.

Empfehlungen und Kaufkriterien

Funktionsjacke

Funktionsjacke

Weiter unten auf dieser Seite erläutern wir die wichtigsten Qualitätskriterien, worauf Sie beim Kauf einer Funktionsjacke besonders achten müssen. Folgend werden sechs Jacken miteinander verglichen, die neben den verschiedenen Outdoor-Funktionen auch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten. Bei unserer Recherche nach hochwertigen Outdoor-Produkten werten und analysieren wir zahlreiche Fachartikel sowohl in Deutschland als auch im englischsprachigen Internet. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Abbildung*
Schöffel Jacket Aalborg
Preis-Leistungs-Tipp
VAUDE Escape Light
Marmot Minimalist
Trespass Shelljacke Caspar
Navitas Outdoor
Marmot PreCip Jacke
Savage Gear HeatLite
ModellSchöffel Jacket AalborgVAUDE Escape LightMarmot MinimalistTrespass Shelljacke CasparNavitas OutdoorMarmot PreCip JackeSavage Gear HeatLite
Wassersäule10.000 mm10.000 mm20.000 mm10.000 mm5.000 mm10.000 mm8.000 mm
Atmungsaktivität+ + + ++ + + ++ + ++ + ++ ++ + + ++ +
Außenmaterial100% Polyamid100% Polyamid100% Polyamid100% PolyamidNylon100% PolyamidPolyester
Gewichtca. 500 gca. 450 g420 g703 gk.A.312 gk.A.
Kundenwertung*BewertungenBewertungenBewertungenBewertungenBewertungenBewertungenBewertungen
Eigenschaften/ Ausstattung
  • 2 RV-Seitentaschen
  • verstellbare Kapuze
  • hochschließender Kragen mit Kinnverstärkung
  • verstellbare Arm- und Saumabschlüsse
  • 2-Lagen Jacke
  • 2 Fronttaschen mit RV
  • 2 Wege Front RV mit doppeltem Flap
  • weitenregulierbare Ärmelbündchen
  • Kordelzug im Saum
  • Gore-Tex Membran
  • kleines Packmaß und geringes Gewicht
  • regulierbare Kapuze und Ärmelbündchen
  • zwei Reißverschlüsse unter den Armen
  • 2 tief liegende RV-Taschen
  • wasserdichte Ärmeltasche
  • Unterarmbelüftung
  • Zip-Off Kapuze
  • optimal gegen Regen und Schnee
  • robustes Außenmaterial
  • leichte Fütterung
  • verstellbare Kapuze
  • 5.000 mm Wassersäule
  • verschweißte Nähte
  • 2,5-lagige Jacke
  • zwei RV-Fronttaschen
  • atmungsaktiv und winddicht
  • gute Bewegungsfreiheit
  • Klett-Ärmelbündchen
  • Saumkordelzug
  • sehr gute Wärmeleistung
  • hoher Tragekomfort
  • RV mit Windschutz
  • viele praktische Taschen
  • Fleece Innenfutter
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Erhältlich bei*

1. Wasserdichtigkeit

Damit Feuchtigkeit nicht zum Körper durchdringt, muss eine Funktionsjacke wasserdicht sein. Die Maßeinheit für Wasserdichtigkeit ist die Wassersäule. Sie zeigt, nach welcher Zeit Wasser durch Stoff oder ein anderes Material dringt. Beim Testing wird das Material so lange einem anwachsenden Wasserdruck ausgesetzt, bis 3 Tropfen Wasser durchdringen. Der Druck, der in diesem Augenblick herrscht, wird gemessen in Millimeter Wassersäule. Ein Stoff ab 1500 Millimetern Wassersäule ist nach der europäischen Norm ausreichend wasserdicht.

Seien Sie allerdings vorsichtig, wenn Hersteller von Wasserdichtigkeit sprechen und keine Angaben zur Wassersäule machen. In der Regel hat die Funktionsjacke dann eine Wasserdichtigkeit der Klasse 2. Das bedeutet, sie hat in etwa 800 Millimetern Wassersäule. Feuchtigkeit tritt dann durch den Stoff, wenn das Wasser 800 Zentimeter hoch auf ihm steht, also zu früh. Ab 1.300 mm Wassersäule ist der Stoff wasserdicht in Klasse 3. Auch das ist eigentlich noch nicht ausreichend.

2. Atmungsaktivität

Im Wald

Im Wald

Wasserdichtigkeit ist nur eine der wichtigen Funktionen einer Funktionsjacke. Genauso wesentlich ist ihre Atmungsaktivität. Ohne würde der Träger beim Wandern oder beim Sport im eigenen Schweiß baden. Ist das Gewebe dagegen atmungsaktiv, verdunstet der Schweiß in Form von Dampf. Das sorgt für eine wohltuende Körpertemperatur. Wie atmungsaktiv die Membran ist, misst man in Gramm pro Quadratmeter binnen 24 Stunden. Angezeigt wird er als MTVR-Wert in der Maßeinheit g/qm/24h.

So reicht z.B. bei 10.000 g/qm/24h leichtes Radfahren über eine kürzere Strecke, um in Schweiß zu baden. Für Aktivitäten wie Trekking brauchen Sie eher eine Jacke mit Werten von 20.000 g/qm/24h. Wenn Sie Extremsportler sind, sollte der Wert bei bis zu 40.000 g/qm/24h liegen. Es gibt Hersteller, die die Atmungsaktivität als RET-Wert angeben. Das ist der Widerstand der Membran gegenüber Wasserdampf. Je niedriger der Wert ist, umso atmungsaktiver ist die Membran. In einem anderen Beitrag finden Sie weitere ausführliche Informationen, wie atmungsaktive Bekleidung funktioniert.

3. Winddichtigkeit

Eine Funktionsjacke sollte auch winddicht sein. Wie bei der Wasserdichtigkeit wird das durch eine Membran oder durch eine Beschichtung erreicht. Beides befindet sich auf der inneren Seite des Außenmaterials. Membranen sind in der Regel hochwertiger als Beschichtungen. Der Grund: Sie sind abriebfester und damit langlebiger. Beschichtungen nutzen sich beim häufigen Tragen schneller ab. Dafür sind Jacken mit Beschichtungen preislich oft günstiger.

Es gibt windabweisende und winddichte Jacken. Windabweisende Funktionsjacken halten den Wind zum Teil ab. Bei winddichten Jacken tritt gar keinen Wind durch. Windabweisende Kleidung punktet allerdings bei der Atmungsaktivität. Bei winddichter Kleidung ist die Luftzirkulation hingegen oft schlechter. Setzen Sie bei körperlicher Anstrengung besser auf windabweisende Jacken.

4. Strapazierfähigkeit und lange Lebensdauer

Bergwandern

Bergwandern

Für eine gute Funktionsjacke, die wasserdicht, atmungsaktiv und winddicht ist, müssen Sie in der Regel etwas tiefer in die Tasche greifen. Deshalb ist es bei der Entscheidung für ein bestimmtes Modell wichtig, dass dieses möglichst langlebig ist. Das bedeutet, die Jacke muss aus einem starken und robusten Gewebe hergestellt sein, um die Belastungen lange standhalten zu können. In diesem Zusammenhang spricht man über die Strapazierfähigkeit einer Jacke.

Wenn Sie Ihre Funktionsjacke nur einige Wochen in der kalten Jahreszeit tragen, sollten Sie über eine strapazierfähige Dreilagenjacke nachdenken. Hier sind der Oberstoff, die Beschichtung oder die Membran und das Futter direkt miteinander verbunden. Modelle für den Sommer sind hingegen leicht und sehr dünn und sollten deshalb aus reißfestem Material bestehen. Optimal ist hierbei zum Beispiel die sogenannte Gore-Tex-Membran.

5. Schnelle Trocknung

Eine grundsätzliche Anforderung an Funktionsjacken ist, sie müssen schnell trocknen, wenn sie etwa durch Regen und Schnee nass geworden sind. Sonst können die Jacken ihre Aufgabe, vor Wind und Wetter zu schützen, nicht zuverlässig erfüllen. Aber nicht jedes Gewebe trocknet auch schnell. Naturfasern zum Beispiel saugen sich eher mit Wasser voll und halten die Feuchtigkeit für längere Zeit fest.

Besser geeignet für Funktionsjacken sind synthetische Gewebe. Diese Gewebe haben eine glatte, feste Oberfläche und sind bereits dadurch wasserabweisend. Da sich kein Wasser in den Fasern festhält, trocknen sie auch sehr schnell. Ein Beispiel ist Polyacrylnitril (PAN). Dieses Gewebe ist strapazierfähig, transportiert die Feuchtigkeit sehr gut und trocknet allein schon durch seine Leichtigkeit und Bauschigkeit hervorragend. Es wird zusammen mit anderen Fasern versponnen und kann deshalb gut bei der Herstellung von Funktionsjacken eingesetzt werden.

6. Geringes Gewicht

Spaziergang

Spaziergang

Synthetische Stoffe, die rasch abtrocknen, haben noch einen weiteren Vorteil: Sie sind sehr leicht. Das gilt dann auch für die Funktionsjacken, die aus diesen Geweben hergestellt werden. Dass das Material leicht ist, hat einen einfachen Grund: Die synthetischen Fäden sind langfaserig und so reißfest und stabil, dass sie sehr fein versponnen werden können. Werden diese supradünnen Fasern verwebt, bilden sie außerdem eine sehr große Oberfläche.

Aus filigranen Fasern lässt sich also eine große Menge Gewebe herstellen. Selbst wenn diese Gewebe für Funktionsjacken noch zusätzlich beschichtet werden, bleiben sie insgesamt sehr fein und ausgesprochen leicht. Zugleich sind Kunstfasern äußerst robust, halten großen Belastungen stand und erfüllen damit die wichtigsten Anforderungen, die an eine gute Funktionsjacke gestellt werden.

7. Schmutzabweisung

Hochwertige Funktionsjacken haben oft besondere Eigenschaften. So sind sie zum Beispiel nicht so empfindlich gegen Flecken und Schmutz. Das hat mit der speziellen Oberfläche der Stoffe zu tun, aus denen diese Jacken gefertigt sind. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, dem Gewebe eine schmutzabweisende Eigenschaft zu verleihen. Meist wird der Schutz gegen Flecken durch eine Imprägnierung erreicht. Auch eine spezielle Beschichtung des Materials ist möglich.

Es gibt sogar Imprägnierungen, die legen sich nicht insgesamt über das Gewebe, sondern um jede einzelne Faser des Textils herum. Dadurch ist der Schutz gegen Flecken und Schmutz noch besserer gewährleistet. Eine solche Schutzschicht wird als Nano-Beschichtung bezeichnet. Mit einem Fleckenschutz versehene Stoffe lassen sich darüber hinaus sehr gut pflegen. Ob ein Gewebe schmutzabweisend ist, lässt sich einfach feststellen. Perlt Wasser von der Oberfläche ab und lässt sich eine Flüssigkeit leicht abtupfen, spricht das dafür. Oft werben die Hersteller gezielt mit dieser Eigenschaft.

8. UV-Beständigkeit

Funktionsjacke

Funktionsjacke

Eine UV-beständige Funktionsjacke kann sowohl dem Sonnenlicht als auch anderen UV-Quellen ausgesetzt werden, ohne dass sie Schaden durch diese Einstrahlung nimmt. Auch das sorgt dafür, dass die Jacke langlebig ist. Denn die Textilie bleicht nicht aus, auch wenn sie lange in der Sonne getragen wird. Das Gewebe wird auch nicht spröde oder rissig. Viele Hersteller bezeichnen eine solche UV-Beständigkeit auch mit dem Begriff Lichtechtheit. Diese wird durch eine bestimmte Bearbeitung des Stoffes erreicht.

Im Laufe der Zeit werden die Stoff-Moleküle durch die Photonen beschädigt, die durch die Sonnenbestrahlung auf die Oberfläche treffen. Der Photonenbeschuss trennt die Verbindungen der einzelnen Moleküle. Auf Dauer werden durch diesen Prozess die Textilien geschädigt. Bei UV-beständigen Stoffen werden diese Prozesse stark ausgebremstt. Die Photonen werden hier durch eine Beschichtung, durch reflektierende Farben und durch Stabilisatoren aufgefangen. Allerdings dürfen Sie die Eigenschaft der UV-Beständigkeit bei Ihrer Funktionsjacke nicht mit einem generellen UV-Schutz verwechseln. Als Träger der Jacke werden sie nicht vor Sonneneinstrahlung geschützt.





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