Kajak-Bekleidung: Was zieht man zum Kajakfahren an?

Vorausgesetzt man ist entsprechend angezogen, sind Kajak-Touren unvergessliche Naturerlebnisse!

Wie muss man auf Kajaktour angezogen sein?

Kanutour

Kanutour

Ob auf Seen, Flüssen oder in Küstengewässern – die Kajakbekleidung sollte grundsätzlich vor Wind, Sonne, Regen und Kälte schützen. Das „Zwiebelprinzip“, also das Tragen mehrerer Kleidungsschichten, hat bei Kajak-Touren nahezu ganzjährig Saison. Kommt die Sonne hervor, können Sie z.B. Ihre Paddeljacke oder den Fleece-Pullover ablegen. Wird es Ihnen auf dem Wasser zu frisch, sorgt ein zusätzlicher Pulli für Abhilfe. Das wichtigstes Kleidungsstück für die Kajak-Tour ist allerdings nach wie vor die Rettungsweste. Kommt es zur Kenterung, rettet sie unter Umständen Menschenleben.

Die richtige Kajak-Kleidung für Touren im Sommer

In den Sommermonaten ist die Wahl der passenden Bekleidung für eine Kajaktour relativ einfach. Kurze Hosen aus Funktionstextilien, darunter Badehose, Badeanzug oder Bikini, ebenfalls aus schnell trocknendem Material, sind ideal. Besondere Bedeutung kommt dem Sonnenschutz zu. Langärmlige Lycra-Shirts sind ebenso ein Muss, wie eine Kopfbedeckung.

Weiterhin ist es bei einer Kajak-Tour an heißen Sommertagen ratsam auf helle Textilien zu setzen, da sie das Sonnenlicht besser reflektieren als dunkle Kleidung. Eine Sonnenbrille komplettiert Ihr Outfit. Tipp: Nutzen Sie ein Brillenband, damit Ihre Sonnenbrille nicht unfreiwillig über Bord geht.

Passende Bekleidung für Kajak-Touren im Herbst und Frühling

Im Herbst und Frühling ist das Wetter oft wechselhaft – darauf sollten Sie sich mit der Auswahl der passenden Bekleidung einstellen. Idealerweise sind Ihre Kleidungsstücke atmungsaktiv. Diese Eigenschaft trifft auf die sogenannte Funktionsbekleidung, die man auch von anderen Sportarten her kennt. Sie fördert Luftzirkulation an Ihrem Körper und ist schnell trocknend.

Um sich im Herbst und Frühling vor kühlen Winden und Regenschauern zu schützen, greifen Sie am besten zu den Oberteilen und Hosen aus wärmendem Fleece sowie zu wasserdichten Outdoorjacken. Auch ein Regenponcho ist überaus hilfreich bei Kajaktouren. Wer im Wildwasser unterwegs ist, sollte darüber hinaus einen Neopren-Anzug anziehen.

Welche Kajak-Kleidung eignet sich für den Winter?

Winterfluss

Winterfluss

Für Touren in der kalten Jahreszeit, aber auch in nördlichen Revieren, sind Neoprenanzüge und Trockenanzüge die beste Wahl. Neoprenanzüge wärmen, indem Wasser in das Innere gelangt und durch Ihre Körperwärme aufgeheizt wird. Bedenken Sie, dass hierbei das „Nasswerden“ zum Konzept gehört. Auch Handschuhe aus Neopren oder Fleece sowie eine Mütze spenden zusätzliche Wärme.

Wer komplett trocken bleiben möchte, greift besser zum Trockenanzug. Er schließt den Körper komplett ein und lässt noch genügend Platz für wärmende Unterwäsche, wie z.B. aus Funktionstextilien oder Merinowolle. Baumwolle ist hingegen ungeeignet: Wird sie durch Schweißentwicklung feucht, wärmt sie nicht mehr. Wer leicht friert, kann zusätzlich eine Fleece-Hose oder einen Fleece-Pullover anziehen.

Die richtige Kleidung für eine Kajak-Wildwasser-Tour

Wer sich auf das Abenteuer Wildwasser einlässt, muss darüber im Klaren sein, dass es nass wird. Wenn das Wasser auch kalt ist und die passende Kleidung fehlt, wird es zu einer ziemlich ungemütlichen Angelegenheit. Grundsätzlich sind für Wildwasser-Touren mit dem Kajak Neoprenanzug oder Trockenanzug die beste Wahl. Allerdings sollte beides noch genügend Bewegungsfreiheit für das Manövrieren im Wildwasser bieten. Ob diese gewährleistet ist, lässt sich am besten feststellen, indem sie die typischen Bewegungsabläufe an Land „nachspielen“. Auch ein Helm gehört mittlerweile zur Standardausrüstung für Wildwasser-Experten. Er schützt vor gefährlichen Verletzungen, zum Beispiel bei Kenterungen und Eskimorollen.

Das passende Schuhwerk zum Kajakfahren

Bergsee

Bergsee

Nasse Füße sind bei einer Kajaktour an der Tagesordnung. Deshalb sollte das Schuhwerk unabhängig von Jahreszeit und Wetterlage wasserfest und atmungsaktiv sein. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Rutschfestigkeit. Im Sommer eignen sich wasserfeste Trekkingsandalen, aus denen das Wasser problemlos ablaufen kann. Eine robuste Sohle und Riemen geben den notwendigen Halt.

Im Herbst und im Frühling sind leichte Wanderschuhe aus wasserfestem, atmungsaktiven Material optimal. Bei Kajak-Touren in den kalten Monaten sollten Sie bevorzugt auf Neopren-Schuhe setzen. Diese können Sie entweder über die Füßlinge Ihres Trockenanzugs ziehen oder mit zusätzlichen Neoprensocken tragen. Das sorgt für angenehm warme Füße.



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