Paddelboot: Kauftipps, Test & Vergleich 2019

Worauf Sie beim Kauf eines Paddelboots achten müssen, finden Sie in diesem Ratgeber heraus. Wir erläutern die wichtigsten Kaufkriterien und stellen sechs Paddelboote vor.

Wie groß soll das Paddelboot sein?

Paddelboot

Paddelboot

Mit einem richtig gewählten Paddelboot kann man mit der ganzen Familie, in vertrauter Zweisamkeit oder auch ganz alleine zum Abenteuer aufbrechen. Da bleibt nur noch die Frage: Welches der Paddelboote schafft man sich an? Die Antwort ist nicht ganz einfach: Das ideale Paddelboot soll nicht nur zu den anvisierten Outdoor-Aktivitäten passen, sondern auch groß genug sein, damit alle Crew-Mitglieder ausreichend Platz fürs Sitzen und Paddeln haben.

Während zum einfachen Plantschen in einem Teich oder im Schwimmbad ein kleines günstiges Badeboot mit leichten Kunststoff-Paddeln genügt, braucht man für Wassertouren stabile, kippsichere und vor allem ausreichend große Boote, die auch mal beim Wellengang oder in der Strömung nicht so schnell umkippen. Folgende Längen gelten als Richtgrößen bei der Auswahl eines Paddelbootes je nach Personenanzahl:

  • 1 bis 2 Personen – ab 200 cm Bootslänge
  • 3 bis 4 Personen – ab 350 cm Bootslänge
  • 5 bis 6 Personen – ab 400 cm Bootslänge
  • 6 bis 8 Personen – ab 500 cm Bootslänge

Wie wichtig ist die Breite des Paddelbootes?

Paddelboot

Paddelboot

Umso breiter das Boot, desto mehr Wasser muss verdrängt werden. Demnach muss der Ruderer in einem breiten Schlauchboot mehr Kraft aufwenden, als im schmalen wendigen Paddelboot. Nach dieser Formel und abhängig von dem anvisierten Gewässer und der Outdoor-Aktivität soll auch das Paddelboot gewählt werden. So müssen die Paddelboote zum Angeln oder Befahren von Flüssen stabil im Wasser liegen. Eine feste, unempfindliche Außenhaut und genügend Platz für die Ausrüstung zählen hierbei zu den wichtigen Kaufkriterien. Diesen Anforderungen entsprechen vor allem breite und stabil gebaute Paddelboote. Wenn Sie allerdings ein Boot explizit fürs Angeln brauchen, empfehlen wir Ihnen kein Paddelboot sondern ein Schlauchboot. In einem anderen Beitrag finden Sie einen Schlauchboot-Kaufratgeber.

Welche Vor- und Nachteile haben aufblasbare Paddelboote?

Aufblasbare Paddelboote aus PVC genießen sehr weite Verbreitung. Ihre Vorteile sind geringes Gewicht, Faltmöglichkeit und dadurch bedingte kleine Transportmaße, sowie Erschwinglichkeit. Zugleich hat ein aufblasbares Paddelboot einige Nachteile. Wird das Boot zum Beispiel an Land gezogen, kann der Boden durch Steine oder Scherben beschädigt werden. Insbesondere dann, wenn das Boot stark beladen wurde, ist die Gefahr der Materialbeschädigung im Bodenbereich hoch. Weiterhin müssen Sie bei Wassertouren mit einem aufblasbaren Boot immer ein Reparaturset und eine Luftpumpe dabei haben, was auf die Kosten des ohnehin eingeschränkten Stauraumes geht. Auch die Sicherheitsaspekte, die weiter unten beleuchtet werden, müssen bei aufblasbaren Booten sehr streng eingehalten werden.

Vor- und Nachteile der Paddelboote aus Polyethylen

Paddelboote aus Polyethylen sind für Wildwasser konzipiert. Da die Dichte von PE geringer als die von Wasser ist, schwimmen die Boote selbst dann noch, wenn sie voll mit Wasser gelaufen sind. Zugleich sind die PE-Paddelboote schlag- und bruchfest. Polyethylen (Kurzform PE) ist ein Granulat, dass durch die Erhitzung verflüssigt wird und jegliche Form nahtlos und sehr homogen annehmen kann. Dabei wird durch die Temperatur die Dicke des Materials bestimmt. Weiterhin ist es möglich, zwei PE-Schichten zu legen, wodurch das Boot noch strapazierfähiger gemacht wird. Weiterer Vorteil eines Paddelbootes aus Polyethylen ist die Möglichkeit kleine Beschädigungen mit einer Heißluftpistole schnell und praktisch reparieren zu können. Die Lebensdauer von Paddelboote aus Polyethylen beträgt mindestens 20 Jahre.

Paddelboot fürs Angeln

Paddelboot fürs Angeln

Paddelboot fürs Angeln

Wollen Sie ein aufblasbares Paddelboot fürs Angeln einsetzen, sollten Sie zu einem Boot greifen, das aus mehrschichtiges verstärktes Boot-PVC besteht. Da beim Angeln stets mit Angelhaken hantiert wird, kann es schnell zu einer Perforation kommen. Diese Gefahr kann durch mehrschichtiges PVC eingedämmt werden. Weiterhin ideal fürs Angeln sind Paddelboote mit einem Lattenboden, worauf die Ausrüstung sicher verstaut werden kann. Qualitativ hochwertige Lattenböden bestehen aus Holzlamellen. Diese werden in vorbereitete Taschen auf dem Boden des Bootes eingesetzt. Das Boot erhält dadurch eine hohe Steifigkeit und man kann darin sicher auf Füßen stehen. Ein gutes Paddelboot zum Angeln sollte darüber hinaus bequeme und verschiebbare Sitze haben und, eine entsprechende Stabilität des Bootes vorausgesetzt, nachträglich mit einem Außenbord-Motor ausgerüstet werden. In einem anderen Beitrag bieten wir Ihnen einen Kaufratgeber für Angelkajaks.

So entscheiden Sie sich für das Richtige

In folgender Tabelle finden Sie einen Vergleich von sechs sehr guten Paddelbooten, die der Markt aktuell anbietet. Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen, Foren und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Ratingsystem aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Seaflo KajakPreis-Leistung Tipp Kaitts Kajak Billfish Sioux PE Robson Bestway Hydro-Force Lagoon 2 Kanu Sevylor Kanu
Material Polyethylen Polyethylen Polyethylen PVC (aufblasbar) PVC (aufblasbar) PVC (aufblasbar)
Maße (L x B x H) 220 x 66 x 25 cm 292 x 75 cm 500 x 97 cm 330 x 94 x 48 cm 366 x 86 x 25 cm 331 x 88
Gewicht 17 kg 21 kg 51 kg 16.2 kg ca. 16 kg 15 kg
Tragkraft 130 kg 150 kg 500 kg 200 kg ca. 180 kg 200 kg
Plätze 1 1 3 2 2 2
Ausstattung
  • Doppelpaddel
  • Gepäcknetz
  • Tagesluke für Gepäck
  • keine Paddel vorhanden
  • keine Paddel vorhanden
  • Zwei Doppelpaddel
  • Luftpumpe
  • Reparaturset
  • Integriertes Aluschienensystem
  • keine Paddel vorhanden
  • Doppelpaddel
  • Fußpumpe
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Was ist der Unterschied zwischen Paddelboot und Ruderboot?

Ruderboot

Ruderboot

Paddelboote fahren immer nach vorn – also in Blickrichtung. In allen Paddelbooten – ob spitzer Kajak oder großer Kanadier – blickt die Mannschaft in Fahrtrichtung. Dabei kommt ein Stechpaddel (auch Doppelpaddel genannt) zum Einsatz, an dessen beiden Enden Kunststoffpaddel befestigt sind. Pendant zum Paddellboot ist das Ruderboot, in dem die Ruderer mit dem Rücken zur Fahrtrichtung sitzen und mit zwei separaten Paddel hantieren, die im Gegensatz zum Stechpaddel gleichzeitig in die See stechen.

Sicherheits-Tipps für das Paddelbootfahren

Bei jedem Paddelboot-Ausflug muss die Besatzung im Falle eines Unfalls grundsätzlich immer gut vorbereitet sein, sonst kann es sehr schnell lebensgefährlich werden. Folgend sind die wichtigsten Sicherheitsaspekte, die man sich bewusst machen soll, bevor es auf einer Paddeltour geht.

1. Anlegestelle prüfen
Vor dem Start soll die Anlegestelle auf Steine oder andere Unterwasser-Hindernisse geprüft werden. Weiterhin soll eine gute Anlegestelle nicht zu tief und nicht zu stark abfallen.

2. Strömungsverhältnisse kennen
Möchte man mit einem Paddelboot auf Tour in einem großen See, einem Fluss oder an der Küste aufbrechen, ist das Studieren der Strömungsverhältnisse und Bodenstruktur Pflicht!

3. Wetterprognose beachten
Insbesondere auf großen Gewässern kann das Wetter sehr tückisch sein. Die Beachtung der Wetterprognosen ist aus diesem Grund absolut wichtig und darf unter keinen Umständen ignoriert werden.

4. Schwimmwesten tragen
Ein Unfall passiert am Wasser schneller als man denkt. Wenn ein Besatzungsmitglied über Board geht, hat man unter umständer nur dann gute Chancen gerettet zu werden, wenn man eine Schwimmweste trägt (hier geht es zum Rettungswesten-Kaufratgeber).

5. Sicherheitsausrüstung komplett halten
Je nachdem, ob Sie mit einem aufblasbaren oder einem PE-Paddelboot auf Tour gehen wollen und wie groß ihr Boot ist, sollten Sie dafür sorgen, dass die Sicherheitsausrüstung vollständig ist. Dazu gehören unter anderem Rettungswesten, Reparaturset, Luftpumpe, Notfallset und ein gut gegen Wasser geschütztes Handy.




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