Signalhorn fürs Boot: Kauftipps, Test & Vergleich 2020

Ein guter Signalhorn kann nicht nur automatisch, sondern auch mittels Handbetrieb eingesetzt werden. In diesem Ratgeber erfahren Sie, worauf Sie sonst beim Kauf eines Signalhorns achten müssen.

Signalhörner: Empfehlungen und Kaufkriterien

Boot

Boot

Weiter unten finden Sie in diesem Beitrag Erläuterungen der wichtigsten Signalhorn-Arten sowie der gesetzlichen Auflagen, die Sie auf jeden Fall noch vor dem Kauf beachten müssen. In folgender Tabelle bieten wir einen Vergleich von sechs sehr guten Signalhörnern, die der Markt aktuell anbietet.

Abbildung*
Navyline Doppelhorn
Single Trompete Horn
Preis-Leistungs-Tipp
Doppelhorn Signalhorn
Bootsfanfare Alpha
Wellenshop Signalhorn
Bootskiste Signalhorn
ArtikelNavyline DoppelhornSingle Trompete HornDoppelhorn SignalhornBootsfanfare AlphaWellenshop SignalhornBootskiste Signalhorn
Eigenschaften/ Ausstattung
  • Signalhorn mit 2 Hörnern
  • 12 Volt
  • 105 - 155 dB
  • Maße: 463 x 102 x 127 mm
  • 380 Hz und 115 dB bei 1 Meter
  • Arbeitet mit 12 VDC und 5 A
  • kein Kompressor notwendig
  • aus Edelstahl
  • 12 Volt, 115 dB
  • kein Kompressor notwendig
  • Länge: 46,5 cm
  • 112 dB 12 Volt
  • Hörbarkeit ca. 1200 m
  • zwei abgestimmte Töne
  • hergestellt in Italien
  • Abdeckung aus Edelstahl
  • 12 Volt, Lautstärke ca. 105 dB
  • Durchmesser: 83 mm
  • 12V Signalhorn, ISO 9001
  • Lautstärke: ca. 105 dB
  • Gehäuse aus Edelstahl
  • inkl. Gummiunterlage
Angebote*Zum AngebotZum AngebotZum AngebotZum AngebotZum AngebotZum Angebot
Erhältlich bei*

Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Ratingsystem aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

1. Kollisionsverhütungsregeln (KVR)

Die Kollisionsverhütungsregeln (KVR) der Schifffahrt, international als Convention on the international regulations for preventing collisions at sea bezeichnet, verpflichten Schiffe bei verminderter Sicht akustische Signale zu übermitteln. Dabei kommen abhängig von der Größe des Schiffes unterschiedliche Signalgeber zum Einsatz. Unterschieden wird dabei zwischen Pfeifen, Gongs und Glocken. Die verschiedenen Signalgeber sind dabei klar definiert und müssen sowohl einen gewissen Schalldruck als auch eine gewisse Frequenz aufweisen. Welche Signalhörner, Glocken und Gongs eingesetzt werden müssen, hängt von der Länge des Bootes ab.

2. Signalhorn nach Länge des Bootes

Boote mit einer Länge von unter 12 Metern können mit einem selbst gewählten Signalgeber agieren. Eine Autohupe ist hier beispielhaft zu nennen. Boote über 12 Meter und unter 20 Meter müssen verpflichtend eine Pfeife, also ein Signalhorn nutzen. Boote zwischen 20 und 100 Metern Länge müssen zusätzlich zum Signalhorn eine Glocke führen, während längere Boote einen Gong einsetzen müssen.

Wichtig ist, dass bei Booten mit einer Signalhorn-Pflicht die Signalhörner entsprechend zertifiziert sein müssen, damit diese zugelassen werden. Ohne eine Zertifizierung der Lautstärke, der Frequenz und des Schalldrucks entsprechen die Signalhörner nicht den gesetzlichen Vorschriften.

3. Unterschiedlich lange Töne

Meer

Meer

Zudem müssen Sie nicht nur die Kollisionsverhütungsregeln der Schifffahrt beachten, sondern auf deutschen Gewässern zusätzlich die ergänzenden Angaben der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung (SeeSchStrO). Diese präzisiert in einigen Bereichen die Kollisionsverhütungsordnung und sollte in jedem Fall beachtet werden.

Signalhörner müssen zudem in der Lage sein unterschiedlich lange Töne von sich zu geben, da anhand eines festen Codes die Positionen und die Manöver der Schiffe übermittelt werden. Ein kurzer Ton hat dabei eine Dauer von rund einer Sekunde, während der lange Ton eine Dauer von rund vier Sekunden aufweist. Somit sind die Töne klar voneinander zu unterscheiden.

4. Signal-Horn Arten

Am Markt sind verschiedene Signalhörner erhältlich. Besonders beliebt sind dabei die Signalhörner mit Druckluft, welche dank der komprimierten Luft ein sehr klares und lautes Signal erreichen. Alternativ können Signalhörner mit Gasdruckantrieb gewählt werden, welche nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren.

Wichtig ist, dass alle Signalhörner nicht nur automatisch, sondern auch mittels Handbetrieb eingesetzt werden können. Bei einem Ausfall der Schiffselektronik kann somit die Signalgebung weiterhin genutzt werden. Der Klassiker unter den Signalhörnern ist der sogenannte Typhon. Dieser wurde 1920 patentiert und wird in vier verschiedenen Klassen angeboten. Die Klassen sind abhängig von der Länge des Bootes und zeichnen sich durch unterschiedliche Frequenzen und Schallpegel aus.

5. Der Klassiker 12V Signalhorn

Das 12V Signalhorn ist das wohl beliebteste Signalgerät auf dem Bootsmarkt. Dank der Eingangsspannung von 12V kann das Signalhorn schnell und einfach mit dem Boot verbunden werden und für die notwendige Sicherheit sorgen. Diese Signalhörner sind mit unterschiedlichen Frequenzen und einem unterschiedlichen Schalldruck erhältlich, sodass Sie den Signalgeber passend zu Ihrem Bootstyp und zu Ihrer Bootslänge wählen können.

Für kleine und mittlere Segel- und Motorboote eignen sich Signalhörner mit einer Frequenz zwischen 250-700 Hz mit einem Schalldruck von rund 120 dB. Eine Alternative stellt das sogenannte Doppelhorn dar. Dieses ist in der Regel so gefertigt, dass ein sehr tiefer und ein sehr hoher Ton erzeugt wird. Dies sorgt für eine bessere akustische Ortung und wird beispielsweise häufig in Booten der öffentlichen Schutzeinrichtungen eingesetzt.





Bewertung: 5,00; Bewertungen: 2