Angelkajaks: Kauftipps, Test & Vergleich 2020

Worauf Sie beim Kauf eines Angelkajaks achten müssen, wird in diesem Artikel ausführlich erklärt. Wir stellen sechs verschiedene Kajak-Modelle vor, damit Ihnen die Qual der Wahl ein wenig erleichtert wird.

Paddeln oder treten?

Angelkajak

Angelkajak (Bild: allanw/Shutterstock.com)

Eine der wichtigsten Fragen, die vor dem Kauf eines Angelkajaks geklärt werden müssen, ist die Art des Antriebs. Klassischer Antrieb, der bei den meisten Angelkajaks zur Anwendung kommt, ist das Doppelpaddel*. Dann gibt es den Tretantrieb mit den Füßen. Beide Arten haben sowohl Vorteile als auch Nachteile. So sind Kajaks mit einem Doppelpaddel-Antrieb in der Regel deutlich preiswerter als Kajaks, die mit einem Tretantrieb bewegt werden. Darüber hinaus sind Paddelkajaks wesentlich leichter und bieten mehr Stauraum. Zugleich haben sie einen eklatanten Nachteil: Beim Hantieren mit der Rute, muss man das Doppelpaddel aus der Hand legen. Der Kajak ist dann ohne Antrieb und kann durch Strömung abgedriftet werden.

Beim Kajak mit einem Tretantrieb hat man immer alles unter Kontrolle: Während die Rute mit den Händen bedient wird, steuert man das Kajak mit den Füßen. Beim Posenangeln und beim Spinnfischen ist das ein großer Vorteil. Auch wenn Sie das Vertikalangeln kontrolliert betreiben wollen, ist ein Antrieb mit den Füßen dringend anzuraten. Beim Driftangeln fallen die Unterschiede zwischen den beiden Antriebsarten wiederum nicht so sehr ins Gewicht. Sie können einen Rutenhalter etwa so platzieren, dass sich Paddel und Ruten nicht in die Quere kommen.

So entscheiden Sie sich für den Richtigen

In folgender Tabelle finden Sie einen Vergleich von sechs sehr guten Angelkajaks, die der Markt aktuell anbietet. Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen, Foren und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Ratingsystem aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Abbildung*
Intex Challenger
Preis-Leistungs-Tipp
Bestway Hydro-Force
Seaflo Kajak
Winmax Angelkajak
Aquaglide Kajak
Point 65 Kajak
Savage Gear Kayak
ModellIntex ChallengerBestway Hydro-ForceSeaflo KajakWinmax AngelkajakAquaglide KajakPoint 65 KajakSavage Gear Kayak
Personen-Anzahl2 Personen2 Personen1 Person2 Personen1 - 2 Personen1 Person1 Person
max. Tragkraft160 kg (2 Personen)200 kg (2 Personen)130 kg300 kg272 kg155 kg200 kg
Maße351 x 76 x 38 cm330 x 94 x 48 cm220 cm370 x 87 x 37 cm396 x 99 cm63 x 400 cm330 cm
Gewicht16 kg16,2 kg17 kg35 kgca. 14,3 kg26 kg20 kg
Eigenschaften/ Ausstattung
  • flaches Profil für seichtes Wasser
  • robuste Vinyl-Konstruktion
  • Halteleinen an beiden Enden
  • aufblasbarer Sitz mit Rückenlehne
  • incl Paddel, Luftpumpe
  • integriertes Entwässerungsventil
  • anpassbarer Sitzbereich
  • resistente Nylonschicht
  • 2 verstellbare Sitze
  • inkl. 2 x 218 cm Kombi-Paddel
  • Reparaturset
  • leicht und schnell
  • gute Manövrierbarkeit
  • hochgezogener Bug
  • Ablage mit Gpäcknetz und Gummiseilen
  • Angelrutenhalter
  • Aluminiumpaddel
  • UV-beständigem Polyethylen
  • lange Lebensdauer
  • mit Pedalantrieb
  • leicht und handlich
  • robust und langlebig
  • 2 Rutenhalter
  • 2 X Getränkehalter
  • geeignet für 2 Paddler
  • optimal auch als Ein-Mann-Boot
  • mit Blackfoot Angelkühler
  • Scotty®-Halterungen
  • Duratex™-Rumpfkonstruktion
  • incl. Rucksack
  • mit Fusspedalen
  • ausgestattet mit Skeg-System
  • zwei Staufächern
  • gepolsterter Sitz mit Air-Funktion
  • verstellbarer Rückenlehne
  • 0,9 mm PVC-Material
  • 3-teiliges Paddel
  • verstellbare Aluminium-Querstäbe
  • aufschiebbare Stabilisatorflosse
  • Spanngurt zum Wegpacken
  • Reparatur-Kit, Pumpe
Kundenwertung*BewertungenBewertungenBewertungenBewertungenBewertungenBewertungenBewertungen
Angebote*Zum AngebotZum AngebotZum AngebotZum AngebotZum AngebotZum AngebotZum Angebot
Erhältlich bei*

Stabilität vs. Geschwindigkeit

Am Wasser

Am Wasser

Wie seitenstabil ein Kajak ist, hängt von seiner Breite und von der Rumpf-Form ab. Beide Kriterien stehen im direkten Verhältnis zur Geschwindigkeit. Genauer gesagt: Zwischen der Stabilität eines Kajaks und seiner Geschwindigkeit geht die Schere auseinander. Der Grund ist einfach: Die Stabilität eines Bootes gewinnt man durch seine Breite. Ist ein Kajak breit, liegt es stabil im Wasser. Deshalb gilt: Je breiter das Boot, desto sicherer ist es auch. In einem der breitesten Kajaks können Sie sogar im Stehen angeln. Allerdings bezahlen Sie diese Stabilität immer mit Geschwindigkeit. Denn ein Kajak wird mit zunehmender Breite langsamer.

Umgekehrt gelten dieselben Prinzipien: Je schmaler das Kajak geschnitten ist, desto schneller bewegt es sich und desto instabiler wird es. Ob Sie sich für Breite und damit Stabilität oder für eine schmale Form und damit Geschwindigkeit entscheiden, hängt auch davon ab, auf welchem Gewässer Sie Ihr Kajak einsetzen wollen. Bewegen Sie sich z.B. auf einem kleinen und überschaubaren See und haben nicht die Absicht große Strecken zu fahren, sollten Sie auf ein breites und damit stabiles Kajak setzen. Legen Sie dagegen oft größere Strecken zurück oder paddeln Sie in Flüssen häufig gegen die Strömung, ist ein schmaleres Kajak ideal. Dann sind die höhere Geschwindigkeit und die Ersparnis beim Kraftaufwand wichtiger als die Aussicht, ab und zu auch mal im Stehen zu angeln.

Ausstattung und Sicherheit

Am Wasser

Am Wasser

Zur Sicherheitsausrüstung auf Ihrem Kajak sollten neben einem Trockenanzug auch eine Schwimmweste sowie ein Kompass gehören. Der Trockenanzug bewahrt Sie nach einem Sturz in ein kaltes Gewässer vor einer Unterkühlung. Häufig wird diese tödliche Gefahr total unterschätzt. Mit einer Schwimmweste bleiben Sie im schlimmsten Fall an der Wasseroberfläche, bis Hilfe eintrifft. Fällt die gesamte GPS-Elektronik an Bord Ihres Kajaks aus, dann garantiert der Kompass, dass Sie den Weg nach Hause finden.

Zur Sicherheitsausrüstung gehören beim Angeln vom Kajak auch zwei Sicherungsleinen. Mit einer davon wird das Paddel am Boot fixiert. Es kann also nicht verloren gehen. Ohne das Paddel könnten Sie nicht an das Ufer zurück, weshalb der Verlust des Paddels genau so gravierend ist, wie der Verlust des Motors an einem Motorboot. Mit der zweiten Sicherungsleine verbinden Sie sich als Kajakfahrer mit Ihrem Boot. Wenn Sie kentern, kann Ihr Boot abgetrieben werden. Die Sicherungsleine verhindert das.





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