Angeln mit Brot

Friedfische aller Art lassen sich mit Brot sehr gut fangen. Was Sie dabei alles beachten sollen, erklären wir in diesem Artikel.

Vorteile beim Angeln mit Brot

In den Zeiten der global agierenden Angelköderhersteller, die Millionen-Beträge für Marketing ausgeben und uns immer neue ausgefeilte Köder mit exotischen Aromastoffen als die einzig fängigen zu verkaufen versuchen, ist das Brot etwas ins Vergessenheit geraten. Dabei ist es schon seit Jahrhunderten ein bewährtes Lockmittel, um die Friedfische (und nicht nur!) an den Haken zu bekommen. Man kann das Brot sogar an verschiedenen Montagen selektiv unterschiedlichen Zielfischen anbieten, sei es beim Oberflächen- Mittelwasser- oder Grundangeln.

Rotauge, gefangen mit Brot

Rotauge, gefangen mit Brot

Brot ist ein Naturprodukt, dessen Bestandteile den Fischen aus ihrer natürlichen Umwelt bekannt sind, woraufhin sie keine Scheu davor empfinden. Insbesondere frisches Weißbrot lieben die Fische und nehmen es in jeglicher Form zu sich – sei es als Flocke, Kruste oder geknetete Brot-Kügelchen. Ein weiterer für viele Hobby-Angler geschätzter Vorteil des Brotes ist das leichte Anschaffen und das angenehme Handhaben. Es ist wesentlich schneller und einfacher ein Stück Brot herzubekommen und an den Haken zu befestigen als mit Würmern oder Maden zu hantieren.

Welches Brot sollte man wählen?

Beim Angeln mit Brot sollte man auf jeden Fall zum frischen Weißbrot greifen, weil es eine klebrige Substanz hat und somit besser am Haken befestigt werden kann. Altes Brot hat eine pappige Konsistenz und lässt sich nur schwer am Haken befestigen, darüber hinaus löst es sich auch schnell von diesem ab. Weiterhin mögen die Fische Weißbrot deutlich mehr als dunkles Brot.

Frühstücksbrötchen

Frühstücksbrötchen

Am besten haben sich zum Fischen mit Brot die ganz normalen frischen Frühstücksbrötchen bewährt. Auch Toastbrot und Baguette sind gute Wahl. Damit das Brot zum Angeln die bestmögliche Konsistenz erlangt, sollte man dieses ein Tag vor dem Angelausflug in einen dicht verschlossenen Plastikbeutel legen und es auch beim Fischen immer im Beutel halten. Solch ein Brot lässt sich sowohl als Flocke wie auch als Kugel angeln. Eine Brotkugel kann man sehr schnell selbst machen, indem eine Flocke zu einer Teigmasse mit den Fingern geknetet wird.

Angeln mit Brotflocke und Brotkugel

Die Brotflocke hat den Vorteil, dass sie leicht und flockig ist und daher sehr langsam auf den Grund fällt. Beim Erreichen des Bodens versinkt sie nicht sofort im Schlamm oder in den Wasserpflanzen sondern bleibt an der Oberfläche liegen und ist für die Fische gut sichtbar. Der Nachteil einer Brotflocke ist ihre sehr luftige Konsistenz, woraufhin sie schnell vom Haken weggespült oder von Kleinfischen abgenagt werden kann.

Eine Brotkugel hat eine wesentlich zähere Konsistenz als die Flocke und kann entsprechend auch in der Strömung angeboten werden, ohne dass sie sofort weggespült wird. Da die Brotkugel klein und kompakt ist, versinkt sie sofort im Schlamm und sollte daher nicht direkt auf dem Grund sondern kurz davor oder auch im Mittelwasser den Fischen präsentiert werden. Ein Vorteil beim Angeln mit Brotkugel ist allerdings die Möglichkeit des mehrfachen Auswerfens, wohingegen eine Brotflocke nur ein mal ausgeworfen werden kann, weil sie anschließend nass wird und einfach vom Haken abrutscht.

Angeln mit Brot: Montage

In folgender Abbildung sehen Sie wie eine Angelmontage zum Posenangeln mit Brotkugel aufgebaut ist. Nach demselben Prinzip funktioniert auch die Montage zum Angeln mit Brotflocke, nur müssen Sie darauf achten, dass die Tiefe richtig eingestellt ist, wenn die Flocke zum Beispiel direkt auf dem Boden angeboten werden soll. Auch die Bleischrote müssen der Angeltaktik entsprechend gewählt werden. Möchte man z.B. eine Brotkugel direkt vor dem Grund präsentieren, werden die Bleischrote ca. 20 cm vor dem Haken angebracht. Bei einer langsam auf den Boden fallenden Brotflocke sollen die Bleischrote dicht an der Pose befestigt werden.

Montage fürs Angeln mit Brot

Montage fürs Angeln mit Brot

An derselben Posenmontage lässt sich neben der Brotkugel und Brotflocke auch ein Stück Brotkruste gut anbieten. Die Kruste hat den Vorteil, dass sie länger am Haken hält und daher mehrmals ausgeworfen werden kann, was sie zusammen mit der Brotkugel auch zum Angeln in leicht fließenden Gewässern gut geeignet macht. Als Ausrüstung passen zum Posenangeln mit Brot am besten Stipp- und Matchruten.

Angeln mit Brotkruste an der Oberfläche (Schwimmbrot)

Brotkruste ist der ideale Köder zum Oberflächenangeln in leicht fließenden Gewässern. Etliche Schuppenträger können damit effektiv beangelt werden – angefangen mit kapitalen Aalanden über gewichtige Döbel bis hin zu kleineren Weißfischen wie z.B. Rotfedern und Rotaugen. Im Prinzip kann man das Oberflächenangeln mit Brotkruste auch ohne Pose ausüben. Dafür wird einfach ein kleines Stück Brotkruste an den Haken befestigt und mit der Strömung abgetrieben. Das Problem ist nur, dass man die Brotkruste schnell aus den Augen verliert und den Biss dadurch verpassen könnte.

Damit man die Köderkontrolle noch auf langer Distanz bewerkstelligen kann, sollte eine leichte und gut sichtbare Pose ca. 1,5 Meter vor dem Köder auf der Schnur befestigt werden. Die Schrotte werden dabei ganz dicht unter der Pose angebracht, damit das Brot nicht absinkt. Zusätzlich kann die Schnur noch mir Fett eingerieben werden, damit sie immer an der Wasseroberfläche bleibt. Weiterhin sollte man insbesondere beim Angeln auf kapitale Aalande und Döbel das häufige Auswerfen und Einholen des Köders möglichst vermeiden. Dadurch werden die Fische nur verscheucht.

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