Angeln auf Köhler (Seelachs)

Der Köhler ist ein schmackhafter Speisefisch, der in Norwegen sehr oft vorkommt und als relativ einfach zu fangen gilt, zumindest die kleineren Exemplare.

Köhler angeln in Norwegen

Angeln auf Köhler

Angeln auf Köhler

Der Köhler erreicht eine Länge bis zu 1,20 Meter und ein Gewicht bis etwa 17 Kilogramm. Er kommt an der Küste, in Fjorden, aber auch im offenen Meer vor. Aus verkaufsfördernden Gründen wird er oft als Seelachs bezeichnet, doch die Bezeichnung ist falsch, da er systematisch nicht zu den Salmoniden, sondern zu den Dorschartigen gehört.

Charakteristisch für den Köhler sind der schwarze Rücken, der silbergraue Bauch und die weiße Seitenlinie. In Norwegen finden Köhler ideale Lebensbedingungen. Während sich die Jungfische hauptsächlich von Fischlaich und Krebstieren ernähren, bevorzugen ausgewachsene Köhler kleine Schwarmfische wie Heringe und Sprotten. Die besten Angelzeit für Köhler ist vom Juni bis Dezember.

Wie tief stehen Köhler?

Die Tiefen, in denen Köhler auftreffen sind, variieren stark. Obwohl diese Spezies auch mal gerne dicht unter der Wasseroberfläche raubt, bevorzugt sie dennoch tiefere Bereiche von 50 bis 200 Metern. Dabei gilt die Faustregel: Je größer der Fisch umso tiefer steht er. Darüber hinaus halten sich die Köhler meist eine Etage über den Dorschen. So haben Sie in Norwegen, auf Island oder auch in Schottland die besten Fangchancen nicht direkt auf dem Grund sondern 10, 20, 30 Meter darüber.

Wie angelt man auf Köhler?

Norwegen

Norwegen

Der Köhler gilt als unkomplizierter Fisch, den man in Norwegen fast überall an den Haken bekommen kann: vom gemütlichen Ufer- und Schlauchboot-Angeln im Fjord bis hin zu den entlegenen Bänken im offenen Meer. Häufig fangen Sie gleich mehrere Köhler mit einer Makrelenmontage, doch handelt es sich dabei lediglich um kleinere Tiere. Um einen großen Köhler von ca. 1 Meter Länge an den Haken zu bekommen, brauchen Sie schon etwas Geduld und die richtige Technik.

Unter Wasser

Unter Wasser

Da sich Köhler in den verschiedenen Wassertiefen aufhalten und sich an keine Strukturen halten, müssen sie gesucht werden. Die sogenannte Speedpilken-Technik hat sich hierbei bewährt. Bei dieser Angelmethode lassen Sie den Pilker auf den Boden und kurbeln ihn möglichst schnell 5-7 Meter nach oben. Bleiben die Bisse aus – wieder 5-7 Meter nach oben kurbeln usw. bis zum Mittelwasser. Dabei ist es wichtig, den Köder stets taumeln zu lassen. So wird ein Beutefisch imitiert.

Köhler-Hotspot Straumen

Bei Straumen handelt es sich um Gezeitenströme an engen Fjordstellen. Es gibt sie an den Übergängen zwischen Fjord und Meer oder auch zwischen zwei Fjorden. Hier werden gewaltige Wassermassen samt Fischen hindurch gepresst, was sehr hohe Fischdichte und Fangchancen für Angler bedeutet. Die Köder sollten hier allerdings noch schwerer und die Ausrüstung robuster ausfallen.

Optimaler Köder für Köhler

Pilker

Pilker

Der beste Köder für den Köhler ist und bleibt der Pilker. Je nachdem, in welchen Tiefen Sie angeln, kommen dabei Gewichte zwischen 50 und 200 Gramm und sogar mehr zum Einsatz. Wenn Sie von den Fjordstegen dem Köhler nachstellen wollen, greifen Sie zu einem 50-70 g schweren Pilker. Wollen Sie an Straumen oder im offen Meer einen kapitalen an den Haken bekommen, müssen Sie mindesten 150 g schweren Pilker an der Leine haben.

Alternativ können Sie vom Fjordufer aus auch Gummifische fürs Köhler-Angeln einsetzen, die Sie über dem Grund mit der sogenannten Jiggen-Angeltechnik führen. Da Köhler hauptsächlich kleinere Fische fressen, sollte auch der Gummifisch nicht zu groß ausfallen. Dafür nehmen Sie ein 50 g schweres Jig-Kopf und bestücken ihn mit einem 14 cm langen Gummifisch. Als Farbe haben sich rot, blau, silber und neon bewährt (auch bei Pilkern).

Richtige Rute & Rolle für Seelachs

Pilkrute mit Multirolle

Pilkrute mit Multirolle

Zum leichten Köhler-Angeln eignet sich eine straffe Spinnrute mit 80 bis 100 Gramm Wurfgewicht sowie einer Multirolle, deren Bremse sich fein einstellen lassen muss. Als Schnur nimmt man eine 0.15er Geflochtene. Falls Sie eine sehr straffe Spinnrute im Einsatz haben, lohnt sich auch das 1,5 – 2 Meter langes Mono-Vorfach. Da die Köhler ein recht weiches Maul besitzen, puffert das Vorfach die Fluchtversuche im Drill.

Wenn Sie es auf große Seelachse in großen Tiefen abgesehen haben, brauchen Sie eine starke Pilkrute mit 150 – 300 g Wurfgewicht. Auch eine sehr stabile Multirolle gehört dazu. Letztere soll über einen Line-Counter verfügen, mit dem Sie die Tiefe kontrollieren können, wo der Köder angeboten wird. Weiterhin brauchen Sie für schwere Ausrüstung auch eine starke 0,50er Monoschnur. Alternativ können Sie mit einem Mono-Vorfach 0,30 Geflochtene einsetzen.

Im nächsten Beitrag finden Sie einen Kaufratgeber für Pilkruten.



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