Angeln auf Steinbeißer

Steinbeißer sehen schon fast wie Dinosaurier aus. Wie Sie diesen schauerlich aussehenden Fisch aus den Fjorden Norwegens selbst ziehen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Steinbeißer angeln in Norwegen

Steinbeißer (Seewolf)

Steinbeißer (Seewolf)

Der korrekte Name für den Steinbeißer ist Katfisch oder Seewolf. Mit seinem furchterregenden Gebiss und der enormen Beißkraft macht er dem eigenen Namen alle Ehre. So wie viele andere urige Fische ist auch der Steinbeißer sehr schmackhaft. Wegen seinem urigen Aussehen kommt er allerdings fast ausschließlich als Filet auf den Markt. Er bevorzugt kühles Wasser, felsigen Grund, Muschelbänke und gute Versteckmöglichkeiten, wo er auf Beute lauert. Der Seewolf kann bis zu 1,50 Meter lang werden.

Die besten Angelreviere für Steinbeißer befinden sich seit jeher in den Küstenregionen der Mittel- und Nordnorwegen. Ausgesprochen gute Chancen auf kapitale Exemplare haben Sie nördlich des Polarkreises. Nach dem Laichgeschäft im Frühling hält sich der Fisch in Tiefen von nur 15 bis 30 Metern auf. Sonst trifft man Steinbeißer eher in größeren Tiefen auf (bis zu 500 Metern). In der besten Angelzeit von Anfang April bis Anfang Juni ist er dort sogar in Gruppen anzutreffen.

Ausrüstung fürs Angeln auf Seewolf

Für den Steinbeißer benötigen Sie keine all zu schwere Ausrüstung, denn diese Spezies gehört nicht zu den ausdauernden Kämpfern. Bootsrute mit einer Länge von 2,40 bis 2,70 Metern und einem Wurfgewicht von 200 bis 300 Gramm reicht voll und ganz. Ob Sie beim Angeln auf Seewolf eine Multirolle oder eine Stationärrolle verwenden, hängt von Ihren Vorlieben ab. Einzig muss die Spule Ihrer Rolle mit einer geflochtenen Schnur mit Durchmesser von 0,30 bis 0,40 Millimetern bespult sein.

Montage und Köder für Steinbeißer

Steinbeißer (Seewolf)

Aufgrund der gewaltigen Beißkraft der Seewölfe kommt es beim Angeln auf eine starke Montage an. Dazu benötigen Sie ein Vorfach aus monofiler Schnur in der Stärke von 1,2 mm. Die Montage sollte ungefähr 1 Meter bis 1,20 Meter lang sein. Am oberen Ende des Vorfachs befestigen Sie einen Tönnchenwirbel, am unteren Ende einen starken Karabiner, an den das Bleigewicht von 200 bis 300 Gramm befestigt wird.

In der Mitte der Montage binden Sie eine Schlaufe mit einem dickdrähtigen Einzelhaken. An den Haken kommt letztendlich ein Naturköder. Die Steinbeißer haben die Vorliebe auf Fischfetzen aus Makrele oder Köder. Auch kleine Kalmare verschmähen sie selten. Die Lieblingsspeise der Seewölfe sind jedoch Muscheln, die Sie in einem Säckchen am Haken befestigen können. Um die Räuber visuell zu reizen, können Sie zusätzlich einen Gummi-Oktopus an den Haken anbringen.

Richtige Köderführung

Zuerst lassen Sie Ihre Montage auf den Grund hinabsinken, am besten an felsigen Stellen, wo Sie oder Ihr Angelguide die Fische mit einem Echolot geortet haben. Anschließend heben Sie den Köder um ca. 1 bis 1,5 Metern übern dem Grund ab und lassen Sie diesen wieder hinabsinken. Das wiederholen Sie, bis Sie einen Biss gelandet haben. Bei der Köderführung müssen Sie darauf achten, dass die Sprünge nicht zu hoch und nicht zu schnell ausfallen, sonst verschwindet der Köder schnell aus dem Blickwinkel des Räubers.

Ähnlich wie Barsche reagieren auch die Steinbeißer sehr gut auf Geräusche. So macht es Sinn, mit der Montage bzw. mit dem Bleigewicht mal den Felsen abzuklopfen, wo Sie die Steinbeißer vermuten. Sobald Sie einen deutlichen Tok in der Rute spüren, sollten Sie sofort kräftig anschlagen und Ihr Fang anschließend zügig aus dem Wasser befördern. Nicht zu unterschätzen ist die Verletzungsgefahr beim Lösen des Hakens. Auf eine Zange sollten Sie dabei auf keinen Fall verzichten!

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