Angeln mit Chatterbait

Nicht nur als „Sucher“ ist Chatterbait ein sehr effektiver Köder. Hier erläutern wir seine Vorzüge beim Angeln auf Hecht und Barsch.

Was ist ein Chatterbait?

Hecht

Hecht

Chatterbaits sind Kunstköder, die speziell dafür entworfen wurden, um große Gewässerabschnitte schnell und effektiv nach aktiven Räubern abzusuchen. Die Namensgebung dieses Köders leitet sich aus seinem Laufverhalten ab: „Chatterbait“ bedeutet aus dem Englischen übersetzt so viel wie „Schüttelköder“ oder „Rüttelköder“. Er gehört also zu den Krawallmachern unter Raubfischködern.

Meist besteht ein Chatterbait aus einem Skirted-Jig, einem Trailer (mehr dazu unten) und einem trapezförmiges Metallblatt. Letzteres ist das „Herzstück“ dieses Köders. Weil das Blatt ganz vorne angebracht ist und beim Zug auf viel Wasserwiderstand trifft, schwingt es mit hoher Frequenz von links nach rechts und „schüttelt” den ganzen Köder samt Trailer fortwährend durch, was wiederum Druckwellen und Lichtreflexe produziert, die die Raubfische anziehen.

Zielfische beim Angeln mit Chatterbait

Die Zielfische schlechthin fürs Angeln mit Chatterbait sind Barsch und Hecht. Beide Spezies sind Augenräuber, sodass sie den Köder nicht nur mit ihrem Seitenlinienorgan sondern auch mit den Augen sehr gut wahrnehmen. Auch steigen die beiden Arten gleich gut sowohl auf gleichmäßig eingezogene wie auch auf gejiggte Chatterbaits (mehr dazu unten).

Während fürs Hechtangeln große Chatterbaits mit dem Gewicht von 14 bis 21 Gramm gebraucht werden, benötigt man zum Barschnageln kleinere und leichtere Köder mit 7 – 12 g Gewicht. Beachten Sie, dass je schwerer der Chatterbait ist desto breiter ist sein Blatt und umso langsamer bewegt er sich unter Wasser. Derselbe Zusammenhang gilt auch für die Tiefe, wo der Köder präsentiert wird: Je langsamer läuft er desto weiter nach oben steigt er.

Richtige Führung des Chatterbaits

Einen Chatterbait kann man sowohl einfach einkurbeln als auch jiggen. In jedem Fall ist sein Laufverhalten sehr dynamisch und fast schon aggressiv. Aus diesem Grund stellt vor allem das Einkurbeln des Chatterbaits keine besonderen Ansprüche dar. Weiterhin kann der Chatterbait durch die Dauer des Absinkens nahezu in jeder Wassertiefe präsentiert werden.

Spinnfischen-Montage mit Chatterbait

Spinnfischen-Montage mit Chatterbait

Wie auch beim Spinner, bestimmt die Anlaufphase nach dem Auswurf (bis das Metallblatt zu rucken anfängt) über die Qualität des Köders – je schneller um so hochwertiger. Beim Ziehen kann man den Chatterbait hin und wieder mal kurz stoppen, um ihn mit flatterndem Blatt verführerisch ein wenig absinken zu lassen. Manch ein Räuber wird genau in diesem Augenblick schwach und beißt zu.

Jiggen mit Chatterbait

Auch beim Jiggen mit Chatterbait hat der Angler quasi dieselben Möglichkeiten, wie beim „normalen“ Gummifischen. Dabei eignet sich sowohl das aktive Jiggen wie auch die „Faulenzen“-Methode. Was letztendlich zum Erfolg führt, kann man nie im Voraus wissen. Ausprobieren ist also angesagt, zumal dass die beiden Techniken auch flexibel kombiniert werden können.

Weil ein Chatterbait den Sehsinn und das Seitenlinienorgan des Räubers ansprechen soll, ist seine Führung generell etwas dynamischer und aggressiver als z.B. die eines normalen Gummiköders. Wenn Sie das erste Mal mit einem Chatterbait fischen, können Sie bei Einsinkphasen sein schüttelndes Laufverhalten sehr deutlich beobachten.

Welchen Trailer für Chatterbait?

Ein Trailer ist ein zusätzlicher Gummiköder, der am Haken des Hauptköders befestigt wird, um sein Spiel noch attraktiver zu machen. Meist sind es Suchköder (engl.: seeker) wie zum Beispiel Spinnerbaits und Chatterbaits, die mit einem Trailer versehen werden. Dadurch werden sie noch verspielter und auffälliger für die Raubfische.

Für Chatterbait kommen diverse Trailer infrage: Von klassischen Action-Shads mit breiten Schwanztellern bis hin zu Creature-Baits und dezenten Noaction-Shads kann so ziemlich alles auf den Jighaken befestigt werden. Erfahrene Angler verzichten allerdings auf einen zu üppigen Trailer zugunsten des alleinigen Metallblatts, was ja ohnehin bereits starke Anziehungskraft ausübt.

Creature-Bait

Creature-Bait

Die beste Jahreszeit für Chatterbait

Der Chatterbait ist ein Köder für agile Fische. Am besten lässt er in der warmen Jahreszeit einsetzen, wenn die Fische oft jagen, viel fressen und schnell verdauen. Vom Frühsommer bis in der Herbst hinein ist er als Sucher unschlagbar. Aber auch in den Übergangszeiten zwischen Frühjahr und Sommer sowie Herbst und Winter kann der Chatterbait seine Wirkung entfalten.

Im kalten Wasser ist er allerdings selten erfolgreich. Dafür bewegt er sich zu agil, was für kalte Temperaturen unnatürlich wirkt. Daher ist der Winter nicht die ideale Jahreszeit für Chatterbait. Im Winter soll sich der Köder dem natürlichen Vorbild entsprechend langsam bewegen ohne ruckartigen Ausschlägen, was beim Chatterbait nicht ins Konzept passt.

Chatterbaits Empfehlungen

In folgender Tabelle finden Sie Chatterbait-Empfehlungen. Unsere Produktempfehlungen basieren sowohl auf den Resultaten eigenständig durchgeführter Tests als auch auf den systematischen Auswertungen von Erfahrungsberichten zahlreicher Kunden. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Abbildung*Quantum ChatterbaitNoike ChatterbaitLMAB ChatterbaitSpro Chatterbait
ArtikelQuantum ChatterbaitNoike ChatterbaitLMAB ChatterbaitSpro Chatterbait
Zielfische: HechtZielfische: BarschZielfische: Hecht, BarschZielfische: Hecht, Barsch
Eigenschaften/ Ausstattung
  • Gewicht: 24/30g
  • mit Twister-Trailer
  • perfekte ‚Search-Bait‘
  • in Motoroil-Farbe
  • Gewicht: 7g
  • Hakenlänge: ca. 2,3cm
  • diverse Farben
  • lebhaftes Spiel
  • Größe: 10/14/21 g
  • 2 austauschbare Blades
  • feiner Silikon-Skirt
  • Gewicht: 14 g
  • Grösse: 4/0 (14g)
  • Iris Thrillseeker
  • für Krautfelder geeignet
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