Glaskopffisch: Alles über den Fisch

Der Glaskopffisch ist der einzige Fisch, dem man buchstäblich in den Kopf schauen kann. Mehr über diesen faszinierenden Meeresbewohner erfahren Sie in diesem Beitrag.

Allgemeines über Glaskopffisch

  • Name: Glaskopffisch (Macropinna microstoma). Engl.: Barreleye fish
  • Unterkohorte / Kohorte: Clupeocephala / Euteleosteomorpha
  • Ordnung: Goldlachsartige (Argentiniformes)
  • Familie: Gespensterfische (Opisthoproctidae)
  • Vorkommen: nördlicher Pazifikbereich
  • Max. Größe: 15 cm
  • Gefährdung: stark gefährdet

Herkunft und Lebensraum

Glaskopffisch (Macropinna microstoma)

Glaskopffisch (Macropinna microstoma) Bild: Macropinna Microstoma, CC BY-SA 4.0

Der Glaskopffisch (Macropinna microstoma) ist ein Tiefseefisch, das einzige Mitglied der Gattung Macropinna in der Familie der Opisthoproctidae. Diese Spezies bewohnt den nördlichen Pazifikbereich, von der Beringstraße und Japan bis zur mexikanischen Baja California.

Seit seiner Entdeckung hat der Glaskopffisch dank seinem durchsichtigen Kopf eine Berühmtheit erlangt. Der Kopf, durch den der Fisch mit seinen Röhrenaugen sehen kann, dient dem Schutz der Augen. Der Fisch bevorzugt das Mesopelagial und lebt in Tiefen von 20 bis 1.015 Metern.

Lebensweise der Glaskopffische

In ihrem normalen Lebensraum bewegen sich die Glaskopffische langsam in horizontaler Position. Alle Flossen sind voll ausgefahren; die Brustflossen sind horizontal ausgerichtet und die Bauchflossen sind in einem Winkel von etwa 30° nach unten geneigt. Mit den großen offenen Flossen erreicht der Fisch eine stabilisierte Position in der Wassersäule. Bei Gefahr legt er die Brust- und Bauchflossen an den Körper und beschleunigt mit seinem Schwanz[1].

Der Glaskopffisch ernährt sich von Zooplankton, insbesondere von Krustentieren und Teilen von Quallen. Die Fortpflanzung erfolgt durch das Ablagern von Eiern, und die Larven leben pelagisch im freiem Wasser.

Anatomische Merkmale

Der Glaskopffisch hat einen dunkelbraunen Körper, der eine Länge von 15 cm erreichen kann. Die Augen sind röhrenförmig und können nach oben oder nach vorn gerichtet werden. Sie sind von einer transparenten Schutzhaube überdeckt, die die ganze Oberseite des konkav geformten Kopfes überzieht und wahrscheinlich dazu dient, die empfindlichen Augen vor den Nesselzellen von Quallen zu schützen, die eine bedeutende Nahrungsquelle für Macropinna microstoma sind[2].

Die Schutzhaube besteht aus einer durchsichtigen Haut, die von den Subokularknochen, die die Augen seitlich schützen, bis zum Beginn der Schuppen des Rückens reicht. Unter der Haube ist ein flüssigkeitsgefüllter Raum, der die Augen zusätzlich schützt. Die Linsen der Augen sind grün. Wird Glaskopffisch gefangen und an die Wasseroberfläche geholt, kollabiert die Schutzhaube oder geht verloren.

Zwischen den Augen befindet sich ein dünner Knochenkamm, der nach hinten erweitert ist und auch das Gehirn umschließt. Zwei runde Gruben zwischen Augen und Maul dienen der olfaktorischen Wahrnehmung. Das Maul ist endständig und sehr klein. Am Beginn des Schwanzflossenstiels befindet sich eine kleine Fettflosse[2].

Wie groß wird ein Glaskopffisch?

Masgorippa microstoma ist ein kleiner Fisch – die größten Exemplare erreichen eine maximale Länge von 15 cm. Viel häufiger sind Fische von etwa 8-10 cm Größe.

Besondere Augen-Konstruktion

Dank der besonderen Struktur der Augenmuskeln sind die Glaskopffische in der Lage, ihre zylindrischen Augen von der vertikalen Position, in der sie sich normalerweise befinden, in eine horizontale Position zu bringen. Dies beschert den Fischen grundlegende Ansätze für die Nahrungssuche.

Die Glaskopffische sind in der Lage, mit nach oben gerichteten Augen potenzielle Beute über sich zu erkennen. Darüber hinaus können sie auch Nahrungsobjekten, die von oben herabfallen, folgen, indem sie ihre Augen bewegen. Sobald die Nahrung in die Nähe des Mauls kommt, greifen die Fische danach[1].

Wie ernährt sich Glaskopffisch?

Der Glaskopffisch ernährt sich vom Zooplankton, darunter kleine Nesseltiere und Krebstiere. Darüber hinaus wurden im Verdauungssystem von Glaskopffischen Tentakel von Staatsquallen (Siphonophora siphonophora) samt deren Nesselzellen gefunden. So kann geschlussfolgert werden, dass der durchsichtige Kopf dieses Fisches sich evolutionär als Verteidigung gegen Nesselzellen von Nesseltieren (insbesondere Siphonophora siphonophora) entwickelte.


Einzelnachweise

    1. Bruce H. Robison and Kim R. Reisenbichler. Macropinna microstoma and the Paradox of Its Tubular (bioone.org).
    2. wikipedia.org/wiki/Macropinna_microstoma