Kopfruten: Kauftipps, Test & Vergleich 2020

Worauf Sie beim Kauf einer Kopfrute achten müssen, wird in diesem Artikel ausführlich erklärt. Wir stellen sechs Ruten vor, damit Ihnen die Qual der Wahl ein wenig erleichtert wird.

Was unterscheidet eine Kopfrute von einer gewöhnlichen Stipprute?

Am See

Am See

Vom Prinzip her handelt es sich bei Kopfruten und Stippruten um zwei verschiedene Bezeichnungen für ein- und dieselbe Art einer Angelrute. Der einzige Unterschied zwischen den beiden besteht darin, dass Kopfruten unberingt sind. Darüber hinaus ist eine Kopfrute die längste Angelrute im Angelladen, zumindest die mit Steckverbindungen. Ihre Länge kann bis zu 16 Meter ausmachen. Erreicht werden diese stattlichen Ausmaße durch die zahlreichen Steckteile der Rute.

Tipp: Achten Sie beim Zusammenstecken der Angel stets auf die richtige Reihenfolge der einzelnen Teile, ohne dass Sie die falschen Enden mit Nachdruck miteinander zu verbinden versuchen. Weiterhin sollten die Steckverbindungen sauber gehalten werden. Sand erschwert das Zusammenstecken und macht die einzelnen Verbindungsstellen auf lange Sicht locker und die ganze Rute sogar unbrauchbar. Wollen Sie Ihrer Kopfrute etwas Gutes tun, dann fetten Sie die Verbindungsteile regelmäßig ein.

Kopfruten: Empfehlungen und Kaufkriterien

Auf dem Markt wimmelt es nur so von Kopfruten in allen Preisklassen. Aus diesem Grund muss der Angler ganz genau wissen, welche Kriterien eine gute Kopfrute erfüllen muss, um keine Mogelpackung zu kaufen. Zugleich muss eine gute Stipprute nicht zwingend teuer sein. Selbst unter hundert Euro gibt es sehr gut verarbeitete Geräte. In folgender Tabelle finden Sie einen Vergleich von sechs Kopfruten, die wir nach dem Preis-Leistung-Prinzip ausgesucht haben.

Abbildung*
Cormoran Eurocor 5
Preis-Leistungs-Tipp
Browning Argon 7
Browning Margin Mauler
DAM Pocket-Pole
Mitchell Impact RT
Van Den Eynde
ModellCormoran Eurocor 5Browning Argon 7Browning Margin MaulerDAM Pocket-PoleMitchell Impact RTVan Den Eynde
Rutenlänge5 m7 m5 m4 m6 m5 m
Transportlänge114 cm114 cm134 cm40 cmca. 111 cm135 cm
Rutengewicht360 g 380 g 395 g 119 g 346 g 195 g
Anzahl Teile5 (Teleskop)7 (Teleskop)4 (Steckrute)12 (Teleskop)6 (Teleskop)5 (Teleskop)
Eigenschaften/ Ausstattung
  • etwas schwer, Rutenhalterung notwendig
  • sonst gutes Qualität/Preisverhältnis
  • starke Stipprute, leicht im Gebrauch
  • hohle Spitze (einfaches Einziehen des Gummizuges)
  • optimal für den Uferbereich
  • großer Durchmesser beim Spitzenabschnitt
  • leichte und kompakte Stipprute
  • als Reiserute gut geeignet
  • filigrane Spitze
  • Allround-Stipp(Kopfrute)
  • Blankmaterial: 24Ton
  • für Matchangler optimal geeignet
  • schlank und leicht
  • steif und dynamisch
  • optimal für Weißfische und Forellen
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Kopfrute als Telekoprute

Kopfruten gibt es nicht nur als Steckruten sondern auch in Teleskop-Ausführung. Die Länge der teleskopierbaren Modelle, die sich besonders gut für das Stippen am Fluss eignen, reicht bis auf maximal zehn Meter. Wenn Sie sich für eine Teleskoprute entscheiden, sollten Sie auf Gewicht und Stabilität achten. Gute Teleskopruten bestehen heute aus einem hochwertigen Carbon-Gemisch. Empfindlich sind diese Angelruten dennoch. Sie sollten nach jedem Gebrauch sorgfältig gereinigt und beim Transport gut gepolstert werden.

Steckruten haben gegenüber Teleskopruten einige Vorteile: Sie sind stabiler als ihr Konterpart. Für die beachtliche Länge, die sie erreichen können, sind sie zugleich ausgesprochen steif und leicht. Dadurch sind Steckruten im Einsatz nicht kopflastig und können selbst von Hobbyanglern über eine längere Zeit hinweg ermüdungsfrei gehalten werden.

Wovon hängt die richtige Länge der Kopfrute ab?

An der Elbe

An der Elbe

Bevor Se sich für eine bestimmte Kopfrute entscheiden, sollten Sie über deren Länge nachdenken. Für den Erfolg beim Angeln spielt das eine herausragende Rolle. Wählen Sie eine Kopfrute, die auf keinen Fall kürzer ist als fünf Meter. Für das Fischen an kleinen Kanälen ist das ein ausreichendes Maß. Für das Angeln an kleineren Flüssen und Seen sollten Sie auf eine Kopfrute setzen, die noch um einiges länger ist. Hier darf die Angelrute gern bis zu sieben Meter lang sein. Sind Sie als Angler allein am Wasser, sollte die Kopfrute nicht länger als neun Meter sein. Dann können Sie diese in jeder Situation noch gut beherrschen.

An größeren Flüssen benötigen Sie bis zu elf Metern lange Kopfruten. Bis zu 13 Meter sollte eine Kopfrute sein, mit der Sie als Angler an einem gezielten Abfischen eines Gewässers teilnehmen – dem sogenannten Hegefischen. Weiterhin angeln Sie mit der Kopfrute stets mit einer verkürzten Schnur. Wie lang diese ist, hängt maßgeblich von der Wassertiefe ab. Als Faustregel gilt: Die Schnur sollte zwischen einem halben und einem Meter länger sein als die Wassertiefe. In der Regel kommen Sie mit einer drei bis fünf Meter langen Angelschnur gut hin. Ist das Wasser sehr flach, reicht auch manchmal bereits ein Meter Schnur aus.

Welche Rolle spielt ein Gummizug beim Angeln mit Kopfrute?

Eine Kopfrute kommt ohne Rolle aus. Damit hat man beim Anlanden großer und starker Fische keine Schnurreserven, um den Kämpfer durch das Nachgeben der Schnur müde zu machen. Aus diesem Grund wird in der Spitze der Rute ein Gummizug eingesetzt. An diesem Gummizug wird die Schnur mit Hilfe eines Konnektors eingehängt. Der Gummi federt die starken Ausschläge kapitaler Fänge ab. Das wahrt auch die Chance, große Fische selbst bei recht dünnen Haupt- und Vorfachschnüren sicher landen zu können. Welche Stärke Sie beim Gummizug wählen, hängt von der Stärke der Angelschnur ab und davon, wie kräftig Ihr Zielfisch sein soll. Erwarten Sie große und kräftige Fische, sollte der Gummizug durch die ersten beiden Rutenteile laufen: die Spitze und das nächste Teil. Für die größte mögliche Dehnung kann der Gummizug sogar bis zum vierten Teil des Sets montiert sein.

Erwarten Sie weniger kapitale Fänge, wählen Sie eine Variante mit kurzem Gummizug. In dem Fall reicht der Gummi nur im ersten Teil der Rute, dem Spitzenteil, aus. Ebenfalls von Art und Größe des Zielfisches hängt der Durchmesser des Gummis ab. Für kleinere Exemplare genügen Gummizüge bis zu einem Millimeter Stärke. Größere Fische, wie etwa Brassen, verlangen Gummizüge mit etwa einem bis 1,4 Millimeter Durchmesser. Gehen Sie auf Barben oder Karpfen, darf der Gummizug noch stärker sein. Beachten Sie, dass nicht alle Gummis dieselbe Dehnung haben, selbst wenn sie optisch gleich sind. Das liegt am Herstellungsverfahren der meist aus Latex bestehenden Gummis. Prüfen Sie deshalb die Gummis und entscheiden Sie sich für das am besten auf Ihre Ansprüche passende Modell.




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