Barbenangeln Tipps

Als starker Kämpfer mit viel Ausdauer ist Barbe unter Anglern sehr begehrt. Auf dieser Seite verraten wir wertvolle Tipps fürs Barbenangeln.

Lebensweise der Barbe

Barben

Barben

Um die Barbe erfolgreich beangeln zu können, muss man ihr Habitat und ihre Lebensweise kennen. Sie lebt in kleineren Schwärmen am Grund von strömungsstarken großen Bächen und Flüssen, die idealerweise sandig-kiesigen Boden aufweisen. Hier ernährt sie sich von allerlei Wasserinsekten, Muscheln und Schnecken, die sie mit ihren Barteln auf dem Gewässergrund aufspürt. Ihr bevorzugtes Habitat sind Gewässerabschnitte im Unterlauf mit hohen Sauerstoffwerten und geringer Trübung. Da sie hier fast immer die Leitart bildet, werden diese Flussbereiche als „Barbenregion“ bezeichnet. Bei Wassertemperatur um die 15 Grad Celsius fühlt sich die Barbe am wohlsten.

Barbenangeln mit Feeder-Montage

Die Feederangeln-Montage (auch Futterkorb-Montage genannt) gilt als sehr fängig beim Fischen auf Barbe. Dabei wird an die Hauptschnur zuerst ein Futterkorb eingefädelt, der an einem Karabinerwirbel befestigt ist. Danach kommt die Perle, dann Wirbel, Vorfach und schließlich der Haken. Auf der Abbildung unten sind all diese Elemente in der richtigen Reihenfolge dargestellt.

Ganz wichtig beim Barbenangeln ist die Bebleiung des Futterkorbes, das direkt in der Strömung ausgeworfen wird und die gesamte Montage am Grund festhalten soll. Für die Elbe und den Rhein wäre z.B. das Gewicht ab 150 Gramm empfehlenswert. Das Vorfach soll ca. 50-70 cm lang und 0.30 mm stark sein. Die empfohlene Größe für den Angelhaken liegt bei 8-6. Gleichzeitig soll der Haken sehr hochwertig sein, damit er sich unter enormer Krafteinwirkung, die eine Barbe im Drill abliefert, nicht aufbiegt.

Barbenangeln-Montage

Barbenangeln-Montage

Das Anfüttern

Die Anfütterung ist beim Barbenangeln obligatorisch. Die Futter-Mischung sollte so beschaffen sein, dass sie die nötige zähe Konsistenz aufweist, um nicht zu schnell durch die Strömung weggespült zu werden. Zugleich soll es sich im Wasser nach und nach auflösen können, damit sich die Duftstoffe möglichst weit verteilen und viele Fische anlocken. Typische Lockfutter-Mischungen beim Angeln auf Barben beinhalten oft neben anderen Komponenten Maden, Mais und Käse.

Barbenangeln mit Posenmontage

Obwohl es sehr schwierig ist, eine Barbe mit einer Posenmontage zu überlisten, gibt es tatsächlich Angler, die es schaffen. Dabei wird eine spezielle Montage für Fluss benötigt, die folgend aufgebaut ist: Zuerst wird eine Feststellpose auf die Hauptschnur eingefädelt, dann kommen die Klemmbleie, Wirbel, Karabiner*, Vorfach und zum Schluss – der Haken mit dem Köder.

Die Klemmbleie können entweder dicht oder etwas entfernt voneinander angebracht werden – je nach dem ob man den Köder direkt auf dem Grund oder etwas angehoben platzieren will. Da die Barben meist sehr vorsichtig anbeißen, empfiehlt es sich, eine zusätzliche Bleikugel unmittelbar am Vorfach kurz vor dem Haken anzubringen – das sogenannte Signalschrot. Dies soll der besseren Bisserkennung dienen.

Posen-Montage zum Barbenangeln

Posen-Montage zum Barbenangeln

Im folgenden Artikel finden Sie weitere Detail-Informationen zum Aufbau einer Posenmontage für Fluss.

Köder beim Angeln auf Barbe

Als Allesfresser greift die Barbe auf ein breites Nahrungsangebot zurück. Dazu zählen zum Beispiel verschiedene Insektenlarven, Muscheln, Schnecken sowie kleine Krebse. Zudem frisst sie auch Pflanzen, Fischlaich und gelegentlich sogar kleine Fische. Viele Angler (aber nicht alle) schwören auf Käsestückchen.

Wenn Sie an unserer Umfrage nach den besten Barben-Ködern teilnehmen, erfahren Sie wie andere unsere Leser abgestimmt haben:

Welcher Köder ist beim Barben-Angeln am fängigsten?

Richtige Ausrüstung

Sowohl die Rute als auch die Rolle sollten beim Barbenangeln über eine hohe Stabilität verfügen, um gegen die Kraft der unbändigen Fische im Drill sicher bestehen zu können. Weiterhin soll die Rute gewichtige Montagen auswerfen können, sodass ein Wurfgewicht von mindestens 150 Gramm dringend anzuraten ist. Folgend empfehlen wir jeweils drei Spinnruten und Rollen, die sich besonders gut zum Barben-Angeln eignen.

Die besten Angelplätze

Barbe

Barbe

Die Barbe ist an die Strömung perfekt angepasst und hält sich meist an den Stellen mit der größten Fließgeschwindigkeit auf. Sie liebt starke Strömung und nutzt diese geschickt, um sich selbst fortzubewegen. So durchstreifen die Fische lange Gewässerabschnitte auf der Suche nach Nahrung, die sie am  Boden mit ihren hoch sensiblen Barteln aufspüren und mit dem unterständigen Maul aufnehmen. Genau hier sollte auch die Feeder-Montage den Fischen angeboten werden – mitten in der Strömung und direkt auf dem Grund.

In großen Flüssen wie z.B. der Elbe oder dem Rhein ist darüber hinaus die Strömungskante in den weitläufigen Buhnenfeldern, die einen kiesigen Untergrund aufweisen, sehr vielversprechend! Da die Barbe ein nachtaktiver Fisch ist, ist die beste Tageszeit für ihren Fang die Dämmerung. In den warmen Sommernächten kommt sie gerne mal ans Ufer und kann hier auch mitten in der Nacht gefangen werden. Als besonders fängig gelten Monate Juni bis Oktober.

Schonzeiten und -Mindestmaße

Viele Bundesländer haben für die Barbe Schonzeiten und Mindestmaße eingeführt. Dadurch wird sichergestellt, dass die Barbe sich mindestens einmal im Leben fortpflanzen kann. Diese Auflagen sind gesetzlich vorgeschrieben und müssen von allen Anglern zwecks Sicherung der Artbestände streng eingehalten werden. Hier finden Sie Fischschonzeiten und -Mindestmaße in allen Bundesländern.

Weiter geht es um das Thema Herkunft und besondere Merkmale der Barbe.

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